Omkarananda

Judentum, Islam, Hinduismus, Brahmanismus, Buddhismus,
west-östliche Weisheitslehre
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Johncom
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Re: Omkarananda

Beitrag von Johncom »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 18:17
Johncom hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 17:20 Im Vertrauen wird das Ego schwinden, die Sorge um sich selbst.
"Vertrauen" könnte auch bedeuten "von Agapeliebe getrieben sein"?
Agapeliebe ist ein Wort, das die Literatur nicht kennt. Trieb, das ist ja eher eine Kraft von unten aus der Erde. Mit Begriffen ist es schwierig, wenn die Allgemeinverständlichkeit nicht klar ist. Mit Vertrauen meine ich eigentlich die Sorglosigkeit eines behüteten Kindes.
Jakobgutbewohner hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 18:17
Johncom hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 17:20 Ich glaube, man muss nicht alles verstehen.
Also verstehst du im Grunde nicht, ob es z.B. "ewige Exemplare" gäbe.
Exemplare sind Produkte, kommen und gehen. Wenn man den Begriff untersucht. Ich würde sagen, das Ewige ist völlig formlos, das Absolute. Aber das alles ist unsere Sprache, und mit Sprache denken wir, aber mit unserem "irdischen" Denken kann nur annähernd das vermittelt werden, was überirdisch "gesehen" wird. Dieses Überirdische ist aber nichts Fremdes, nichts exotisches.
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Re: Omkarananda

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Johncom hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 03:15Agapeliebe ist ein Wort, das die Literatur nicht kennt.
Agape ist ein griechisches Wort für eine bestimmte Art von Liebe, das im Grundtext des NT oft gebraucht wird.
Mit Vertrauen meine ich eigentlich die Sorglosigkeit eines behüteten Kindes.
In Ordnung.
Exemplare sind Produkte, kommen und gehen.
Den Begriff versteht Seuse offenbar nicht so.
Ich würde sagen, das Ewige ist völlig formlos, das Absolute.
Was steckt hinter dieser Vermutung?
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Johncom
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Re: Omkarananda

Beitrag von Johncom »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 06:52 Agape ist ein griechisches Wort für eine bestimmte Art von Liebe, das im Grundtext des NT oft gebraucht wird.
"Agapeliebe" beißt sich irgendwie. Da braucht es wenigstens einen Bindestrich. Aber Agape reicht schon.
Jakobgutbewohner hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 06:52
Johncom hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 03:15 Exemplare sind Produkte, kommen und gehen.
Den Begriff versteht Seuse offenbar nicht so.
Schön wäre ein Beleg in heutiger Sprache.
Jakobgutbewohner hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 06:52
Johncom hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 03:15 Ich würde sagen, das Ewige ist völlig formlos, das Absolute.
Was steckt hinter dieser Vermutung?
Siehst du es anders?
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Re: Omkarananda

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Johncom hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 21:32"Agapeliebe" beißt sich irgendwie. Da braucht es wenigstens einen Bindestrich. Aber Agape reicht schon.
Sehe ich nicht so und ich finde es so klarer für diejenigen, die nicht genau wissen, was "Agape" denn bedeuten soll. So wissen sie gleich: Es geht um Liebe.
Schön wäre ein Beleg in heutiger Sprache.
Wie stellst du dir das vor? Der Begriff steht allerdings ja schon klar im von mir ursprünglich hier gemachten Zitat und es wäre eigentlich egal, was heute mit dem Begriff wäre?
Siehst du es anders?
Ja.
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Re: Omkarananda

Beitrag von Johncom »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 23:09
Johncom hat geschrieben: Do 1. Jan 2026, 21:32"Agapeliebe" beißt sich irgendwie. Da braucht es wenigstens einen Bindestrich. Aber Agape reicht schon.
Sehe ich nicht so und ich finde es so klarer für diejenigen, die nicht genau wissen, was "Agape" denn bedeuten soll. So wissen sie gleich: Es geht um Liebe.
"Agape" steht für sich. Wer das Wort nicht kennt, wird es nachschlagen. "Agapeliebe" als zusammengezogenes Wort kennt nicht mal Google. Für mich beißen sich solche neu kreierten Begriffe. Aber OK: du hast Künstlerfreiheit: alles darf.

Man könnte sie hohe Liebe, wahre Liebe, auch brüderliche Liebe nennen, oder göttlich inspiriert. Oder wie Omkarananda ´schreibt: unendliche Liebe. Unbedingte Liebe. Nicht gegenüber einem Objekt, gegenüber allen. Die Liebe zu sich selbst wird allgemein als Egoismus verstanden. Die Liebe zu allen, weil ich mich selbst in allen erkenne, ist wahrscheinlich das, was die Heiligen kennen und leben. Sogar in der Pflanze, im Tier das erkennen, was Gott als Schöpfer mitgegeben hat. Aber auch in der normalen natürlichen Liebe .. zB im jugendlichen Verliebtsein ist die gleiche Kraft wirksam, sogar berauschend. In der Liebe das Kindes zu den Eltern und umgekehrt. Liebe ist erfahrbar, kennt fast jeder. Die eigentliche Liebe (selbstlos, zu allen gleich) wird später erfahren werden. Ja, man kann sie sich auch definiert vorstellen: Die Bibel lehrt das und das.
Verstanden und umgesetzt wird nur, was auch eingesehen wird. Wenn die selbstlose Liebe frei macht. Wenn man erkannt hat, dass egoistische Sorge gefangen hält.
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Re: Omkarananda

