Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

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ProfDrVonUndZu
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Dieses Schämen ist ein Erkennen der Verschiedenheit, ich bin "anders".
Aus 1. Mose 2,21-25 geht aber hervor, dass Adam bei der Erschaffung der Frau sich schon dieser Anderartigkeit bewusst war. Ich gehe davon aus, wir haben es hier nicht mit einem Erkennen zu tun, sondern mit einer Fehlwahrnehmung. Gott hat den Menschen vollkommen erschaffen, aber das ist nicht allein an seiner äußeren Gestalt erkennbar, sondern vor allem am Lebenswandel und den inneren Werten. Wer das nicht sieht, verkennt das, als was und wofür der Mensch erschaffen wurde.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Die Frucht der Erkenntnis war das Erwachen des Intellekts. Wörtlich übersetzt heißt das Verb intellegere :"wählen zwischen". Der Verstand, the mind, das Ego war jetzt da, und alle Religionen lehren, grob gesagt, die Überwindung des trennenden Egos im Sinne der Ich-Haftigkeit. So ist ja die Liebe zum anderen, besonders zum Fremden, der reale Schritt aus dem Egoismus heraus.
Aber der Intellekt allein kann das ja nicht bewerkstelligen.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Adam und Eva beim Geschlechtsakt? Im Paradies wird es keine Fortpflanzung gegeben haben.
Hat es laut Textbefunde ja auch nicht. Die Fähigkeit dazu wurde ihnen aber von Anfang an mitgegeben, sonst würde der Auftrag, die Erde zu füllen, ja kaum Sinn machen.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20Die übliche christliche Interpretation scheint sehr einfach gestrickt, so dass sie sich auf Gott als Herrscher (sozusagen der Landbesitzer) und auf den Gehorsam seiner Leibeigenen reduziert.
Ja, vielleicht, aber da müsstest du mir diesen Schritt nun erklären.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Die jüdische Lehre sieht, das was bei uns Sündenfall genannt wird, als einen Gottgewollten Entwicklungsschritt. Im sorglosen Paradies waren "wir" noch so wie jedes Tier das in den Tag lebt.
Diese Vorstellung gibt es auch im Christentum. Dass sie im Judentum dominiert, glaube ich nicht. Aber da müssten andere was zu sagen. Ich halte diese Vorstellung für grundlegend verkehrt aus verschiedenen Gründen. Einen davon hatte ich oben bereits angedeutet. Ein weiterer ist die positive Wahrnehmung vom sogenannten Fortschritt der Menschheit. Und dass der Mensch im Paradies einfach nur in den Tag hineinlebte bzw. gelebt hätte, halte ich auch für eine verzerrte Vorstellung. Gott gibt dem Menschen doch den Auftrag, den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren. Und wenn die Menschheit sich mehren soll, so wird sich auch der Garten mit ihnen und durch ihre Arbeit ausdehnen.

Es gibt ja inzwischen eine starke Gegenbewegung zur positiven Fortschrittserzählung der sogenannten "Neolithischen Revolution". Die Fortschrittserzählung hingegen schließt die Notwendigkeit der Überwindung von Problemen mit ein, die es vor dem Sündenfall gar nicht gegeben hat. Damit vermischt sich einerseits die grundlegende Skepsis am biblischen Schöpfungsbericht mit der gleichzeitigen Intergration desselben in die eigene Erzählung andererseits.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Wird denn unter dämonischem Wirken und Krankheit überhaupt unterschieden? Jesus heilt Krankheiten und er erlöst von Besetzung, also scheint es, er nimmt sich beiden Problemen an und die Bevölkerung damals brachte ihm entsprechende Betroffene, und kurz gefragt, sind das nicht ganz ähnliche Fälle, vielleicht ähnliche Ursachen?
Zumindest differenziert das NT hier begrifflich. Manchmal wird nicht so ganz klar, wo nun die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede liegen. Aber das liegt dann aus meiner Wahrnehmung daran, dass und ob etwas aus einer Fremdperspektive geschildert wird. Und es werden ja Symptome geschildert und keine Ursachen. Und wenn man bei der Exegese Symptome mit Ursachen verwechselt, ist der Schritt zur Ontologisierung nicht weit.
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20Ja, auch heute sind Kranke genauso wie "Verrückte" eine Belastung, da sie ausfallen als nützliche produktive Mitarbeiter, Schutz bedürfen und mitversorgt werden müssen.
Das ist natürlich nicht nur so und wird auch damals nicht nur so gewesen sein. Es kommt aber darauf an, worauf sich eine bestimmte Erzählung und Berichterstattung fokussiert. In der Regierungspolitik geht es vor allem um die Kosten, die dadurch verursacht werden und so stehen nict die Leiden der primär betroffenen Menschen im Vordergrund, sondern wer dadurch wirtschaftlich belastet wird.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Johncom
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Johncom »

