Zippo hat geschrieben: ↑Sa 29. Mär 2025, 10:13
Das klingt ein wenig so, in der Schöpfungsgeschichte, als wenn Gott, wie ein Mensch, im Garten Eden gewandelt wäre.
Ich denke, so war es auch, mit der Betonung auf "wie". Nur ist er kein Mensch und gesehen hatte man ihn nicht. Davon steht auch nichts geschrieben, sondern man hörte ihn.
Ich denke, es war in dem Zustand der angenehmen Abendkühle auch seine Anwesenheit spürbar erkennbar. Aus dem Grund versteckten sich Adam & Eva, nachdem sie gesündigt hatten. Auf einmal wurde das ihnen Angenehme und Vertraute zu einer Störung.
In dem Sinn war es auch für das Volk Israel eine furchtbare Sache, als sich JHWH am Horeb geoffenbart hatte, das sie nicht ertragen konnten. Hingegen wurde Mose die Gegenwart JHWH's zu einer immer mehr vertrauten Umgebung und Gott ließ zu, dass sie von Angeicht zu Angesicht reden konnten wie man als Mensch mit seinem besten Freund redet. Darum bezeugte einer der Redakteure:
5. Mo 34,10 hat geschrieben: Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den JHWH gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht.
Es erlaubte JHWH auch nur ihm den Zutritt zu seiner intimsten Herrlichkeit. Alle anderen erhielten bestenfalls eine, ich nenne es temporäre Ausnahmegenehmigung, sich etwas mehr zu nähern als das Volk, aber den Intimbereich erlaubte er nur Mose oder später dem Hohepriester.
Die Hohepriester waren aber von Amts wegen eingesetzt, d.h. das bedeutet nicht, dass sie damit auch von Angesicht zu Angesicht verkehrt hatten, Interessant ist, dass David es wagte ins innere Zeit zu gehen obwohl das unter Todesstrafe verboten war, aber er starb nicht.
Mich lehrt das sehr viel, was nämlich immer schon Gottes Ziel war, dass sich JHWH mit jedem eine innige Beziehung wünscht, was damit auch die Bedeutung des Gesetzes ausmacht. Der Tod ist nur dem bestimmt, der sich Gott auf unheilge Weise naht.
Auf gleiche Weise denke ich hat auch Jesus seine intimste Gemeinschaft mit dem Vater gehabt. Auch da meine ich damit nicht, dass Jesus den Vater mit den Augen sehen konnte, aber sie waren auf dieselbe Weise wie unter Mose einander von Angesicht zu Angesicht vertraut. So interpretiere ich diese Aussage:
Joh 1,18 hat geschrieben: Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht.
Niemand heißt niemand, das schließt auch Jesus mit ein, ansonsten müsste die Ausnahme auch geschrieben sein. Jesus hatte sich immer wieder zum Gebet zurückgezogen, um mit seinem Vater alleine zu sein. Dort waren sie von Angesicht zu Angesicht als Vater und Sohn unter sich und tauschten sich so aus, wie wir das von Mose lesen.
Von dort teilte einst Mose dem Volk Israel alles mit, was JHWH z.B. am Horeb oder im Zeit der Begegnung zu ihm gesprochen hatte und desgleichen teilte uns Jesus alles mit, was ihm der Vater in den Begegnungen kundgetan hatte.