Hiob hat geschrieben: ↑Do 16. Jun 2022, 18:25
Oleander hat geschrieben: ↑Mi 21. Apr 2021, 11:02
Was versteht ihr unter: Sich selbst verleugnen?
Die Gott-Orientierung über die Ich-Orientierung stellen.
Genau, so sehe ich das auch. Bis dahin gehen wir d’accord.
Hiob hat geschrieben: ↑Do 16. Jun 2022, 18:25
"Verleugnung" ist ein schlechtes Wort, weil es im Deutschen eine negative Konnotation hat. - "Die Gott-Orientierung über die Ich-Orientierung stellen" beinhaltet, sich selbst zu lieben.
Hier kommt für mich wieder zum Vorschein, dass eigene Gedanken im Spiel sind. Wie interpretierst du dann die Definitionen von Selbsverleugnung durch Jesu Wort:
Lk 14,26-27 hat geschrieben: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.
Ich denke, man hat den Begriff Selbstverleugnung gerade aufgrund von Worten Jesu wie diesen geprägt und wir finden sie sehr wortgetreu in dieser Aussage:
Lk 9,23-24 hat geschrieben:
Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme täglich sein Kreuz auf und folge mir nach. Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.
Slebstliebe handelt m.E genau gegenteilig als Jesus hier redet. Sie versucht ihr eigenes Leben zu retten. Das war im Grunde genommen das Wesen des König Sauls. Er versuchte sein eigenes Denken und Handeln zu rechtfertigen und bettelte regelrecht darum damit anerkannt zu werden. Auf diese Weise wollte er auch sein Leben retten, nachdem Gott ihn schwer tadelte.
Das waren für mich typische Akte der Selbstliebe, die aber nicht unter Gott stehen. Die Liebe zu sich selbst darf nicht maßlos werden, sondern soll sich am Nächsten angemessen orientieren. Überlege mal, er wäre sogar bereit gewesen seinen eigenen Sohn hinrichten zu lassen. Immer wieder kommt seine eigenwillige Denkweise zum Vorschein, die Grundlage für sein Handeln wurde.
Der Prophet Samuel spielte ein Zeit lang auch mit, aber am Ende verwarf Gott König Saul endgültig aufgrund seines Eigenwillens, der sich so zum Widerwillen entwickeln hatte. Es geht nicht darum, das man eigene Gedanken hat, jeder hat sie, aber sie dürfen sich nicht wider Gottes Wort stellen. Sauls Verwerfung war sogar hart für Samuel anzunehmen, aber er wiederum stellte nie sein Wort über das des Herrn.
Hiob hat geschrieben: ↑Do 16. Jun 2022, 18:25
Oleander hat geschrieben: ↑Mi 21. Apr 2021, 11:02
Was unter: Sein Kreuz täglich auf sich nehmen?
Das, was von Gott kommt, anzunehmen, auch wenn es mit Menschenmaß nicht verstehbar ist. Siehe Buch Hiob.
Auch da gehen wir d’accord. Nur nehme ich mir nicht Hiob (das Buch) zum Vorbild, weil Gott ihm auch nichts zuvor zusagte. Das handeln wir aber nicht hier ab (wenn du willst, dann zitiere mich damit im anderen Thread, der dafür eingrichtet wurde).
Für mich steht z.B. Josef ganz oben. Verraten von seinen Brüdern, verkauft und verskalvt, doch gerade ihn nutzt Gott um mit diesem Anschlag die 11 Brüder Josefs zu retten. Aber er wusste, wie er den Traum, den er zuvor erhalten hatte, deuten soll und kannte auch die festen Zusagen an seine Vorväter Abraham, Isaak und Jakob. Und daran glaubte er.
Oder David. Er erhielt bereits als noch Knabe eine klare Zusage von Gott über sein Leben, musste dann aber jahrelang die Verfolgung durch Saul hinnehmen. Doch es kam der Tag, an dem Gott seine Zusage auch wahrmachte. David hielt immer an dem Wort Gottes fest. Gott unterstütze ihn auch durch die Propheten.
Es ist auch Abel ein Vorbild. Denn man kann sagen, er starb letztendlich für seinen Glauben, den sein Bruder nicht verkraften konnte. Und das stimmt auch mit Jesu Wort aus
Lukas 9:24 überein. Wir haben heute das Wort Jesu als gesicherte Zusage. Insofern sollte es einem Christen diesbezüglich völlig egal sein, was seinem Leben widerfährt. Gottes Wort durch Jesus Christus steht.