David und der Krieg

Themen des alten Testaments
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

Lena hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 19:16 Da dachte er doch an Jesus, den wahren ewigen Tempel.
Das war eine ganz klare Verheißung auf den Neuen Bund und das Reich Gottes.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hoger
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 16:12 Die Philister ziehen gegen Israel in den Krieg. Goliath tritt hervor und verdreht die Tatsachen, in dem er sagt: „Warum zieht ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen?"
Er ist ein mächtiger Krieger und niemand traut sich, es im Zweikampf mit ihm aufzunehmen.

Nun kommt David, ein junger Hirte, in das israelische Heerlager, um seine Brüder mit Lebensmittel zu versorgen und bekommt das ganze Theater mit. Er wollte nicht zulassen, dass Goliath die Schlachtenreihen Israels beschimpft, in dem er sie beschuldigt, sich in Schlachtordnung aufgestellt zu haben.

David passte in keine Rüstung. Sie war zu schwer. So nahm er seine Schleuder und fünf glatte Steine. Er fürchtete Goliaths aggressive Worte nicht, sondern antwortete nicht weniger aggressiv. Dann griff er Goliath voller gottvertauen an und besiegte ihn.

Ich lerne daraus, dass David in seinem Handeln, Israel zu verteidigen, gerechtfertigt war. Auch unter der Regierung Sauls. Und hier hatten wir es mit einem übermächtigen Gegner zu tun, dem der kleine und mutige David nur eine Steinschleuder entgegen zu setzen hatte.

Interessant finde ich, dass sich der Aggressor zum Opfer gemacht hat. Die Israeliten wurden als Bedrohung empfunden, gegen die man sich nur wehren wollte.

Gott antwortete durch David mit einem glatten Stein.
Hmh - also rein geschichtlich ist die Geschichte eher in dem Bereich "Gott vergibt auch dem Sünder" zu suchen.
Denn dass nicht die Heere, sondern die starken Einzelkämpfer eine Schlacht entschieden haben, ist geschichtlich für die Seevölker (und dazu gehörten die Philister) nachgewiesen.
Das, was David macht - anstatt im Einzelkampf den Stärkeren zu besiegen - mit einer Schleuder aus der Ferne = ist nach damaligem Verständnis unehrenhaft. Und wenn man sich die Kämpfe Davids und seiner Streiter anschaut, tut er sich später ja durch den Einzelkampf hervor.

Gott hat die unehrenhafte Tat zugelassen, so wie den Ehebruch Davids aus dem letztendlich der Thronfolger hervorging. Warum weiß nur Gott - aber das was David da anstellte ist nichts großartiges gewesen - sondern ein feiger Mord aus der Ferne = den Gott geduldet hat
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 20:25 Gott hat die unehrenhafte Tat zugelassen, so wie den Ehebruch Davids aus dem letztendlich der Thronfolger hervorging.
:( What?
Der Thronfolger ging nicht aus dem Ehebruch hervor, das wäre eine zu eng verknüpfte Geschichtsauffassung. Die Sache war abgeschlossen und vergeben, der Sohn des Ehebruches starb noch bevor er beschnitten wurde, namenlos.
Salomo hingegen war der Sohn der Ehefrau Davids.
Und die Schleuder war auch nicht unehrenhaft, sondern extravagant. Die Waffen waren nicht vorgegeben, sondern dem anderen den Kopf abzuschlagen, das war das Ziel. Üblicherweise galt als Kontra auf einen schwertbewehrten Hühnen ein ebensolches Vorgehen, David machte es eben anders. Pfeil und Bogen oder Speer (auch alles Distanzwaffen) wären auch nicht ehrenrührig gewesen.
Ganz typisch ist, daß niemand mit dem Eingreifen Gottes in der Form rechnet, wie es kommt (Davids Schleuderstein), das Überraschungsmoment war also auf Gottes Seite, wie üblich. Und die Philister erkannten in dieser unheimlichen Begebenheit, daß sie chancenlos waren.
Der Schleuderstein war ein Wunder, denn Davids militärische Chancen standen höchstens 1:3. Nachladen wäre nicht gegangen, der Pilister hatte mehrer Waffen und war schnell und eindeutig kräftiger. Bei 3,2m Körperhöhe und gewiß 200kg zzgl. der Panzerung und Helm, hätte er sich einfach auf David fallenlassen können und, der Kampf wäre entschieden gewesen.
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Hoger
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 21:44 das wäre eine zu eng verknüpfte Geschichtsauffassung
Mag sein - aber eigentlich war sie ja verheiratet gewesen - Gott nutzt halt alles (wie geschrieben) aber dennoch ist eine Hirtenschleuder keine Waffe und bei einem Einzelkampf der stärksten Kampfhähne zweier gegnerischen Gruppen, waren Distanzwaffen unehrenhaft. Bogen und Schleuder.
Gott hat es benutzt - klar. Aber dennoch war es in der damaligen Wahrnehmung unehrenhaft
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 22:43 Mag sein - aber eigentlich war sie ja verheiratet gewesen -
Bathseba war die Frau Urias, das wird auch später immer weider betont, damit es nicht in Vergessenheit gerät. David hat Uria ermordert, nachdem er dessen Ehe gebrochen hatte. Nun aber war Bathseba Witwe, David heiratete sie, und sie gebar einen ehelichen Sohn, der aber unehelich gezeugt worden war. Der starb am 7. Tag.
Gott nutzt halt alles (wie geschrieben) aber dennoch ist eine Hirtenschleuder keine Waffe und bei einem Einzelkampf der stärksten Kampfhähne zweier gegnerischen Gruppen, waren Distanzwaffen unehrenhaft. Bogen und Schleuder.
Gott hat es benutzt - klar. Aber dennoch war es in der damaligen Wahrnehmung unehrenhaft
Woher weißt Du das denn? Zeitzeugnisse belegen das doch gar nicht.

