Heilig, heilig, heilig

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ProfDrVonUndZu
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 13:56 Ein solcher Satz ist kein verbindlicher Massstab, und auch das Gewissen nicht
Nicht der Satz ist verbindlich, es ist ein Hinweis auf Verbindlichkeit.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 13:56Verbindlich sind die Weisungen des alleinen Gottes, ob individuelle, wie auch kollektive.
Ja, für Juden gelten bestimmte Speisegebote. Die können aber nicht für Leute am anderen Ende der Welt, wo andere Lebensbedingungen herrschen, gleichermaßen gelten.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 13:56 Das musst du dich fragen? Wie oft zieht man den Namen des Ewigen in den Dreck, deutet ihn eine Trinität?
Was schadet es ihm ?
Hiob 35,5 Siehe zum Himmel empor und betrachte ihn und schau die Wolken an, die höher sind als du!
6 Wenn du sündigst, was tust du ihm zuleide? Und sind deiner Missetaten viele, was schadest du ihm?
7 Bist du aber gerecht, was gibst du ihm, und was empfängt er von deiner Hand?
8 Aber ein Mensch wie du leidet unter deiner Sünde, und den Menschenkindern nützt deine Gerechtigkeit.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 13:56 Tja, dann wären wir wohl alle auf der Stelle Tod. Gott will nicht neutralisieren, sondern dass der Mensch von sich aus umkehrt.
Und in wie fern soll sich das am Essen und Trinken entscheiden ?
Zuletzt geändert von ProfDrVonUndZu am Mo 23. Mär 2026, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:23 Wie muss man dann:
"Geheiligt werde dein Name"--
sehen?
Gottes Name wird dadurch „geheiligt“, indem man seinen Namen (und dies im ursprünglichen Sinn und Umfang, wie es in der Tenach vermittelt wird), im eigenen Leben umsetzt, also das befolgt, was ER selbst geboten hatte.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:41
Larson hat geschrieben: ↑23.03.2026, 13:56
Das musst du dich fragen? Wie oft zieht man den Namen des Ewigen in den Dreck, deutet ihn eine Trinität?
Was schadet es ihm ?
Gott schadet es nicht, aber dem Menschen.

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:41 Und in wie fern soll sich das am Essen und Trinken entscheiden ?
Verstehe die Frage nicht, auf meine Bemerkung auf deine vorherige Frage, dass das Heilige alles überstrahlen soll.

Dass die Gebote Gottes im Bund mit Israel nicht allgemeingültig für die Nationen sind (sofern es nicht um moralische und ethische Weisungen handelt, welche durchwegs als Massstab Gottes betrachtet werden können, was Gut oder Schlecht in den Augen Gottes ist) ist selbstredend.
Und wenn die Heidenchristen meinten, „jüdisch“ sein zu wollen, könnte man dieses Problem auch anders angehen, aber dann fällt auch die Heilslehre zusammen.
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Helmuth
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Helmuth »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 10:27 Was ist dort die Urbedeutung dessen, was wir "heilig" nennen? (Habe ich was versäumt?)
Es haben sich in der Zwischenzeit einige zu Wort gemeldet und m.E. recht brauchbare Dinge gesagt. Die Wortwurzel "k-d-sh" wäre in seiner Grundform ein gewöhnliches Pa'al Verb mit der Bedeutung "absondern" bzw. "trennen". Daraus können weitere hebr. Verbalformen (jemand heiligen, sich selbst heiligen), Adjektive (heilig) oder Nomen (der Heilige bzw. Geheiligte) gebildet werden.

Es beinhaltet zunächst keine moralische Komponente, sondern meint was es funktionell sagt. Ich sortiere etwas aus einer Menge heraus, um es einem gesonderten Zweck zu widmen.

In der Weise wurde es auch für Tempelprostituierte, weiblich wie männlich, gebraucht, Man war "ein/e Geweihte/r", also kein/e gewöhliche/r Hure/r, die/der sich lediglich für Geld verkauft, sondern man war für eine Gottheit geheiligt. Dass das aus unserer Sicht Hurerei und Götzendienst ist, tut rein begrifflich nichts zur Sache.

