Muss er das dir gegenüber zugeben; bekennen?
Wozu? Das primäre Ziel ist doch, den Menschen in Kontakt mit Gott zu bringen. Wenn du gleich damit anfängst, dass "Gott ihn nicht so akzeptieren kann, wie er ist"-- wozu soll das gut sein?
Außerdem stimmt es nicht.
Gott nimmt uns an, wie wir sind, mit all unseren Fehlern und unserem Versagen-- in Christus Jesus.
Stimmt das oder hat jemand Einwände?
Natürlich sollen wir nicht so bleiben, wie wir sind. Aber zuerst muss der Kontakt mit Gott hergestellt werden.
Wenn jemand offen ist, kann man noch ein wenig mehr dazu sagen. Etwa... dass es im Reich Gottes eine Hausordnung gibt... diese sei aber o.k.--- Gott lege Wert darauf, dass die Mitglieder seines Haushalts sich fair verhalten... man möchte ja selbst auch fair behandelt werden...
"Keine Angst, Gott überfordert Sie nicht".
Weltmenschen gegenüber verwende ich auch lieber den Begriff "Fehler" anstatt "Sünde". Obwohl ich finde, "Fehler" ist inhaltlich zu schwach ... aber für das Verständnis des modernen Menschen eignet sich "Fehler" besser.
Wichtig ist es mir auch, zu betonen: Fehler passieren... einen Fehler macht man nicht absichtlich. Weil ein Fehler fast immer ärgerlich ist oder sogar Ärger bei anderen bewirkt. Manchmal sind Fehler sehr kostspielig.
Gott kann uns da übrigens helfen- wenn wir darum bitten und Ihm die Führung unseres Lebens überlassen. Mich hat Er schon oft gewarnt. Der Vorteil, den man davon hat, mit Gott zusammen zu arbeiten, ist eine effektivere Nutzung von Zeit und Energie. Der Fluch der "vergeblichen Arbeit" (Dornen und Disteln) verliert seine Kraft. Je näher man Gott ist, desto weniger wird die Verschwendung von Zeit und Geld, man ärgert sich nicht über verlorene Zeit, sondern ist überwiegend zufrieden, auch dann, wenn immer mehr Arbeit da ist, als man schaffen kann, und das nenne ich "erfolgsorientiert leben".
Es ist nicht ratsam, zu viel zu reden, nur, weil man so viel im Kopf hat, das man gerne loswerden würde. Neulinge können sich das nicht merken und fühlen sich schnell überfordert.
Vielleicht haben sie auch schon negative Erfahrungen mit Christen und Kirchen gemacht.
Deshalb empfehle ich den Leuten, auf Gott zuzugehen und Ihn zu fragen: "Wer bist du?" und "Was willst du von mir"?
Wenn es jemandem Ernst ist damit, wird Gott antworten.
Man muss wirklich nicht die halbe Bibel und das gesammelte Wissen von Jahrzehnten aufsagen.
Und diese Sprüche von Buße tun und so weiter... -- es kommt darauf an, wen ich vor mir habe und wie die Umstände sind. Ein abtrünniger Christ wird eine andere Ansage brauchen als jemand, für den der biblische Glaube absolutes Neuland ist.