Goliath war eine Kampfmaschine, die mit keiner Waffe zu überwältigen war. Was da vorliegt ist kein Kampf, sondern Gericht Gottes durch ein Wunder Gottes (der Treffer war ein Wunder) und das durch die Hand Davids.
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Lena hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 19:16 Gott sagte David, dass Gott selbst ein Haus bauen würde, ein ewiges.
Da dachte er doch an Jesus, den wahren ewigen Tempel.
Wenn wir nur die Worte Nathans als Gottes Wort nehmen, denn Nathan zitiert Gott, David aber paraphrasiert Gottes Worte nur, dann ergibt sich tatsächlich dieses Bild. Dann könnte Gott hier von Jesus statt von Salomo reden.

Die anderen Passagen lassen nicht die Prophetenworte Nathans zeigen. Was David sagt, entspricht nicht exakt dem Inhalt der Rede Gottes an Nathan. Dass David eine eigene Offenbarung hatte, sagt uns der Autor des Textes nicht. Möglicherweise ist damit von Schreiber dann angedeutet, dass David nur labert und Nathans Worte eigenmächtig auslegte. Der Gedanke daran mag schwierig erscheinen, aber unter Einbezug der göttlichen Inspiration wäre so eine Auslegung im Rahmen.

Den Gedanken daran sollte man mindestens mal zulassen und in Erwägung ziehen. Vor allem dann, wenn wir berücksichtigen, wie Salomo gezeugt wurde.
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 19:44 Wie auch immer; mir kam es darauf an herauszustellen, daß David nicht unrein oder sündig war, und daß die Kriege die er geführt haben nichts anrüchiges hatten, also es keine "Strafe" oder Peinlichkeit war, daß er den Tempel nicht bauen sollte/durfte.
Es war Davids Wunsch, aber ihm wurde der Wunsch verwehrt. Das er seinem Sohn aber alles schon bereitstellte, könnte man schon als Spitzfindigkeit verstehen. Vielleicht war ihm aber auch gar nicht so sehr wichtig, dass er das Haus da hin stellt, sondern dass es einfach irgendwie gebaut wird. Einen Tempel zu bauen war nicht erforderlich, deswegen war die Verwehrung grundsätzlich schon nicht als Strafe gedacht. Die meisten Menschen und Könige haben keinen Tempel gebaut und galten deswegen aber nicht irgendwie als minderwertig.
Zuletzt geändert von ProfDrVonUndZu am Mi 2. Apr 2025, 00:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 23:52 Dann könnte Gott hier von Jesus statt von Salomo reden.
Wenn Begriffe wie ewig darin vorkommen, ist Salomo typisch gemeint, aber nur als Bild für den, der ewig auf dem Thron sitzt, das ist nicht Salomo.
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:02 Wenn Begriffe wie ewig darin vorkommen, ist Salomo typisch gemeint, aber nur als Bild für den, der ewig auf dem Thron sitzt, das ist nicht Salomo.
Spätestens mit der babylonischen Gefangenschaft war das mit Salomos Thronerbe eh vorbei.
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:07 Salomos Thronerbe eh vorbei.
Nein, denn auf den Thron Davids setzt sich der Herr Jesus, das ist genau so der Thron Salomos.
Es geht um die langfristige Prophetie, als Gott dem David zusagt, er werde ihm ein Haus bauen.
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