Zu einer geistlichen Angelegenheit wird es, wenn Gott derjenige ist, der etwas aus einer Menge abtrennt, um es einem gesonderten Zweck zu widmen.

Dann wird aus einer von ihm abgesonderten Volksmenge ein heiliges Volk. Oder wenn man im AT aus der Herde der Tiere eines ausgesondert hatte, um es Gott zu opfern, dann war dieses Tier geheiligt und durfte nicht mehr für andere Zwecke (als für Gott) verwendet werden.

Es sagt dabei noch nichts über den Zustand der Auswahl aus, sondern nur, dass etwas dem gewöhnlichen Gebrauch entzogen worden ist, sei es Mensch, Tier oder eine Sache. In weiterer Folge will Gott, das auch wir Menschen uns (für Gott) heiligen.

Es muss dabei alles freiwillig erfolgen, eine Zwangsheiligung gibt es nicht und hätte auch keine Sinn, da daraus keine Gemeinschaft in Liebe entstehen kann, sondern wäre ein Sklavenverhätlnis. Jesus heiligte sich so für Gott, dass er (freiwillig) sterben musste, um Gottes Erlösungswerk zu vollbringen:
Joh 10,17-18 hat geschrieben: Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst.
Jesus macht das aber nicht für den Vater alleine oder für sich, sondern wiederum für uns:
Joh 17,19 hat geschrieben: Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.
Reicht dir diese Ausführung, oder gibt es noch Fragen? Übrigens liefert dir das heute auch schon die KI.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 23. Mär 2026, 17:04, insgesamt 2-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:56 Jesus heiligte sich so für Gott, dass er (freiwillig) sterben musste, um Gottes Erlösungswerk zu vollbringen:
Sind wir nun im NT, oder der chr. Theologie, dass du die Sachen vermischt, welche aber keinen Bezug zur Tenach haben? Denn da wird von keinem Erlösungswerk geschrieben.

