Der Teufel im AT

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Larson
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 17:07
Larson hat geschrieben: ↑28.03.2026, 16:49
und dann sagt Gott, dass aus seinem Munde das Gute wie auch das böse kommt….
Zitiere diese Stelle bitte. Dann sehen wir uns den Kontext an.
Kla 3,
37 Wer ist, der sprach, und es geschah, ohne dass der Herr es geboten hat?
38 Das Böse und das Gute, geht es nicht aus dem Mund des Höchsten hervor?
39 Was beklagt sich der lebende Mensch? Über seine Sünden beklage sich der Mann!
oder
Jes 45,7 der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, den Frieden mache und das Unglück schaffe; ich, der HERR, bin es, der dieses alles wirkt.
Gott ist immer der Alleinherrscher..... es gibt keinen "Teufel" in der Tenach
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Helmuth
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 17:22 Gott ist immer der Alleinherrscher..... es gibt keinen "Teufel" in der Tenach
Ok, es gibt wirklich eine Stelle aus Jeremias Klagelied, die das wirklich konkret so formuliert. Aber macht es Gott damit böse? Ist es seine Absicht Böses zu bewirken? Oder warnt er uns nur davor, wenn wir seinen Bund brechen?

Wir können in der Tat auch in seinen Segens- und Fluchbestimmungen lesen, dass er beides, das Gute wie das Böse auspricht. Du hast damit recht, das kommt aus seinem Mund.

Doch der springende Punkt in der Exegese wäre der: Gott ist damit nicht böse, und klarerweise schon gar nicht der Teufel. Das daraus zu schlussfolgern wäre gotteslästerlich.

Das war ein Abriss über Gott, der nun belegt, dass Gott das Gut bewirkt und das Böse ebenso zulässt und es auch ausspricht. Und er nennt auch den Grund: Bundesbruch. Der Wille bleibt aber das Gute, das ist meine Prämisse.

Soweit so gut, es ist damit aber kein Beleg, dass es den Teufel nicht gäbe. Das lässt sich daraus nicht ableiten und bleibt weiter Bibelkritk. Dazu liefern uns andere Stellen den Beleg.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Hiob
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 16:49 Gott allein ist der Weltenlenker, da lässt Er sich doch nicht von irgendwelchen Mächten reinreden.
Korrekt. - Kontext?
Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 16:49 Der Mensch ist sich Feind genug, aber man schiebt Eigenverantwortung gerne ab.
Begriffe wie Eigenverantwortung und Entscheidung sind Menschenwerk. - Richtig ist, dass der Mensch zu dem stehen muss, was auf seinem Weg ist.
Hiob
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Hiob »

Helmuth hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 17:07 Paulus sagt, dass sich der Teufel verstellt
Ja - das steckt schon im Namen drin. διάβολος (diábolos)
wörtlich: „der Durcheinanderwerfer“, „der Verleumder“.
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