Theosis - Vergöttlichung

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Hoger
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Hoger »

Spice hat geschrieben: Bis eben wusstest du nicht, was ein Hellseher ist und ordnest einen solchen sofort ein? - So geht es aber nicht, wenn man die Wahrheit erkennen will!
Du bezeichnest dich doch selbst als Hellseher
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Hans-Joachim
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Hans-Joachim »

Helmuth hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 12:34 Mir widerstrebt es das Wort „Gott“ einzusetzen.
"Gott" ist ein Titel. Und dieser Titel steht denen offen, die Christus nachfolgen. Dass es Dir widerstrebt, ist eine andere Sache. Sie ändert aber nichts daran. Die Vergöttlichung des Menschen (Theosis) ist als Lehre ein Überbleibsel einer weit größeren Lehre, in dessen Zentrum das Sühnopfer Christi steht. Oder mit anderen Worten: wir dürfen auch den Grundgedanken der Theosis noch ein bischen weiter und größer denken.
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Oleander
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Oleander »

Helmuth hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 09:38
Hoger hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 09:23 Diese liebe ist das göttliche sein, an dem wir Teilhabe haben
Teilhabe, genau. Aber das darf nicht zu der Erhöhung führen, wie es sich die Schalnge angemaßt hatte:
1. Mo 3,5 hat geschrieben: ... sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.
Nur liegt die Betonung auf:
"Erkennend Gutes und Böses"

Was dann auch von Gott (laut Bibel) bestätigt wurde:
22 Und der HERR, Gott, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses. Und nun, dass...
https://www.bibleserver.com/ELB/1.Mose3%2C22


Nicht zu Gott geworden - nur etwas erkennen können, wie er...
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Oleander
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Oleander »

Spice hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 10:36 Deinen Ausführungen liegen einige Denkfehler zugrunde..
Mir kam folgende Bibelstelle in den Sinn:
Röm 8,29 Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Brüdern.
https://www.bibleserver.com/ELB/R%C3%B6mer8%2C29

Ich versteh das so, wenn jemand dem Sohn (oder dem Vater) gleichförmig wird, dann dem Wesen nach, was nicht bedeutet, dass man deswegen der Sohn ist, oder gar zu einem "Gott" geworden ist.

Helmuth meinte dazu: Er sehe sich dann als einen dieser Brüder Jesus (Gotteskind) , halt auch dem Wesen nach....
Und so versteh ich es auch. :)
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Spice
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 12:25
Spice hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 12:19 Dem kann ich zustimmen.
Der Mann ist Mormone - da ist selbst Gott einmal ein Mensch gewesen, der dann zu Gott wurde.
Na und? Das bedeutet doch nicht, dass alles verkehrt ist. Wenn Mormonen diese Zielsetzung wirklich haben, dann werden alle Schritte vom Ziel her bestimmt und dann fällt alles Falsche und unnötige ab.
Spice
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Spice »

Hoger hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 12:34
Spice hat geschrieben: Bis eben wusstest du nicht, was ein Hellseher ist und ordnest einen solchen sofort ein? - So geht es aber nicht, wenn man die Wahrheit erkennen will!
Du bezeichnest dich doch selbst als Hellseher
Was hat das jetzt mit mir zu tun. Du ordenst den Hellsehern eine altt. Schriftstelle zu, die überhaupt nicht passt. Dergleichen ist nicht nur unverantwortlich gegenüber anderen, sondern vor allem auch einem selbst gegenüber. Da muss man sich nicht wundern, dass man verwirrt bleibt und an jedem Strohhalm halt sucht.
Spice
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Spice »

Oleander hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 13:45
Spice hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 10:36 Deinen Ausführungen liegen einige Denkfehler zugrunde..
Mir kam folgende Bibelstelle in den Sinn:
Röm 8,29 Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Brüdern.
https://www.bibleserver.com/ELB/R%C3%B6mer8%2C29

Ich versteh das so, wenn jemand dem Sohn (oder dem Vater) gleichförmig wird, dann dem Wesen nach, was nicht bedeutet, dass man deswegen der Sohn ist, oder gar zu einem "Gott" geworden ist.

Helmuth meinte dazu: Er sehe sich dann als einen dieser Brüder Jesus (Gotteskind) , halt auch dem Wesen nach....
Und so versteh ich es auch. :)
Eigentlich ist es ganz einfach: aus Esel entstehen Esel. Aus Menschen Menschen. Aus Gott Götter.
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Abischai
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Abischai »

Oleander hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 13:25 Nicht zu Gott geworden - nur etwas erkennen können, wie er...
Das verstehe ich auch so, in dieser einen Sache ist der Mensch geworden wie Gott und die Engel im Himmel, nämlich zu erkennen und zu wissen was gut und böse ist.

"Diagnose" ist die Durcherkenntnis, also man ist fertig und hat alles erkannt, Erkennen selbst aber ist der Weg dahin.
Und mit dem Erkennen hat es eben auf sich, daß wir nicht alles erkannt haben, also die Zusammenhänge bei weitem noch nicht, aber teilweise eben, und daß dieses Erkennen von Gut und Böse nicht endet, ob uns das gefällt oder nicht. Denn Gutes zu erkennen mag uns Freude bereiten, aber heute eine völlig neue Spielart und Beispiele des Bösen zu erkennen (mitansehen zu müssen), bereitet wenig Freude. Aber das ist eben das Los, daß Adam gezogen hat, weil er das für eine gute Idee gehalten hat, und wir haben heute schon weit mehr böses erkannt als Adam damals, und es nimmt kein Ende...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hans-Joachim
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Hans-Joachim »

Spice hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 14:03 Eigentlich ist es ganz einfach: aus Esel entstehen Esel. Aus Menschen Menschen. Aus Gott Götter.
Ich setze noch eines drauf. Götter sind verherrlichte Menschen.
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Abischai
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Re: Theosis - Vergöttlichung

Beitrag von Abischai »

Hans-Joachim hat geschrieben: Fr 28. Mär 2025, 14:29 Götter sind verherrlichte Menschen.
Wenn Du das einfach so als Seitengewehr aufpflanzt, ist das bedenklich. Es wäre einer eingehenden Erörterung würdig, aber so allein im Raum, muß das zwangsläufig falsch verstanden werden, auch wenn Du Dir da wohlüberlegt hintergründiges denkst, das weiß aber niemand außer Dir.
Aufgrund einiger biblischer Formulierungen würde ich Deine Aussagen also durchaus stehenlassen, aber nie laut sagen, ebenweil das von allen in alle Richtungen ausgelegt werden wird und einen pseudo-Konsens vorgaukelt.
Ich verstehe also jeden, der diese Aussage rigoros ablehnt, warten wir mal ab, was die anderer dazu meinen...
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