Und man kann sich nicht für andere „heiligen“, man kann anderen höchstens auf ihrem Weg dazu behilflich sein.
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:52 Verstehe die Frage nicht, auf meine Bemerkung auf deine vorherige Frage, dass das Heilige alles überstrahlen soll.
Dann beantworte mir bitte eine andere Frage. Meinst du, dass die Heiligkeit eines Menschen in Gefahr ist durch falsche Ernährung ? Also durch den Konsum von Blut, aber auch durch Schweinefleisch oder Frösche, die nach dem Gesetz Mose als unrein gelten ? Und warum steht nicht, dass diese unrein sind, sondern nur als unrein zu gelten haben ?
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:52 Dass die Gebote Gottes im Bund mit Israel nicht allgemeingültig für die Nationen sind (sofern es nicht um moralische und ethische Weisungen handelt, welche durchwegs als Massstab Gottes betrachtet werden können, was Gut oder Schlecht in den Augen Gottes ist) ist selbstredend.
Weil das eben so geschrieben steht. Aber was ist die Logik dahinter ?
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:52 Und wenn die Heidenchristen meinten, „jüdisch“ sein zu wollen, könnte man dieses Problem auch anders angehen, aber dann fällt auch die Heilslehre zusammen.
Eben, genau das sagt doch auch Paulus.
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 17:31 Dann beantworte mir bitte eine andere Frage. Meinst du, dass die Heiligkeit eines Menschen in Gefahr ist durch falsche Ernährung ?
An und für sich: Ja, sicher, falsche Ernährung macht krank.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 17:31 Also durch den Konsum von Blut, aber auch durch Schweinefleisch oder Frösche, die nach dem Gesetz Mose als unrein gelten ?
Wenn das Leben im Blut ist, ist es etwas niederträchtig, das Leben von anderen zu trinken.
Oder wenn du schon von Blut trinken sprichst, das Blut von Jesus trinken…. Ja die Diskussion hatten wir auch schon…
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 17:31 Und warum steht nicht, dass diese unrein sind, sondern nur als unrein zu gelten haben ?
Da müsste man zuerst mal nachschauen, ob dies wirklich so steht….
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 17:31 Weil das eben so geschrieben steht. Aber was ist die Logik dahinter ?
Die Weisungen an das Volk Israel, darauf bezieht sich deine Bemerkungen. Willst du dem Ewigen „Unlogik“ vorwerfen, wenn Er Weisungen gibt? Aber die chr. Heilslehre wäre dann die Logik, dass Gott ein Menschenopfer brauchen würde…
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:04 Dort steht das Wort וְנִקְדַּ֖שׁ (wᵉNiqdasch: Konjunktion (und); nifal (passiv oder reflexiv) 3.p,m,sg): קָדַשׁ (qādasch) heiligen
Mir geht es um den Unterschied zwischen "heilig" und "geheiligt". In meiner Übersetzung wird hier streng getrennt. Mir scheint, dass "heilig" den zustand und "geheiligt" die Handlung beschreibt, die dazu führt, dass etwas "heilig" ist. Beispielsatz: "Du wurdest geheiligt von Gott und bist deshalb jetzt heilig". - Aber ich bin nicht sicher.
Helmuth hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:56 Ich sortiere etwas aus einer Menge heraus, um es einem gesonderten Zweck zu widmen.
Das aus der Menge Heraus-Sortierte würde von Gott geheiligt werden und ist deshalb heilig?
Magdalena61 hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:23 "...von der Sünde abgesondert und für Gottes Verwendung reserviert"
Das ginge in die Richtung, wie ich es verstehe. - Ein Geheiligter wäre doch damit heilig, oder? --- Können auch Gegenstände heilig sein?
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 19:32
Larson hat geschrieben: ↑23.03.2026, 15:04
Dort steht das Wort וְנִקְדַּ֖שׁ (wᵉNiqdasch: Konjunktion (und); nifal (passiv oder reflexiv) 3.p,m,sg): קָדַשׁ (qādasch) heiligen
Mir geht es um den Unterschied zwischen "heilig" und "geheiligt". In meiner Übersetzung wird hier streng getrennt. Mir scheint, dass "heilig" den zustand und "geheiligt" die Handlung beschreibt, die dazu führt, dass etwas "heilig" ist. Beispielsatz: "Du wurdest geheiligt von Gott und bist deshalb jetzt heilig". - Aber ich bin nicht sicher.

Etwas, was geheiligt wurde, ist danach heilig (solange es dann auch diesem Zwecke dient)
Ist ein Mensch geheiligt, so lebt er in den Weisungen Gottes, nach Seinem Willen.
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:42 An und für sich: Ja, sicher, falsche Ernährung macht krank.
Ja, z.B. Knollenblätterpilze. Aber die sind nicht unrein nach dem Gesetz Mose.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:42 Wenn das Leben im Blut ist, ist es etwas niederträchtig, das Leben von anderen zu trinken.
Aber das Blut nicht zu trinken, sondern nur das Fleisch zu essen und dass der Hohepriester sich mit dem Blut vollschmieren muss, soll anständig sein ?
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:42 Da müsste man zuerst mal nachschauen, ob dies wirklich so steht….
Da steht immer "es ist unrein für euch" oder "es soll unrein für euch sein".
Es ist also demnach nichts an sich selbst unrein, sondern nur in Bezug auf irgendeine Wechselwirkung und in Bezug zu irgendwas.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:42 Die Weisungen an das Volk Israel, darauf bezieht sich deine Bemerkungen. Willst du dem Ewigen „Unlogik“ vorwerfen, wenn Er Weisungen gibt?
Es geht darum, dass sich die Logik erschließen muss. Ich sage ganz sicher nicht, dass da keine wäre. Aber sie könnte eben auch ganz anders geartet sein. Wenn das nicht ansatzweise erklärt wird, bleibt diese Möglichkeit offen, obwohl "alles könnte auch ganz anders sein" ansonsten kein Argument ist.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:42Aber die chr. Heilslehre wäre dann die Logik, dass Gott ein Menschenopfer brauchen würde…
Davon habe ich mich ja schon an anderer Stelle distanziert.
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