Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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renato23
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von renato23 »

Isai hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 10:07 Da nur der Herr Jesus den Geist des Vaters austeilt, wendet man sich auch direkt an Ihn, um diesen zu bekommen und damit ein komplett neues Herz (nicht nur eine andere Einstellung aus uns selbst auf Grund von Wissen).
Getreuliches sich einverleiben Jesus Christus Anleitungen (um Reich-Gottes-tauglich zu werden) , führt zu einem reinen Herz und dadurch innige Gottverbundenheit (wie Johannes von Jesus ja lernte und weitergab
1. Joh 4,16.: Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt bleibt in Gott und Gott in ihm
Isai hat geschrieben:Das wahre Erkennen Gottes und Seines Sohnes Jesus Christus (Johannes 17:3) kommt aber mit der Einnahme des lebendigen Brotes (Johannes 6:51).
Da haben aber u.a. die STA-Adventsgemeinde und auch manche hier gehörigen Nachholbedarf. Sie glauben wohl AN Jesus aber anerkennen nicht, dass die damaligen Jüdischen Glaubensgeschwister erst durch Gottes Sohn Jesus zu r Erkenntnis von wahrhaftigem, glaubwürdigen Gottverständnis kamen, was allen Christen, auf die Jesus Worte in Joh 17.3 zutreffen EWIGES LEBEN verheisst.
Joh 17.3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. 
Isai hat geschrieben:So wird man ein Kind Gottes und kann Ihn Vater nennen aus freiem neuen Herzen (Römer 8:14, 15).

Also nicht über das "Medikament" (Jesus Christus) alles lesen und wissen, sondern es auch einnehmen (Johannes
5:39, 40
), sonst macht man sich was vor.
Das entspricht m.E. Jakobus Worten
Jak 1,21 Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen. 22 Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.
Isai hat geschrieben: Bzw. wird einem das von manchen religiösen Zwischenhändlern vorgemacht, wenn sie den direkten Kontakt zum Herrn Jesus verbieten (weil es angeblich Götzendienst sei, wenn man Seinen Namen direkt anruft).
Das habe ich nie gehört, finde ich voll daneben.
Isai hat geschrieben:Sie arbeiten mit Angsterzeugung, damit man das lebendige Brot nicht einnimmt, sondern nur alles darüber liest.
Und dann denkt, durch dieses Wissen und diese "Erkenntnis" könne man schon gesund werden.
Joh 14,21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist’s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Paulus findet ja gem richtiger Wiedergabe von 2 Tim 3.16 ja auch, dass alle Schrift von Gott eingegeben daran erkannt werden kann, dass sie bei getreulichem Umsetzen dazu führt, dass ein Mensch Gottes vollkommen sei zu -nurmehr- allem Guten Werk geschickt.
renato23
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von renato23 »

Zippo hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 13:55 Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
[Röm. 3,22-23] Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes
Das wir wohl jeder Mensch einsehen, daß er in seinem Leben Fehler gemacht hat. Und manche Menschen sehen wohl auch ein, daß Gott nicht einfach darüber hinwegsehen kann.
Lieber Thomas, unterstelle bitte nicht Gott behauptet zu haben, dass alle Menschen Sünder seien. Es gab schon immer gottesfürchtige, fromme, wahrhaft gerechte Menschen. Du findest biblische Aussagen dazu in AT und NT. Denke auch an die Eltern von Johannes dem Täufer.
Jesus sagte ja klarLk 6,45 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
Lk 531 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße= Umkehr, Abkehr vom Sündigen um nurmehr den Willen Gottes dem himmlischen Vater zu tun., 
Wie Du richtig erkannt hast sagte das Paulus seinerzeit, also vor 2000 Jahren zu solchen, deren Füsse eilten Blut zu vergiessen etc. aber seit 2000 Jahren weiss man auch durch Jesus Christus und später sinngleiches seiner Jünger und Aposel Paulus, wie man ein vollkommen gottgefälliges Leben eingehen und beibehalten kann..
Zippo hat geschrieben:Ich kenne diese Aussprüche, daß der Mensch "durch und durch verdorben ist" und fand sie auch immer ein wenig übertrieben. Das kommt sicher aus der Passage, wo Paulus die Psalmen zitiert, in denen König David seine gottlosen Zeitgenossen beschreibt.
Ja, aus Psalm 14 unnd 53.
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 00:14
Zippo hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 13:55 Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
Das bestreite ich absolut nicht.
Es geht ja auch noch weiter:
Rö 3,24
und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist;
Ich finde, man sollte das Evangelium nicht verwässern und alles Unangenehme vorenthalten. Das Vorlesen von Bibelversen ist eine beliebte Methode, um den Heiligen Geist mit seinem Wort tätig werden zu lassen.

