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Re: Sind Christen zum leiden berufen ?

Verfasst: Fr 23. Jan 2026, 16:49
von Zippo
Helmuth hat geschrieben: Fr 23. Jan 2026, 07:30
Zippo hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 17:56 Vielleicht war es falsch formuliert. Es ging mir darum, daß der von Gott berufene viel leiden muß. Davon steht einiges in der Bibel. Das kann man bei den Aposteln auch lesen. Und sie sprechen auch in den apostolischen Briefen davon, daß das Leid unausweichlich ist, wenn man dem Herrn Jesus nachfolgt.
Das stimmt, aber das Maß bestimmt der Herr. Wir können das nicht beeinflussen. Doch klingt das das leider für mich wie eine Drohbotschaft und keine Frohbotschaft, daher rate ich zur Vorsicht über Leid in der Nachfolge zu predigen. Paulus richtete solche Worte nicht an die Öffentlichkeit.
Wenn du ein laues Christenleben führst, wirst du eher weniger Probleme haben. Dann legt Satan nicht so viele Pfeile auf dich an. Eph 6,16
Die frohe Botschaft bezieht sich nicht auf das Wohlleben in dieser Welt, das ist eine Botschaft der Gnade, da geht es um Sündvergebung.
Eine Drohbotschaft ist es auch nicht, aber es wird den Jüngern nicht verheimlicht, daß die Nachfolge einen Preis hat.

Und wenn du ein lauer Christ bleibst, wie es der Gemeinde Laodizäa vorgeworfen wird, dann wirst du nach dem Tode die schreckliche Erfahrung machen, daß der Herr Jesus dich wieder ausspeit aus seinem Munde. Off 3,16-20 Solche Christen haben sicher zeitlebens keine großen Anfechtungen.

Helmuth
Zippo hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 17:56 Ist es nicht eher verwunderlich, wenn es einem Christen zu gut geht ?
Nennst du mir ein paar Beispiele? Meinst du Ami-Pastoren mit ihren Bozenautos und Villen? Dann hinterfrage, ob sie auch alles rechtens erworben haben. Wenn ja, ist es ok, wenn nicht, dann nicht. Erlaube mir zu sagen, dass ich aber auch meine den Unterton zu erkennen, der aus den Worten spricht. Erkläre aber auf biblischer Basis, dass es ein Kriterium ist, dass mit dem Glauben etwas nicht stimmt, wenn es einem Christen gut geht.
Hast du diese Amipastoren kennengelernt ? Es gab schon zu Zeiten des Johannes diese Gemeinde, die sich auf ihren irdischen Reichtum etwas eingebildet hat. Und natürlich gibt es heute ähnliche Fälle.
Es wird den Reichen schon im Gleichnis mit dem Kamel und dem Nadelöhr prophezeit, daß sie schwerlich in das Reich Gottes kommen können Mt 19,24, da kommt es nicht einmal drauf an, ob man das rechtens erworben hat. Für Gott ist doch das alles unrechter Mammon, wenn du etwas hast, was Gott dir nicht gerne zugesteht. Lk 16,1-9
Helmuth

Für mich ist gut gehen keine Sache des Geldes, sondern ein Geisteszustand gewirkt durch den Heiligen Geist. Ich kann selbst bei körperlichen Leiden Freue am Leben haben. Christen im Rollstuhl können glücklicher sein als gesunde Christen in ständiger Sorge. Jesus redet davon.
Da würde ich aber mal genauer hinschauen, ob so ein Christ im Rollstuhl glücklich ist.
Helmuth
Bei Christen ist das der Herr Jesus, der ihm auch in schweren Zeiten beisteht. Mir kommt dieses Wort in Erinnerung:
Jes 41,10-13 hat geschrieben: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. Siehe, beschämt und zuschanden sollen alle werden, die gegen dich entbrannt sind; deine Widersacher sollen wie nichts werden und umkommen. Du wirst sie suchen und nicht finden, die Männer, die mit dir streiten; wie nichts und wie Nichtigkeit sollen die Männer werden, die dich bekriegen. Denn ich, JHWH, dein Gott, ergreife deine rechte Hand, der ich zu dir spreche: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
"Fürchte dich nicht, ich helfe dir", ein lebendiges Wort Gottes, nur etwa für Israel? Nein, Jesus gibt uns auch die Verheißung.
Das Wort klingt gut, es gibt ja auch so ein Wort, daß auf alle Verheißungen in Christus ein Ja ist. 2 Kor 1,20. Trotzdem haben Christen viel gelitten. Weshalb ?

Dabei ist natürlich wichtig, daß sie wegen guter Werke leiden und nicht wegen böser Werke. 1 Petr 4,15-16 Aber auch das ist offensichtlich möglich.

Es gibt auch Ungehorsam der bestraft wird und Leid zur Folge hat. Hätten manche Christen mal auf Gottes Stimme gehört, dann wären sie im Schutz Gottes geblieben.
[Ps. 91,1-2] Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Helmuth
David hat uns sehr eindrucksvoll vorgelebt, wie er sich durch seinen Glauben bei Anfechtung im Herrn gestärkt hatte. Ich denke, er war aus dem Grund mehrzeitlich ein glücklicher Mensch.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo er mit Batseba geprüft wurde, da kam eine ganz ordentliche Wende in sein Leben. 2 Sam 12

Gruß Thomas