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Johncom hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 00:09Die Liebe zu allen,
Allen Wesen Gutes wünschen, dazu beitragen mögen.
weil ich mich selbst in allen erkenne, ist wahrscheinlich das, was die Heiligen kennen und leben.
Diese Darstellung der dahinterstehenden Motiviertheit wirkt auf mich fremd.
Aber auch in der normalen natürlichen Liebe .. zB im jugendlichen Verliebtsein ist die gleiche Kraft wirksam, sogar berauschend.
Sehe ich nicht so, ich denke die damaligen Griechen ebenfalls nicht. Das wäre für sie wohl Erosliebe gewesen oder wenigstens Philialiebe (Freundesliebe wie sie auch die Sünder kennen, Lk 6,32).
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Re: Omkarananda

Beitrag von Johncom »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 06:29
Johncom hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 00:09 Aber auch in der normalen natürlichen Liebe .. zB im jugendlichen Verliebtsein ist die gleiche Kraft wirksam, sogar berauschend.
Sehe ich nicht so, ich denke die damaligen Griechen ebenfalls nicht. Das wäre für sie wohl Erosliebe gewesen oder wenigstens Philialiebe (Freundesliebe wie sie auch die Sünder kennen, Lk 6,32).
Es ist nun mal Liebe. Die Liebe des Kindes zur Mutter, die frühe Erfahrung, welche eine gesunde Entwicklung ermöglicht: vor allem das Selbstvertrauen. Wikipedia meint: "An keiner Stelle findet sich im Neuen Testament eine Geringschätzung der Philia gegenüber der Agape." Ich meine, wir sind alle Sünder. Aber nicht nur das: wir sind auch Heilige. Wir entwickeln uns von der selbstsüchtigen Liebe zur allumfassenden bedingungslosen Liebe. Auf den Sünder herabzuschauen ist auch .. Sünde. Ein Überheblichkeit, auf die Christus hinweist: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein".
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Re: Omkarananda

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Omkarananda, Licht, Liebe und Einheit hat geschrieben:In Seinem Licht und durch Sein Licht erfahren wir Ihn. Darum ist
dasjenige in uns, das Ihn erblickt, ein Teil Seiner selbst. Er kann sich
selbst erkennen, niemand sonst. Er ist das Allerhöchste und auf
unendliche Weise überschreitet Er das, worinnen Er wohnt. Durch
Sein Licht leuchten alle anderen Lichter. Er sieht alle diese Lichter;
aber keines von ihnen kann Ihn erschauen, ehe es sich nicht in Sein
Licht emporhebt und ein integraler Teil davon wird.

Wenn uns die Heiligen, die Weisen und Mystiker, die Menschen mit
allerhöchster Weisheit, Erkenntnis und Liebe sagen, sie hätten Gott
gesehen, so meinen sie damit wirklich, dass Gott ihnen die Gnade
gewährte, mit Seinen Augen Sein eigenes Licht und Ihn selber zu
sehen. Die Voraussetzung, in der Gott diese Gnade gewährt, ist das
kontemplative Bewusstsein oder die intensive, andächtige
Gewahrwerdung, die unseren suchenden Intellekt, die forschende
Vernunft und unseren strebsam bemühten Willen emporhebt und
alles miteinander vereint. Wenn unsere Vernunft aus solchem
Zustand zurückkehrt, spricht sie unzerstörbare Wahrheiten aus und
vermittelt ewiges, unwandelbares und absolut gültiges Wissen. Sie
formt Worte, die voll sanfter Süsse und voll des Lichtes sind. Diese
Vernunft ist die einzig wahre und mächtige Vernunft; sie ist befreit
von jeder entstellenden Begrenzung.
Was meint ihr dazu? Würde das wohl Beschreibungen eines Erlebens "als Tropfens im Ozean" entsprechen?
Johncom hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 15:35Es ist nun mal Liebe.
Oder du fasst da Verschiedenes in einem Begriff zusammen.
Die Liebe des Kindes zur Mutter, die frühe Erfahrung, welche eine gesunde Entwicklung ermöglicht: vor allem das Selbstvertrauen.
Ich halte typische Verliebtheit und Mutterliebe für fleischlich. Der folgenden Darstellung kann ich weitgehend zustimmen, denke ich.
Bis zu einem gewissen Grad ist es reine Liebe, da die Mutter von ihrem Kind nichts erwartet und das Kind nichts für die Mutter tun wird. Die Mutter wird durch die Liebe selbst belohnt. Wenn die Mutter diese Liebe zu ihrem Kind spürt, ist sie zufrieden.