Evangelisten lassen es auch nicht weg. Sie reden von der Gerechtigkeit Gottes und daß es den Menschen schwerlich gelingt, den Ansprüchen Gottes genüge zu tun. Dann reden sie von der Gnade Gottes, welche die Lösung ist, um den Menschen aus seiner Situation zu befreien. Eine Botschaft, die ihm sogar Aussicht und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in einer neuen Schöpfung macht.
Das alles ist doch der Inhalt der Bibel bzw. des Evangeliums ?
Magdalena

Angenommen, eine Gemeinde betreibt einen Laden, in dem Bücher, Kalender, evangelistische Schriften und Geschenkartikel angeboten werden.
Und man möchte gerne, dass auch Nichtchristen angesprochen werden, sich umsehen und vielleicht auch ein Buch oder einen Kalender kaufen.
Angenommen, ein Nichtchrist ist interessiert und hat einige Fragen zu einem Buch oder wünscht Beratung, weil er überlegt, eine Bibel zu kaufen.

Sollte der Verkäufer, nachdem er erfragt hat, ob der Kunde "wiedergeboren" ist, nun loslegen: "Sie sind ein Sünder und müssen Buße tun"! ?
Kann man nicht fragen: "Kennen sie die Botschaft der Bibel ? " Und wenn es nicht der Fall ist, eine lesbare Version der Bibel dahinlegen ? Dazu ein Bibelleseplan, so fangen doch die meisten an, dieses Werk zu studieren.
Magdalena

"Jesus ist am Kreuz für Sie gestorben, weil Sie ein Sünder sind, Ihre Sünden haben den Unschuldigen ans Kreuz geschlagen, und wenn Sie sich nicht bekehren, kommen Sie in die Hölle"! ?
Ehrlicherweise darf in der Botschaft des Evangeliums nicht fehlen, daß die Entscheidungen, die der Mensch tätigt, auch Konsequenzen haben. Wer keine Gnade will, der wird eben vor Gericht gebracht und Gott wird über ihn urteilen. Da kann man Pred 12,13-14 vorlesen oder Mt 25, 31.. oder Off 20,11-15 Vor diesem Gericht will uns der Herr Jesus ja bewahren, wenn wir ihm nachfolgen.
[Pred. 12,13-14] Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch. Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.
[Off. 20,11-12] Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.
Man kann ruhig darauf vertrauen, daß diese Verse ihre Wirkung nicht verfehlen, denn Gott arbeitet damit. Jes 55,11 Meine Tante hat es sogar mal mit Mt 25,31 versucht, aber es drang gar nicht so tief in mein Bewußtsein. Meine Zeit war noch nicht gekommen.
Magdalena

Das ist jetzt mal die Kurzfassung der "Verkündigung", die so manchem vorschwebt.
Merkst du, wie blödsinnig das ist?
Es klingt ein wenig doof, wie du das geschrieben hast. Bete doch lieber und frage den Herrn Jesus, was du sagen sollst.
Magdalena

