Also 1) tickst du anderes, 2) bist du froh .... dann ist doch gut. Du brauchst keine, wie du meinst, komplizierten Erklärungen.
Johncom, ich brauche keine Erklärungen von etwas, was Menschen sowieso nicht begreifen können.
Der Guru wird im Idealfall wissen, was seine Schüler brauchen und ob "okkulte" Informationen förderlich sind, das ist auch unter Christen umstritten. Und die himmlisch Gegenwart hier im Erdenleben zu erkennen, daran sollte der Schüler arbeiten. .. und hat Jesus eigentlich über himmlische Welten gesprochen?
Na bitte, du gehst davon aus, wie bei Reinkarnations-Anhängern üblich, dass die Gurus alles wissen, und sprichst abwertend von angeblichen okkulten Informationen. Das ist nach meinem Verständnis aber nicht so. Unter Gurus herrscht ein deutlicher Mangel dessen, was Nahtoderlebnisse und die Erlebnisse von Sundar Singh betrifft. Statt dessen schwelgen sie darin, die absolute Einheit mit Gott zu erklären und wortreich zu beschreiben. Damit sind sie ganz oben beim Beschreibungsversuch des Unerklärbaren.
Und ist das wirklich wichtig ?
Sie erklären, wie man zum Genuss des befreienden Einheitserlebnis kommen kann.
Das ist jedenfalls okkult. Nicht okkult ist es, Liebe zu leben, das bringt Befreiung nach dem Tod, so wie es nach den göttlichen Regeln nun mal ist. Das bringt Befreiung von Schuld. Dazu ist kein okkultes Wissen nötig. Und warum sollte Jesus näher den Himmel erklärt haben ? Damit wäre er auf völliges Unverständnis gestoßen. Und das Erleben der gewaltigen himmlischen Liebe und Verbundenheit ist ja nicht gelebte Liebe. Es ist nur die intensive Berührung mit der himmlischen Liebe.
Wie man an Nahtoderlebnissen merkt, muß ein solches Erlebnis verarbeitet werden und braucht lange, bis man es integriert, innerlich verarbeitet und verwirklicht hat.
Das Erleuchtungsstreben des Guru halte ich maßlos übertrieben. Trotzdem das Ziel so hoch ist, ist das Erlebnis möglicherweise alles und nichts. Diffus alles, aber man erlebt noch nicht mal die konkrete Wirklichkeiten der himmlischen Welten.
Achte mal auf die Kritik des "Sehenden" Sundar Singh an den Wegen der Yogies.
Der Gedanke des "Ich bin Gott", aufgenommen aus der östlichen Weisheit wird meiner Meinung nach eben völlig überbewertet. Und muss herhalten dafür, dass man angeblich alles begriffen hat.
Wie gesagt, das glaube ich nicht. Es gibt da einige Widersprüche und Kritikpunkte, die die meisten anscheinend völlig übersehen wollen.
Genauso okkult wie Übungen zum Zweck der Erleuchtung wären Übungen um fähig zu Astralreisen zu werden. Beides kann man allerdings, ohne von den Gefahren dieser okkulter Betätigungen Schaden zu erleiden. Jedenfalls in gewissem Rahmen, Aber man sollte unbedingt berücksichtigen, dass man dabei möglicherweise massive psychische Schäden sich einhandeln kann. Damit hat christliche Erfahrungswissen schon recht.
Und die Erleuchtungsgläubigen meinen oft, alles zu wissen und mehr und besser als die Christen.
Dabei ist es wie einfache Formel, denn alles predigen, die höchste Einheit, aber nicht ausreichend differenzieren können. Die Essenz ist nun mal schlicht und einfach gelebte Liebe. Und die "psychotherapeutische" Ausarbeitung der Inder, wie man Erleuchtung erlangt, massiv umfangreich.
Natürlich zeigt das Christentum Unfähigkeit darin, Erleuchtungserlebnisse und Nahtoderlebnisse zu integrieren. Da sagen forschende Menschen: Da ist doch mehr.
Und es gibt Konflike mit Gut und Böse. Die Vorstellung "Ich bin Gott" lässt diesen Konflikt vergessen, verwässert ihn. Man fokussiert Gottgleichheit und die Bezahlung der Verfehlungen mit zwar zahlreichen Wiedergeburten aber meint, es wird alles gut und träumt davon, erleuchtet zu werden in diesem Leben und deshalb keine Reinkarnationen mehr nötig zu haben. Und meinen sogar, alles unter ihrer Kontrolle zu haben. Das ist jedenfalls ein höherer Einbildungslevel als das von Christen.
Die Esoteriker, die sich einbilden, über dem Christentum zu stehen, sind wie Sundar Singh, der das Christentum verabscheue. Bis es ihm zur erlebten Wahrheit wurde. Das scheint den Reinkarnationsgläubigen aber nicht genug zu sein. Ihre Wahrheit ist viel höher, als nur den Himmel zu erleben.

Dabei kommen auch Sie im günstigen Fall nach dem Tod irgendwo dahin.
Ein kleines Nahtoderlebnis würde ihnen schon "wirkliches" Leben vermitteln.. Und dabei kann man eben meist auch Einblicke in Himmelsregionen bekommen. Oder man hat statt dessen ein alles aber nichts Erleuchtungserlebnis. Dabei wird einem alles klar, man weiß aber nichts, auch nicht über das Leben im Himmel. Was ist das denn für eine Art Überblick ? Es ist in erster Linie entgrenzend und völlig überwältigend. Und wiederum begrenzt der menschliche Verstand dieses Erlebnis.