Reine Liebe als Liebe um der Liebe willen

Aber die Liebe ist nicht ganz so rein, die Mutter liebt das Kind, weil es ihr Kind ist. Es ist ihr Kind, ein anderes Kind würde die Mutter nicht so lieben. Wenn jemand in der Lage wäre diese Liebe, die er zu seinem Kind spürt, als Grundempfindung zu anderen zu fühlen, dann ist es wirklich eine reine Liebe. Es gibt nicht nur reine und egoistische Liebe. Viele Zwischenstadien sind gegeben. Auch die Mutter kann die Liebe zu ihrem Kind zu einer reinen Liebe machen, wenn sie sich bewusst macht, es ist nicht mein Kind. Eine Seele hat sich einen Körper gesucht, ist durch meinen Körper auf die Welt gekommen. Diese Seele hat schon seine eigene Persönlichkeit gehabt bevor sie auf die Welt gekommen ist. Diese Seele hat ein Karma mitgenommen, sie hat ein Dharma und ich bin neugierig, welches Schicksal diese Seele hat und wie ich diese Seele begleiten kann. Nicht ich will bestimmen, was mit diesem Kind wird, sondern ich will es unterstützen, helfen und nachher loslassen. Dann ist es eine reine Liebe.

[...]

Reine Liebe zum Partner

Es gibt auch eine reine Liebe zum Partner. Wenn du nur überlegst, was ich selbst von der Partnerschaft habe und nur dem Partner etwas gibst in der Hoffnung er gibt dir irgendwas, dann ist das Ganze eine Krämerliebe. Es gibt Menschen, die haben das und es gibt Partnerschaften, die auf dieser Basis funktionieren. Nur reine Liebe ist es nicht. Reine Liebe bedeutet: du liebst den Partner um des Partners Willen und die Liebe an sich reicht aus. Idealerweise haben beide Partner diese Liebe und dann ist es gut. Reine Liebe bedeutet auch dem Partner Raum zu lassen und diesen nicht umerziehen wollen. Beim Verlieben werden erst einmal größere Gemeinsamkeiten gesehen als vorher da waren. Außerdem wird man sich im Balztanz versuchen auf den anderen mehr einzustimmen. Danach hofft man, dass man wieder sich selbst sein kann und dass der andere sich an einen anpaßt. Dann ist es mit der reinen Liebe vorbei. Und wehe der Partner entwickelt sich anders als man es gerne hätte und man es sich vorgestellt hat. Bei der reinen Liebe geht es darum seinen Partner zu unterstützen, auch in seiner persönlichen und spirituellen Entwicklung. Und diesen zudem auch loszulassen. Das sind verschiedene Formen von reiner Liebe.
https://wiki.yoga-vidya.de/Reine_Liebe
Wikipedia meint: "An keiner Stelle findet sich im Neuen Testament eine Geringschätzung der Philia gegenüber der Agape."
Ich wundere mich über diese Aussage. Dem NT entnehme ich eine Höhergewichtung von Agapeliebe, wie sie soweit ich sehe auch ähnlich in Yogalehren gemacht wird.
Auf den Sünder herabzuschauen ist auch .. Sünde. Ein Überheblichkeit, auf die Christus hinweist: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein".
Christus selbst hat Bewertungen angestellt, gewichtet, als ungut gekennzeichnet. Auch aus Agapeliebe wiird soetwas getan. Dennoch wünscht Agapeliebe dem anderen Gutes und versucht genau dies dem anderen vielleicht durch solche mitgeteilte Gewichtungen besser zu eröffnen. Wenn "Demut" der Wahrhaftigkeit entspräche, denn entspräche "Hochmut" unwahrhaftigen Selbsteinschätzungen. Nicht sehen, was ist (auch wenn es herausfordernd, in mancher Hinsicht unbequem wäre - einschließlich der Erkenntnis, daß der eigene innere Zustand lichter ist als der eines anderen), sondern sich Verzerrtheit hingeben.
oTp
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Re: Omkarananda

Beitrag von oTp »

Wenn jemand in der Lage wäre diese Liebe, die er zu seinem Kind spürt, als Grundempfindung zu anderen zu fühlen, dann ist es wirklich eine reine Liebe.
Denke ich mir auch, und ebenfalls bei der Partnerliebe.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Johncom
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Re: Omkarananda

Beitrag von Johncom »

Jakobgutbewohner hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 06:19
Johncom hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 15:35Es ist nun mal Liebe.
Oder du fasst da Verschiedenes in einem Begriff zusammen.

Wenn du verschiedenes sehen willst, dass dann ist das so. Der Intellekt brauch Verschiedenes, sonst hätte er nichts zu tun.
Auf den Sünder herabzuschauen ist auch .. Sünde. Ein Überheblichkeit, auf die Christus hinweist: "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein".
Christus selbst hat Bewertungen angestellt, gewichtet, als ungut gekennzeichnet.
Die Heuchler usw .. die Pharisäer, die anderen Himmelreich verschliessen.
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