Das Evangelium lautet:
Joh. 3,16 (LUT): Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 
Da steht nichts von Gericht.
Vers 17 unterstreicht die Aussage und betont den Retterwillen Gottes. Und dann sollten wir das auch so stehen lassen und das Evangelium nicht eigenmächtig nach unseren Vorstellungen umbauen.
Das ist nun dein Verständnis, es gibt auch andere Wege. Parzany hat vor kurzem die Allianzgebetsrunde mit einer Predigt eröffnet und mit der Gerechtigkeit Gottes angegangen.
Sicherlich ist es angenehmer, jemand was von der Liebe Gottes zu erzählen. So fangen ja auch die meisten Traktate an. Ich habe z. Bsp. ein Traktat: Gott persönlich kennenlernen. Da steht: Gott liebt sie. Er hat sie erschaffen und will, daß sie eine persönliche Beziehung zu ihm haben. Joh 3,16
Dann kommt aber doch die erschreckende Tatsache, daß die Beziehung des Menschen mit Gott durch Sünde zerstört ist. Angefangen mit der Sünde Adams hat sich die Menschheit nicht so entwickelt, wie Gott es gefallen hat. 1 Mo 6,6, Rö 3,23
Magdalena

Das ist eine Einladung, sich mit Gott auseinanderzusetzen.
Der Mensch wird aber nicht herausgefordert, sich nur mit der Liebe Gottes auseinanderzusetzen, sondern er soll sich auch mit der Gerechtigkeit Gottes auseinandersetzen. Liebe und Gerechtigkeit fließen ja am Kreuz zusammen, wenn man es nicht auf menschliche Weise betrachtet, sondern aus der göttlichen Sicht.
[Lk. 24,26-27] Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn selbst betraf.
Magdalena

Heiligung- die Erkenntnis der eigenen Unvollkommenheit, das Sündenbewußstsein und das Bemühen, sich an die Spielregeln für Erlöste zu halten- kommen später. Die Regeln (das Gesetz) muss man doch erst einmal kennenlernen. Und verstehen, wozu sie gut sind und so nach und realisieren, dass da ein Verbesserungsbedarf besteht.
Eigentlich geht es ja um Erneuerung, die sogenannte Wiedergeburt. Eine neue Schöpfung sollen Menschen werden und das soll in diesem Leben schon mehr und mehr zum Ausdruck kommen.

Gruß Thomas
Zuletzt geändert von Zippo am Do 12. Feb 2026, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Isai hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 10:07 Das wahre Erkennen Gottes und Seines Sohnes Jesus Christus (Johannes 17:3) kommt aber mit der Einnahme des lebendigen Brotes (Johannes 6:51).
Du bringst es mit diesen und deinen anderen Worten auf den Punkt. Erst dann kann man auch von einer erfolgreichen Bekehrung reden. Darum erachte ich auch die korrekte Art zu verkündigen immens wichtig.

Wenn wir den Menschen nur die Hoffnung auf ein besseres Leben machen, dann war das nicht das Evangelium. Tatsächlich geht es darum der Hölle zu entkommen und nicht bloß einer Krise oder einer Krankheit, darum ist es auch eine Heilsbotschaft.

Zu vielen charismatischen Heilungsgottesdiensten kommen Menschen, Christen wie Nichtchristen, zunächst wegen der Hoffnung auf Heilung. Da geht mir oft die Dringlichkeit des Evangeliums verloren. Ich wünsche keinem Menschen Schmerzen, oder im Rollstuhl zu sitzen, sondern dass Jesus tatsächlich mit seiner Macht heilt, aber er warnt auch mit diesen Worten:
Lk 9,24 hat geschrieben: Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.
Wir sehen immer wieder, dass er uns beide Seiten der Medaille zeigt. Und ich werde nicht müde es ihm gleichzumachen, denn mir ist es lieber ich rede einmal zu scharf, aber jemand kommt so zur Umkehr, als einmal zu weich und derjenige meint es ging auch anders.

Das Argument, dass ein scharfes Wort abstoßend wirkt, wird oft vorgebracht. Das kann auch der Fall sein, aber mehrheitlich zeigt es mir, so meine Erfahrung, dass sich derjenige schon entschieden hat der frohen Botschaft den Rücken zu kehren.

