Omkarananda, Licht, Liebe und Einheit hat geschrieben:In Seinem Licht und durch Sein Licht erfahren wir Ihn. Darum ist
dasjenige in uns, das Ihn erblickt, ein Teil Seiner selbst. Er kann sich
selbst erkennen, niemand sonst. Er ist das Allerhöchste und auf
unendliche Weise überschreitet Er das, worinnen Er wohnt. Durch
Sein Licht leuchten alle anderen Lichter. Er sieht alle diese Lichter;
aber keines von ihnen kann Ihn erschauen, ehe es sich nicht in Sein
Licht emporhebt und ein integraler Teil davon wird.
Wenn uns die Heiligen, die Weisen und Mystiker, die Menschen mit
allerhöchster Weisheit, Erkenntnis und Liebe sagen, sie hätten Gott
gesehen, so meinen sie damit wirklich, dass Gott ihnen die Gnade
gewährte, mit Seinen Augen Sein eigenes Licht und Ihn selber zu
sehen. Die Voraussetzung, in der Gott diese Gnade gewährt, ist das
kontemplative Bewusstsein oder die intensive, andächtige
Gewahrwerdung, die unseren suchenden Intellekt, die forschende
Vernunft und unseren strebsam bemühten Willen emporhebt und
alles miteinander vereint. Wenn unsere Vernunft aus solchem
Zustand zurückkehrt, spricht sie unzerstörbare Wahrheiten aus und
vermittelt ewiges, unwandelbares und absolut gültiges Wissen. Sie
formt Worte, die voll sanfter Süsse und voll des Lichtes sind. Diese
Vernunft ist die einzig wahre und mächtige Vernunft; sie ist befreit
von jeder entstellenden Begrenzung.
Was meint ihr dazu? Würde das wohl Beschreibungen eines Erlebens "als Tropfens im Ozean" entsprechen?
Johncom hat geschrieben: ↑Fr 2. Jan 2026, 15:35Es ist nun mal Liebe.
Oder du fasst da Verschiedenes in einem Begriff zusammen.
Die Liebe des Kindes zur Mutter, die frühe Erfahrung, welche eine gesunde Entwicklung ermöglicht: vor allem das Selbstvertrauen.
Ich halte typische Verliebtheit und Mutterliebe für fleischlich. Der folgenden Darstellung kann ich weitgehend zustimmen, denke ich.
Bis zu einem gewissen Grad ist es reine Liebe, da die Mutter von ihrem Kind nichts erwartet und das Kind nichts für die Mutter tun wird. Die Mutter wird durch die Liebe selbst belohnt. Wenn die Mutter diese Liebe zu ihrem Kind spürt, ist sie zufrieden.
Reine Liebe als Liebe um der Liebe willen
Aber die Liebe ist nicht ganz so rein, die Mutter liebt das Kind, weil es ihr Kind ist. Es ist ihr Kind, ein anderes Kind würde die Mutter nicht so lieben. Wenn jemand in der Lage wäre diese Liebe, die er zu seinem Kind spürt, als Grundempfindung zu anderen zu fühlen, dann ist es wirklich eine reine Liebe. Es gibt nicht nur reine und egoistische Liebe. Viele Zwischenstadien sind gegeben. Auch die Mutter kann die Liebe zu ihrem Kind zu einer reinen Liebe machen, wenn sie sich bewusst macht, es ist nicht mein Kind. Eine Seele hat sich einen Körper gesucht, ist durch meinen Körper auf die Welt gekommen. Diese Seele hat schon seine eigene Persönlichkeit gehabt bevor sie auf die Welt gekommen ist. Diese Seele hat ein Karma mitgenommen, sie hat ein Dharma und ich bin neugierig, welches Schicksal diese Seele hat und wie ich diese Seele begleiten kann. Nicht ich will bestimmen, was mit diesem Kind wird, sondern ich will es unterstützen, helfen und nachher loslassen. Dann ist es eine reine Liebe.
[...]
Reine Liebe zum Partner
Es gibt auch eine reine Liebe zum Partner. Wenn du nur überlegst, was ich selbst von der Partnerschaft habe und nur dem Partner etwas gibst in der Hoffnung er gibt dir irgendwas, dann ist das Ganze eine Krämerliebe. Es gibt Menschen, die haben das und es gibt Partnerschaften, die auf dieser Basis funktionieren. Nur reine Liebe ist es nicht. Reine Liebe bedeutet: du liebst den Partner um des Partners Willen und die Liebe an sich reicht aus. Idealerweise haben beide Partner diese Liebe und dann ist es gut. Reine Liebe bedeutet auch dem Partner Raum zu lassen und diesen nicht umerziehen wollen. Beim Verlieben werden erst einmal größere Gemeinsamkeiten gesehen als vorher da waren. Außerdem wird man sich im Balztanz versuchen auf den anderen mehr einzustimmen. Danach hofft man, dass man wieder sich selbst sein kann und dass der andere sich an einen anpaßt. Dann ist es mit der reinen Liebe vorbei. Und wehe der Partner entwickelt sich anders als man es gerne hätte und man es sich vorgestellt hat. Bei der reinen Liebe geht es darum seinen Partner zu unterstützen, auch in seiner persönlichen und spirituellen Entwicklung. Und diesen zudem auch loszulassen. Das sind verschiedene Formen von reiner Liebe.
https://wiki.yoga-vidya.de/Reine_Liebe
Wikipedia meint: "An keiner Stelle findet sich im Neuen Testament eine Geringschätzung der Philia gegenüber der Agape."
Ich wundere mich über diese Aussage. Dem NT entnehme ich eine Höhergewichtung von Agapeliebe, wie sie soweit ich sehe auch ähnlich in Yogalehren gemacht wird.
Auf den Sünder herabzuschauen ist auch .. Sünde. Ein Überheblichkeit, auf die Christus hinweist: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein".
Christus selbst hat Bewertungen angestellt, gewichtet, als ungut gekennzeichnet. Auch aus Agapeliebe wiird soetwas getan. Dennoch wünscht Agapeliebe dem anderen Gutes und versucht genau dies dem anderen vielleicht durch solche mitgeteilte Gewichtungen besser zu eröffnen. Wenn "Demut" der Wahrhaftigkeit entspräche, denn entspräche "Hochmut" unwahrhaftigen Selbsteinschätzungen. Nicht sehen, was ist (auch wenn es herausfordernd, in mancher Hinsicht unbequem wäre - einschließlich der Erkenntnis, daß der eigene innere Zustand lichter ist als der eines anderen), sondern sich Verzerrtheit hingeben.