Aslan hat geschrieben: ↑Di 22. Sep 2026, 13:57
Die Endzeitreden Jesu und auch andere Bücker im AT bsp. Hesekiel und Daniel nehmen Bezug zur Offenbarung. Ich finde es schon sehr hilfreich zu wissen und zu erforschen, wie sich die Welt in den letzten Tagen verändern wird, bevor Jesus wiederkommt.
Das stimmt und die Propheten des AT sind auch von Jesus selbst bestätigt, auf denen er selbst seine Weissagungen aufbaut. Daher bildet dies eine Grundlage, um die Offenbarung entsprechend auszulegen.
Die Offenbarung bedient sich dabei aber nicht zwingend einer damit verbundenen historischen Abfolge, sondern Visionen. Und darin verfilzen sich Theologen, welche diese Unterscheidung nicht vornehmen.
Aslan hat geschrieben: ↑Di 22. Sep 2026, 13:57
Auch die politischen Entwicklungen werden sich in den Offenbarung widerspiegeln.
Das denke ich größtenteils nicht. Diese sind an sich mit Jesu Entzeitreden vorgegeben. Sein Wort kann man nicht umdeuten, sondern sie legen das historische Grundgerüst. Dazu sind die Worte zu klar und keine visionären Bildreden.
Die Offenbarung liefert schon einige historische Ergänzungen, vor allem am Ende, also mit Kap. 20-22. Die zahlreichen Visionen zuvor alle historisch zu deuten halte ich für Eisegese und es gibt deren schon eine Fülle. Allein schon deshalb sollte klar werden, dass es so nicht funktioniert.
Man muss dafür einen anderen Ansatz finden bzw. müssen wir erst abwarten, bis Gott gewisse Bilder konkret offenbart. Unabhängig davon lehren Jesu Endzeitreden bzw. auch seine allgemeinen Lehren bereits hinreichend, wie wir uns in unserer Zeit auf die Geschehnisse einstellen sollen. Das soll heißen, wir brauchen keine „Hörner“ auslegen. Dazu verfolge ich heute einen anderen Ansatz, prüfe den aber erst.
Was aber sicher keinen Sinn macht ist z.B. die „Hure Babylon“ oder „das Tier“ zu jagen. Vielmehr jagen diese Dinge uns uns so missverstehen wir dabei sogar die Botschaft, welche der Heilige Geist uns damit eigentlich lehren will.
Ich will die Johannes-Offenbarung trotz einiger meiner Bedenken an sich nicht verwerfen, wohl aber den unsinnigen Umgang vieler Christen mit dem Buch. Wenn uns Paulus z.B. lehrt:
Römer 12:2 hat geschrieben: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Dann brauche ich dazu keine „sieben Siegel“ und dgl., um zu erfassen, dass diese Welt nicht mehr das Vorbild für mein Leben ist, sondern kann der Führung des Heiligen Geistes vertrauen, der mich den Willen Gottes lehrt.