Auf dem Weg nach Hause nach einem unserer regelmäßigen Klassentreffen nahm mich einer meiner Kollegen in Beschlag und sagte mir, es widere ihn an, welche Ansichten ich habe. Ich muss dazusagen, dass er praktizierender Katholik ist. An dem Abend kam es mal zu einer klareren Ansage.

Ich blieb ruhig und fragte ihn, ob er meine, dass sein Leben einen guten Ausgang finden wird, wenn er dringende Warnungen Jesu in den Wind schlägt, wo er sich doch dem Christentum zugeneigt fühlt. Darauf seine Antwort: "Des is mir Wurscht, wos do in der Bibel steht, aber du gehst mir einfach nur am ..." Dann wandte er sich von mir ab und suchte das Weite. Ich denke, er hat sich entschieden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Lena
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Lena »

Spice hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 11:00 Der Calvinismus ist ja...
Ich wurde sehr gesegnet durch Predigten von C.H. Spurgeon.
(Auch wenn er was über die Sonntagsheiligung predigte wo ich nicht einverstanden war).

Hier seine Meinung über den Calvinismus
Es gibt niemand, der mehr an den Lehren der Gnade festhält als ich. Wenn mich jemand fragte, ob ich mich schäme, ein Calvinist genannt zu werden, dann würde ich antworten: Ich möchte nichts anderes heißen, als Christ. Aber wenn du fragst, ob ich die lehrmäßigen Anschauungen von Johannes Calvin für richtig halte, dann antworte ich, dass ich sie im großen und ganzen für richtig halte. Ich bekenne dies gerne.
Calvinismus ist Evangelium, nichts anderes.
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Lea
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Lea »

Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45 Ich finde, man sollte das Evangelium nicht verwässern und alles unangenehme vorenthalten. Das Vorlesen von Bibelversen ist eine beliebte Methode, um den Heiligen Geist mit seinem Wort tätig werden zu lassen.

Evangelisten lassen es auch nicht weg. Sie reden von der Gerechtigkeit Gottes und daß es den Menschen schwerlich gelingt, den Ansprüchen Gottes genüge zu tun. Dann reden sie von der Gnade Gottes, welche die Lösung ist, um den Menschen aus seiner Situation zu befreien. Eine Botschaft, die ihm sogar Aussicht und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in einer neuen Schöpfung macht.
Das alles ist doch der Inhalt der Bibel bzw. des Evangeliums ?
Warum willst du denn unbedingt gleich am Anfang "das ganze Evangelium verkündigen"?

Willst du die Kontrolle behalten - ob du es "gut" gemacht hast?
Oder willst du am Liebsten gleich das Urteil zu einem Ergebnis abgeben können?
Oder insgeheim deine "Erfolge" auflisten ... wie es Helmuth hier äußert ....
Helmuth hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 13:57 Erst dann kann man auch von einer erfolgreichen Bekehrung reden.
... um damit zu demonstrieren, dass du es richtig gemacht hast (und alle, die es anders verstehen, falsches verkündigen)

Jesus sagt ....
Joh.4,37-38
37 Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. 38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten. 
Nicht die Worte, welche der Prediger wählt, führen zur Annahme des Evangeliums, sondern Gott, der uns die Worte gibt. Und zwar genau so, wie ER es für passend hält, damit es im Herzen der Menschen (die gerade zuhören) ankommt.

Auch Paulus sagt dazu...
1.Kor.3,5-10
5 Was ist nun Apollos? Was ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit. 9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 
Das zeugt (für mein Verständnis) davon, dass "Bekehrung" meistens eher in Form von mehreren Schritten wachsen, reifen und Frucht bringen kann. Und derjenige, der eine Botschaft von Gott weitergibt, bekommt vielleicht manchmal auch gar nicht das Ergebnis mit, was letztendlich dabei herauskommt.

