Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 00:14
Zippo hat geschrieben: ↑Mi 11. Feb 2026, 13:55
Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
Das bestreite ich absolut nicht.
Es geht ja auch noch weiter:
Rö 3,24
und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist;
Ich finde, man sollte das Evangelium nicht verwässern und alles Unangenehme vorenthalten. Das Vorlesen von Bibelversen ist eine beliebte Methode, um den Heiligen Geist mit seinem Wort tätig werden zu lassen.
Evangelisten lassen es auch nicht weg. Sie reden von der Gerechtigkeit Gottes und daß es den Menschen schwerlich gelingt, den Ansprüchen Gottes genüge zu tun. Dann reden sie von der Gnade Gottes, welche die Lösung ist, um den Menschen aus seiner Situation zu befreien. Eine Botschaft, die ihm sogar Aussicht und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in einer neuen Schöpfung macht.
Das alles ist doch der Inhalt der Bibel bzw. des Evangeliums ?
Magdalena
Angenommen, eine Gemeinde betreibt einen Laden, in dem Bücher, Kalender, evangelistische Schriften und Geschenkartikel angeboten werden.
Und man möchte gerne, dass auch Nichtchristen angesprochen werden, sich umsehen und vielleicht auch ein Buch oder einen Kalender kaufen.
Angenommen, ein Nichtchrist ist interessiert und hat einige Fragen zu einem Buch oder wünscht Beratung, weil er überlegt, eine Bibel zu kaufen.
Sollte der Verkäufer, nachdem er erfragt hat, ob der Kunde "wiedergeboren" ist, nun loslegen: "Sie sind ein Sünder und müssen Buße tun"! ?
Kann man nicht fragen: "Kennen sie die Botschaft der Bibel ? " Und wenn es nicht der Fall ist, eine lesbare Version der Bibel dahinlegen ? Dazu ein Bibelleseplan, so fangen doch die meisten an, dieses Werk zu studieren.
Magdalena
"Jesus ist am Kreuz für Sie gestorben, weil Sie ein Sünder sind, Ihre Sünden haben den Unschuldigen ans Kreuz geschlagen, und wenn Sie sich nicht bekehren, kommen Sie in die Hölle"! ?
Ehrlicherweise darf in der Botschaft des Evangeliums nicht fehlen, daß die Entscheidungen, die der Mensch tätigt, auch Konsequenzen haben. Wer keine Gnade will, der wird eben vor Gericht gebracht und Gott wird über ihn urteilen. Da kann man Pred 12,13-14 vorlesen oder Mt 25, 31.. oder Off 20,11-15 Vor diesem Gericht will uns der Herr Jesus ja bewahren, wenn wir ihm nachfolgen.
[Pred. 12,13-14] Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch. Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.
[Off. 20,11-12] Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.
Man kann ruhig darauf vertrauen, daß diese Verse ihre Wirkung nicht verfehlen, denn Gott arbeitet damit. Jes 55,11 Meine Tante hat es sogar mal mit Mt 25,31 versucht, aber es drang gar nicht so tief in mein Bewußtsein. Meine Zeit war noch nicht gekommen.
Magdalena
Das ist jetzt mal die Kurzfassung der "Verkündigung", die so manchem vorschwebt.
Merkst du, wie blödsinnig das ist?
Es klingt ein wenig doof, wie du das geschrieben hast. Bete doch lieber und frage den Herrn Jesus, was du sagen sollst.
Magdalena
Das Evangelium lautet:
Joh. 3,16 (LUT): Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Da steht nichts von Gericht.
Vers 17 unterstreicht die Aussage und betont den Retterwillen Gottes. Und dann sollten wir das auch so stehen lassen und das Evangelium nicht eigenmächtig nach unseren Vorstellungen umbauen.
Das ist nun dein Verständnis, es gibt auch andere Wege. Parzany hat vor kurzem die Allianzgebetsrunde mit einer Predigt eröffnet und mit der Gerechtigkeit Gottes angegangen.
Sicherlich ist es angenehmer, jemand was von der Liebe Gottes zu erzählen. So fangen ja auch die meisten Traktate an. Ich habe z. Bsp. ein Traktat: Gott persönlich kennenlernen. Da steht: Gott liebt sie. Er hat sie erschaffen und will, daß sie eine persönliche Beziehung zu ihm haben. Joh 3,16
Dann kommt aber doch die erschreckende Tatsache, daß die Beziehung des Menschen mit Gott durch Sünde zerstört ist. Angefangen mit der Sünde Adams hat sich die Menschheit nicht so entwickelt, wie Gott es gefallen hat. 1 Mo 6,6, Rö 3,23
Magdalena
Das ist eine Einladung, sich mit Gott auseinanderzusetzen.
Der Mensch wird aber nicht herausgefordert, sich nur mit der Liebe Gottes auseinanderzusetzen, sondern er soll sich auch mit der Gerechtigkeit Gottes auseinandersetzen. Liebe und Gerechtigkeit fließen ja am Kreuz zusammen, wenn man es nicht auf menschliche Weise betrachtet, sondern aus der göttlichen Sicht.
[Lk. 24,26-27] Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn selbst betraf.
Magdalena
Heiligung- die Erkenntnis der eigenen Unvollkommenheit, das Sündenbewußstsein und das Bemühen, sich an die Spielregeln für Erlöste zu halten- kommen später. Die Regeln (das Gesetz) muss man doch erst einmal kennenlernen. Und verstehen, wozu sie gut sind und so nach und realisieren, dass da ein Verbesserungsbedarf besteht.
Eigentlich geht es ja um Erneuerung, die sogenannte Wiedergeburt. Eine neue Schöpfung sollen Menschen werden und das soll in diesem Leben schon mehr und mehr zum Ausdruck kommen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.