Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Es ging um das Wort „Jude“
Rabbiner und Talmudgelehrte sind in der Regel Juden und identifiziren sich auch als Juden.
Mose war als Ägypter sozialisiert und rechtlich gesehen auch Ägypter und sogar Sohn der Tochter des Pharao.
Er trennte sich selber vom Haus des Pharaos und ging dann später wieder als Levit in das Volk Israel ein.
Wäre Mose später vielleicht Pharao geworden, hätte man nicht sagen können: "Da sitzt ein Jude/Israelit auf dem ägyptischen Thron."
Nicht nur, weil die juristische Verbindung zu seiner Herkunft fehlte, sondern weil es noch gar keine verbindliche Grundlage für die Identität als Israelit oder Jude gab.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Naja, im Talmud steht viel, aber dass du nun darauf zurückgreifen willst… Ablenkung?
Du warst es, der über zwei verlinkte Artikel den Talmud mit ins Spiel brachte. Wir können das gerne ganz weglassen.
Mir ging es aber um den Heiligen Geist, der auf Israel war. Die Aussage im Talmud wird vielleicht gar nicht so gemeint gewesen sein, als wäre vorher der Heilige Geist auf sämtlichen Juden gelegen. Die Propheten selbst hatten den Heiligen Geist. Vielleicht noch die guten Könige oder nicht genannte Einzelpersonen. Aber das gesamte Kollektiv als mit Heiligem Geist erfüllt, wird so nirgends in der Tenach erwähnt.
Mose beklagt sogar:
4. Mose 11,29 Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Möchte doch das ganze Volk Jehovas Propheten sein, daß Jehova seinen Geist auf sie legte!
Es war also ein Wunsch und deswegen gerade nicht Realität.
Zu unterscheiden ist auch der Heilige Geist vom Segen Gottes. Der Segen betrifft tatsächlich das Kollektiv. Erlauben sich Einzelne konsequente Fehltritte, bleibt der Segen nicht auf ihnen. Gott wird sich aber immer einen Überrest bewahren, wie auch immer er das bewerkstelligen würde und könnte.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Und wie lange ist da nun her? 2500 Jahre….
Du was ist seit dann?
Ich sagte doch bereits, dass es Fortschritte aber auch Rückschritte gab.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Das hat doch Gott nicht „nötig“, dass er für sein Gesetzgebung in die „Welt“ schaut, wie sie das so machen..
Was er nötig hat, ist gar nicht die Frage. Es geht darum, was die Menschen nötig haben, damit sie als Gemeinschaft bestehen können. Er nahm die Nachkommen Abrahams als Menschen, wie sie waren, denn anders gab es sie ja nicht.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Reflektieren, … tja, was reflektiert da der Mensch wirklich? Wie viel ist da Subjektivität drin, denn wir nehmen immer all unser Wissen und Meinung mit in diese „Spiegelung“.
Und ist dein „Spiegel“ gross genug, auf dass er alles Licht einfangen kann, und wie polarisierend ist der Spiegel, oder verschmutzt, verbogen usw…
Die Frage kannst du an alle Menschen stellen. Tust du ja auch.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Darauf machte ich schon aufmerksam, dass es dort ziemlich klar ist, dass es keine „Vergeltung“ gemeint ist.
Das habe ich schon gemerkt. Zwei verlinkte Artikel von dir, einer von Magdalena, die alle in die gleiche Richtung tönen. Im Kern überzeugen sie mich leider nicht mit ihrer Argumentation. Die darin enthaltene Kritik gegenüber einer antisemitischen Haltung, wonach das Judentum eine blutrünstige Religion sei, ist natürlich vollkommen berechtigt.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Gott gab dem Mode und Aron auch ein bisschen Verstand, wie dann was in diesem von Gott gegeben Sinn umgesetzt wird, sonst müsste die Torah 10 dicke Bände haben, mit tausenden Artikeln und Paragraphen.
Richtig, genau darum geht es.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Es ist alles „Gnade Gottes“ jeder Atemzug. Aber Gott handeln nicht „juristisch“ nach menschlichen Massstäben.
Ein juristischer Apparat wird als Kodex allgemein verbindlich und dann kann man daraus auch Ansprüche ableiten.
Hiob hatte keinerlei Ansprüche gegen Gott. Juristisch gesehen hatte er nicht mal ein Gesetz und es waren die Täter bzw. der Täter ihm nicht mal bekannt. Er sinnt nicht mal auf Vergeltung gegenüber den Sabäern und Chaldäern, die ihm vom Boten als Täter genannt wurden. Das ist merkwürdig, kann aber sicher nicht damit erklärt werden, dass die Sabäer und Chaldäer eben andere Völker waren, die ihre eigenen Gesetze hatten.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37
Es ist doch offensichtlich, dass der Volksmund da etwas anders spricht, und anders denkt.
Darum geht es mir ja die ganze Zeit. Wenn das nicht schon seit dem Auszug aus Ägypten so war, wie und wann kam es dann dazu ?
Larson hat geschrieben: ↑Mo 8. Jun 2026, 19:37Denn Paulus, der Gesetzeskundig sein sollte, hätte der Steinigung des Stephanus nicht beipflichten dürfen, er hätte Einhalt gebieten müssen, da Selbstjustiz ausserhalb des Gesetzes ist.
Was hat ihm denn die Pharisäerschule beigebracht oder versäumt beizubringen ?