Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft
Ehe & Familie, Partnerschaft & Sexualität, Abtreibung, Homosexualität
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19631
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 20:13 Ich denke nicht, dass hier Jesus solches meint, sondern eher auf das
- lose Maul,
- üble Nachrede,
- schlecht reden über andere,
- falsches Zeugnis über andere geben (Falsch, Verleumdung ist alles, was man vom meint, vom anderen wissen zu wollen, aber es nicht weiss, sondern willkürlich den anderen so einschätzt…! Oder auch schon nur etwas Negatives zu sagen, auch wenn es stimmt, darzulegen, um den andern vor anderen schlecht zu machen (Beweggrund)) usw.

zielt.
Du hast es erfasst und Jesu Wort kann daher nur in dem Kontext stehen. Das war allerdings schon seit Beginn des Threads klar, denn der Thread steht im Zeichen der selbstkrtischen Betrachtung und sollte weniger der theologischen Erörtertung dienen.

Aber danke dennoch für die Klarstellung. Vielleicht wissen es einige immer nicht nicht und meinen ihre Sicht sei schon richtig. Sich selbst zu richten ist hingegen durchaus erlaubt, am besten vom Herrn, wie du ein Beispiel Davids gezeigt hast.

Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Ziska
Beiträge: 6210
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Ziska »

Jedenfalls ist es nicht im Sinne Gottes, wenn man einer bestimmten Person ins Gesicht schleudert:
„Du wirst in der Hölle schmoren!“
„Du wirst für immer und ewig vernichtet!“
„Du wirst für immer aus dem Dasein ausgelöscht!“

:denken2:

So zu urteilen steht niemand zu!

Jesus gab den Auftrag die gute Botschaft vom Königreich Gottes zu predigen.
Jeder, der zuhört, entscheidet selbst, ob er unter Gottes Regierung möchte.
Oder eben nicht…

Auch wer sich erst dagegen entscheidet, hat immer noch die Möglichkeit seine Entscheidung zu revidieren.

Jesus Prophezeiung aus Matthäus 24:14 hat sich übrigens weltweit erfüllt!

Wie Gott im weltweiten Krieg von Armageddon über jeden Einzelnen urteilt, geht uns absolut nichts an!
Eins ist sicher! Gott richtet in Gerechtigkeit.
Liebe Grüße von Ziska

Identifizieren die messianischen Prophezeiungen Jesus als den Messias?

Ist es möglich, dass sich die messianischen Prophezeiungen an mehr als einer Person erfüllen?

Antwort per PN!
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5379
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 12:33
Zippo hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 11:49 Willst du nicht au immer erhaben wirken und alles besser wissen, wie andere ?
Das könnte dein Eindruck sein. Und falls du es auch glaubst, richtest du damit nicht? Das ist, was ich hier kritisch unter die Lupe nehme, dass wir unentweget anderen etwas unterstellen, ein Übel, das sich der Mensch kaum abgewöhnt.
Es ist eher eine Beobachtung, vielleicht auch ein Urteil, mit dem bewerten dieser Beobachtung wäre es auch ein Richterspruch. Daumen hoch oder Daumen runter.
Ich habe darüber nachgedacht, daß das richten auch im biblischen Sinne gar nicht verkehrt ist. Es wird erst verkehrt, wenn ich den sogenannten Balken im Auge habe, also z. Bsp. unwissend richte, ohne genaues zu wissen. Oder wenn meine Motivation nicht stimmt oder ich mich selbst in die Kritik nicht mit einbeziehe usw. Dann spricht der Herr Jesus von einem Balken im Auge.
Helmuth

Gut aber, dass du es als Frage stellst, denn damit lässt du offen, wie du es wirklich so meinst. Ich unterstelle mal gar nichts, sondern antworte ohne Vorbehalt: Nein, das will ich nicht. Ich will die Dinge um der Wahrheit willen verstehen, nicht aber um damit besser als andere zu sein.

Ich tue es aber womöglich unbewusst und das möge Gott aufdecken. Von Menschen lasse ich mir in der Hinischt aber nicht mehr so viel aufschwatzen, die ihre eigenen Balken nicht erkennen. Soweit kann man das schon beurteilen. Es hängt damit zusammen, dass man ein wenig die Geister unterscheiden kann. Ein aufrechtes Bemühen bleibt auch nicht verborgen.
Sprich ruhig auch, was du bei mir beobachtest, mir fällt dazu auch ein Ausspruch Salomos ein.
[ Spr 27,5] Besser offener Tadel als Liebe, die im verborgenen bleibt.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 11:49 Was sagt dir der Heilige Geist denn da ?
Hast du es noch nicht verstanden? Na das sagt der Heilige Geist: "Richtet nicht!" Das Wort ist an uns gerichtet, nicht dass wir es jedem entgegenwerfen: "Hey du, du sollst nicht richten!" Denn schon das ist erst wieder ein Richten. Und ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt. Nun, so kann man sich irren. ;)
So verstehe ich das gar nicht, ich glaube es geht mehr um die Art und Weise, wie wir richten.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19631
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 11:29 Ich habe darüber nachgedacht, daß das richten auch im biblischen Sinne gar nicht verkehrt ist. Es wird erst verkehrt, wenn ich den sogenannten Balken im Auge habe, also z. Bsp. unwissend richte, ohne genaues zu wissen.
Gerade so hast du kein Anrecht andere zurechzuweisen. Das ist ja die Aussage. Ich denke du liest Jesu Wort nicht genau. Es geht nicht darum, dass du meinen Splitter nicht sehen könntest. Jesus sagt: "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders." Du siehst ihn also. Es fallen dir meine Fehler auf und mir auch deine.

Doch wenn du jetzt anfängst mich zu richten, oder wenn ich anfange dich zu richten, dann ist das falsch, denn Jesus sagt weiter: "Den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr." Und so fällt man unter Jesu Urteil: "Du Heuchler ..."

Jesus richtet also auch, wenn er uns Heuchler nennt, aber er hat eben im Gegensatz zu uns keinen Balken, ja nicht einmal einen Splitter im Auge. Wenn er uns richtet, ist es auch gerecht. Doch wenn wir uns selbst richten würden, dann ersparen wir uns sein Gericht, das über Heuchler ergehen müsste.

Warum richtest du nicht zuerst dich selbst? Wie sähe das bei dir aus? Oder erkennst du weiter deinen Balken nicht? Der erste Schritt wäre die Bewusstmachung. Ansonsten wird man seinen Balken nie los. Und was ich hernach gesagt habe, kommt nicht einmal in die weitere Überlegung.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Antworten