Und wer mit aufrichtigem Herzen, aus der Verbindung zu Jesus/Gott das Evangelium verkündigt, bei dem kommt es nicht auf die Menge der Worte an, sondern auf den Geist, der die Botschaft direkt in die Herzen der Menschen sät.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
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Magdalena61
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 06:57
Zippo hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 13:55 Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
Ich greife das auf um wieder zum Thema zurückzuführen. Gott behauptet das nicht bloß, es ist vielmehr eine Tatsache. Die Erkenntnis, dass alle Menschen sündigen reicht aber leider bei vielen Menschen als Grund zur Umkehr nicht aus.
Und wie ist das bei dir?
Du nimmst ja wohl nicht an, bereits vollkommen zu sein?

Wenn du ein Feedback erhältst, wie du es beschrieben hast...
Helmuth hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 13:57 nahm mich einer meiner Kollegen in Beschlag und sagte mir, es widere ihn an, welche Ansichten ich habe.
... dann liegt der Fehler bei dem anderen, zumal er auch noch katholisch ist?
Helmuth hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 06:57Es muss ihnen etwas durchs Herz fahren, wie es heißt.
Nicht zwingend.
Wenn die Person des "Verkündigers" akzeptiert und deren Leben irgendwie interessant ist, nimmt man ihr auch ihren Glauben ab.
Man kann zumindest leichter darüber sprechen. Ohne Aufrufe, Buße zu tun.
Helmuth hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 06:57Am ersten Pfingsttage war es diese Tatsache:
Apg 2,37 hat geschrieben: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?
...
Da diese Juden zumindest religiös waren, sonst wären nicht so viele Auslandsjuden (Hellenisten) am Pfingsttage nach Jerusalem gepilgert, wie sie damit dem Gesetz des Mose gefolgt sind, jedenfalls wurde ihr Herz aufgerüttelt. Doch allein diese Tatsache reicht noch nicht. So stellten sie auch die Frage, was sie nun tun sollten, worauf es nur eine Antwort gibt:
Apg 2,38 hat geschrieben: Petrus aber spricht zu ihnen: "Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."
Wir sehen weider, dass der Bußaufruf der erste Akt ist, der nun das Evangelum einleitet und so will Gott dem bußfertigen Sünder auch wieder Hoffnung, schenken, sodass er an seiner Sünde nicht verzweifeln muss, indem er den Heiligen Geist empfängt. Die Verzweiflung war letzten Endes aber gut, sonst käme nicht der Punkt sich vor Gott zu demütigen.
Das kannst du doch nicht allen Ernstes als Anleitung für die Heidenmission nehmen und lehren.

Wie du selbst bemerkst, waren die Wallfahrer "aus aller Welt", die sich da in Mengen zu Chag HaSchawuot in Jerusalem eingefunden hatten, Juden, vermutlich gläubige Juden, sonst hätten sie ja nicht unbedingt die beschwerliche Reise nach Jerusalem auf sich genommen... und zwar solche Juden, die die Schriften kannten. Und, ganz entscheidend: Sie hatten das Kommen des Heiligen Geistes miterlebt, sein Wirken, welches in den Hör- und den Sprachwundern ersichtlich wurde.

In seiner Predigt ab Vers 14 bezieht Petrus sich auf die Schriften, die den Zuhörern bekannt waren, denn sonst hätte das ja kaum Sinn gemacht, und leitet zu Christus hin.

Die versammelten Juden erkannten, dass Petrus die Wahrheit sagte, da war wohl so eine Art Aha- Effekt, mit einem Mal konnten sie die prophetischen Worte ihrer Schriften richtig einordnen, und diese Erkenntnis ging ihnen durchs Herz.

Sie wußten, was Buße ist, sie kannten Opfer... Sünde und Vergebung.

So kannst du mit Christen reden. Du möchtest ihnen etwas vermitteln und führst den Schriftnachweis, da du eine gewisse Bibelkenntnis als gegeben voraussetzt.