Lieber Prof, jetzt hast du vieles sehr breit angeschnitten, daraus könnten mehrere Threads entstehen. Mir fällt gerade ein, man könnte ja eine Zoom-Konferenz machen mit bis zu 10 Leuten, jeder darf was sagen, muss aber höflich bleiben und sich kurz fassen.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 12:07
Johncom hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 03:20 Die Frucht der Erkenntnis war das Erwachen des Intellekts. Wörtlich übersetzt heißt das Verb intellegere :"wählen zwischen". Der Verstand, the mind, das Ego war jetzt da, und alle Religionen lehren, grob gesagt, die Überwindung des trennenden Egos im Sinne der Ich-Haftigkeit. So ist ja die Liebe zum anderen, besonders zum Fremden, der reale Schritt aus dem Egoismus heraus.
Aber der Intellekt allein kann das ja nicht bewerkstelligen.
Ich sehe auch nichts zu bewerkstelligen, eher zum bewusst werden. Wieder Gottes Sohn werden. Der Intellekt kann manches, aber nicht viel. Im NT sind die Schriftgelehrten am ehesten die Intellektuellen, also die Oberschlauen. Aber keine Schrift lebt. Außer man erfüllt sie mit eigener Lebenskraft ... so etwa als Gedanken-Götzen, dann lebt sie auf. Also nicht gegen Schriften, aber Jesus selbst gab nie einen Hinweis auf eine Schrift, in der seine Lehre enthalten sein wird. Wie und wo lebt Jesus weiter? Im Heiligem und im Geistigen. Oder was meinst du?
Zumindest differenziert das NT hier begrifflich. Manchmal wird nicht so ganz klar, wo nun die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede liegen. Aber das liegt dann aus meiner Wahrnehmung daran, dass und ob etwas aus einer Fremdperspektive geschildert wird.
Zumindest sind diese Krankheiten auch heute bekannt und sichtbar, die Schulmedizin gibt detaillierte Begründungen, aber kaum Zusammenhänge mit geistiger Ursache, seien es sündhafte Vergangenheit oder Dämonen. Über das rein Begriffliche würde ich aber hinausgehen. Was heißt es noch, was bedeutet blind sein, taub sein, gelähmt.Oder "aussätzig". Und was ist heilen? Im deutschen und englischen ist heil oder whole auch "das Ganze", also das, was getrennt war, ist wieder zusammengefügt.

Wenn das NT als eine einzige Wundergeschichte gesehen wird mit dem Gottessohn als "Retter", dann wird die Aufforderung zur realen Nachfolge ignoriert. Die Apostel sollten all das tun, was sie von ihm gelernt haben. Ich meine, Nachfolge kann heißen, den Christus in das eigene Wesen einzuladen und selber darin wachsen, das Destruktive, was krank macht zu erkennen und zu erlösen.
oTp
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Johncom hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 01:40 umindest sind diese Krankheiten auch heute bekannt und sichtbar, die Schulmedizin gibt detaillierte Begründungen, aber kaum Zusammenhänge mit geistiger Ursache, seien es sündhafte Vergangenheit oder Dämonen.
Nicht nur Koch zeigt die Zusammenhänge auf, weswegen es zu einer dämonischen Einwirkung kommen kann. Es ist christliche "Erfahrungstatsache" oder vorsichtiger formuliert, aus Erfahrung gewonnene Erkenntnis.

Für welche, die sich trauen, und sich die Zeit nehmen, mal Zusammenhänge durchlesen
https://horst-koch.de/besessenheit-exorzismus-dr-koch/

Jedenfalls zählen Spiritismus und Zauberei zu den Ursachen und persönliche Sündhaftigkeit. Wobei meistens Sünde noch keinen Dämon dazu befähigt, besessen zu machen.
Ich würde auch aufpassen sich "spirituell" zu öffnen, weil das niedere Geister Zugang ermöglichen kann.

Diese Zusammenhänge können natürlich von Atheisten kaum identifiziert werden.
Es geht ja auch um die Psyche des Menschen. Und geistige Wesen, die ebenfalls nicht erlebt werden können. Man sieht ja nur, dass sich ein besessener Mensch abnorm verhält, krankhaft, und das ordnet die Psychologie dann anhand ihres Kataloges von Symptomen einer Krankheit zu.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Johncom
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 09:41 Ich würde auch aufpassen sich "spirituell" zu öffnen ..
Ein Problem gerade in der europäischen Religionsgeschichte. Zunächst hatte die römische Kirche damit zu tun, die heidnische Tradition zu verdrängen, man kann auch sagen auszurotten. Dann kam, grob gesagt, die Reformation als Alternative zur römischen Frömmigkeit. Man wurde rational und Gesetzestreu, der Buchstabe wurde zur Macht, die Vernunft ... und schon alles Fühlen war sündig. Alles singen und tanzen, das gehört sich nicht. Lust kommt vom Teufel usw ..
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Bei dir rede ich sowieso vergeblich vom
Unterschied esoterischer Öffnung im Gegensatz zur Öffnung zu Gott hin. Für dich besteht da wohl kein Unterschied.
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