Aber nicht mit Menschen, die keine Ahnung haben von Tuten und Blasen. Die erste Hürde bei denen ist doch, dass sie die Existenz Gottes aufrichtig bezweifeln. So ziemlich jeder Nichtchrist ist von Kind auf indoktriniert und auf Evolution und so weiter getrimmt.

Was hättest du denn für Angebote zu dieser Frage "gibt es einen Gott"? Was sagst du den Leuten?
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Spice »

Lena hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 14:53
Spice hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 11:00 Der Calvinismus ist ja...
Ich wurde sehr gesegnet durch Predigten von C.H. Spurgeon.
(Auch wenn er was über die Sonntagsheiligung predigte wo ich nicht einverstanden war).

Hier seine Meinung über den Calvinismus
Es gibt niemand, der mehr an den Lehren der Gnade festhält als ich. Wenn mich jemand fragte, ob ich mich schäme, ein Calvinist genannt zu werden, dann würde ich antworten: Ich möchte nichts anderes heißen, als Christ. Aber wenn du fragst, ob ich die lehrmäßigen Anschauungen von Johannes Calvin für richtig halte, dann antworte ich, dass ich sie im großen und ganzen für richtig halte. Ich bekenne dies gerne.
Calvinismus ist Evangelium, nichts anderes.
Behaupten kann jeder vieles. Aber der Zusammenhang zeigt auf, ob etwas wahr ist, oder nicht. Und da ist mein link die ultimative Antwort. Das kann jeder logisch nachvollziehen.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Da fällt mir gerade noch etwas ein, aus der Praxis.

Gerade ältere Menschen sind nicht unbedingt ablehnend, dem Glauben gegenüber. In ihrer Kindheit gehörte ein traditioneller Glaube zum Leben.

Mein Eindruck ist: Mein relativ unbekümmertes Bekenntnis zum Gott der Bibel stärkt hoffentlich so manchen glimmenden Docht. Ich kann nicht viel reden, da entsteht gleich Verwirrung, wenn man mit der Bibel anfängt und so... aber alleine die Tatsache, dass ich mit dem Glauben "wie selbstverständlich" umgehe, das macht vielleicht Mut, sich selbst auch wieder mehr damit zu befassen und den Glauben nicht weiter verschämt in der Schublade zu verstecken.

Eine (1) krasse Abfuhr hatte ich in den letzten Jahren allerdings auch kassiert... die Frau ist mittlerweile verstorben.

Außerdem spiele ich Kirchenlieder, auch solche, die hier bekannt sein dürften. Nicht nur Kirchenlieder... auch Klassik und so weiter... und Hymnen... alte Glaubenslieder, die haben oftmals eine echt schöne Melodie. Wenn einer direkt vor dem Fenster stehen bleibt, hört er vermutlich, was ich gerade spiele. Er muss ja nicht dort stehen. Er kann. Es gibt keinen Vorgarten und keinen Bürgersteig. Und wenn's ein Segenslied ist, dann werden hoffentlich auch Passanten gesegnet.

2024.JPG
2024.JPG (5.71 KiB) 73 mal betrachtet
Der große Garten ist hinten. Mir wäre es lieber, gänzlich "unbeobachtet" zu sein, wenn ich übe--- im EG gibt es aber nur die beiden großen Zimmer links und rechts von der Haustür, die sich über die gesamte Breite des Hauses bis an die Rückseite erstrecken ... aber vielleicht soll es so sein, und nach 22 Uhr muss ich halt leise spielen.

Das hier übe ich gerade:

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass so etwas irgendjemanden nicht gefällt.
Sanfter Country- Style.

Und wenn ich die Sakralorgel anwerfe, dann drehe ich sie immer voll auf, weil sie dann am besten klingt --- so kann man auch "missionieren". :D Das geht natürlich nicht in den Ruhezeiten. Besonders in der Weihnachtszeit nütze ich die Orgel... früher wurde mir öfter gesagt, "meine" Musik sei heilsam... und tue gut... und die Orgel steht direkt neben dem Fenster.

Aber verbal... kann ich nur zur Vorsicht raten... ganz kleine Portionen... die Menschen nicht überfordern.
Ermutigen. Nicht zertreten.
Das sind persönliche Erfahrungen.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 17:12 Aber nicht mit Menschen, die keine Ahnung haben von Tuten und Blasen.
Wie schätzt du deine Mitmenschen ein? Unwissende Dummköpfe? Meine Erfahrungen sind anders. In unserer Gesellschaft wäre es verwunderlich, falls jemand noch nie von Jesus Christus gehört hätte. Das Problem sehe ich anders. Die offiziellen Kirchen praktizieren eine Verwässerung der Botschaft.

Davon ist mein Schulfreund betroffen. Aber das will er nicht wahrhaben. Wenn man choram publico aus der Bibel wortwörtlich einige Kern-Aussagen z.B. zur Buße zitiert, dann ist man oft sehr verwundert, denn das hat man noch nicht so deutlich gehört wie z.B. Lukas 13:5. Aber es weiß jeder, was z.B. zur Osterzeit das kirchliche Hauptthema ist.

So ist leider der Mensch, er weiß viel, man wundert sich oft, was sie aus Bibel oder sonst noch dazu so alles wissen, aber das Wesentliche fehlt, bzw. findet gerade das Allerwichtigste keinen Raum in den Herzen. Darum braucht uns Jesus. Die Buße ist z.B. so eine Sache, ohne die es keine Erneuerung gibt. "Wozu?" wird oft gefragt.

So meine ich, muss man recht klar die drei, vier Ansagen machen, die das Evangelium ausmachen, passend zu einer bestimmten Situation, die Gott selbst schafft. Es geht um den Kern, das ganze Drumherum ist zur reinen Verkündigung nicht von Belang. Wichtig erachte ich dabei eines:

Das Evangelium wird nicht diskutiert, es wird verkündigt!

Falls Rückfragen kommen, erläutert man es mit weiteren, am besten wiederum Jesu-Worten, die es von anderer Seite noch bekräftigen. Wer an der Stelle zu debattieren anfängt, untergräbt die Wirkung des Heiligen Geistes. Es macht auch nichts, wenn geschimpft wird. Das lernt man mit der Zeit einzustecken. Jesus wünscht sich, dass uns dieses bewusst ist:
Mt 5,11-12 hat geschrieben: Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden um meinetwillen. 12 Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.
Ich habe aber auch gesagt, dass es keinen Zwang gibt. Wenn ich meine, ich stelle Rede und Antwort ein, dann tue ich das so, als zöge Jesus weiter und überlässt die Hörer der Wirkung des Heiligen Geites. Das machte ich früher nicht so. Jetzt weiß ich, der Heilige Geist begleitet mich bzw. rüttelt er mich auf, wenn ich etwas deutlicher werden soll oder er zeigt mir an, es wäre genug.

Gestern war wieder ein Treffen und es gab keinen Anlass, den ich als solchen erkannt hätte etwas zu sagen. Also war es bloß ein kollegiales Treffen mit Speis und Trank. Nächstes Mal könnnte wieder was kommen, wo mein Kollege in Saft gehen könnte. Ich werde aber um seinetwillen nicht schweigen. Vielleicht erhalte ich Unterstützung von einem anderen Kollegen und Pastor, aber er ist mir in der Hinsicht wieder zu seicht.

In einer anderen Runde arbeite ich mit einem Bruder zusammen, der mein Arbeitskollege war und den bremse ich wieder beizeiten, weil er vom 100-sten ins 1000-ste geht, und davon hat auch keiner was. Darin ist er wieder zu übereifrig. Aber wir beten gemeinsam, dass so ein Abend gut verläuft. Mittlerweile lernt er auch, dass es Zeiten zu reden und Zeiten zu schweigen gibt.
Pred 3,1 hat geschrieben: Alles hat seine bestimmte Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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