Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Für mich ist es einfach im der Logik.
Die Indualität bestimmt, wo man nach dem Tod hingehört. Das ist eindeutig vom Charakter, der Individualität des Menschen abhängig.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Mo 30. Mär 2026, 16:11 Die Indualität bestimmt, wo man nach dem Tod hingehört. Das ist eindeutig vom Charakter, der Individualität des Menschen abhängig.
Dieses "wo man hingehört", das ist ja im Grund wie im Erdenleben. Der eine wird in eine Armut hineingeboren, oder ist schon von Geburt an behindert. Genauso wie umgekehrt. Der freie Wille, ist der jedem gegeben?

Für den Sterbensforscher Jakoby steht primär eine andere Erkenntnis: Ich bin ewig, wir sind ewig.

Ich bin ewig, davon ist Jakoby überzeugt. Aber auch: wir sind ewig. Wir alle sind "Ich".
Für die Mystiker ist das alles hier und Jetzt erfahrbar. Nicht die unendlich vielen Sphären der anderen Welt, sondern das Ich, das Sein. Und die Freiheit, sich wie den anderen, alles was geschieht, zu akzeptieren. Sein Wille geschieht. Nicht als "möge Sein Wille geschehen", sondern eher als "möge ich das auch zulassen".
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Für die Mystiker ist das alles hier und Jetzt erfahrbar. Nicht die unendlich vielen Sphären der anderen Welt, sondern das Ich, das Sein.
Alles ?
Da sehe ich zwei Komponenten., Johncom.
Der Mystiker scheint das dann wohl "im Leib" zu erleben, wenn er die Wirklichkeit der jenseitigen Welt nicht erlebt. Er erlebt die Essenz, das "Daseinsgefühl" der Verbundenheit. Das "Alles".
Aber anscheinend wird mehr davon geredet, wie das ist, als es zu erleben. Das Erleuchtungserlebnis ergibt sich ja zunächst höchstens ab und zu. Dann wird eher so getan als lebe man in dieser Einheit. Das sieht man ja auch bei Reinkarnationsgläubigen. Die tun so, als würden sie in dieser Einheit leben. Oder nur davon träumen.
Ich glaube nicht, dass das Erlebte Einheitsgefühl unsere Existenzform nach dem Tod ist. Der normale Mensch ist nicht frei von Persönlichkeit. Sondern erlebt nun seine Existenz in einer der Möglichkeiten, die Sundar Singh beschreibt

Ich jedenfalls kann es nicht hören, wenn von Esoterikern geradezu schwärmerisch ausgemalt wird, man sei Eins mit Allem. Obwohl es nie erlebt wird. Und man von seinem höchsten Ideal träumt und erklärt, in Wirklichkeit sei man ja gottgleich. Ja wann denn eigentlich ? Jedenfalls dann nicht, wenn man einmal diesen Zustand erlebt hat. Und auch nicht, wenn man gestorben ist. Man lebt in den Himmeln weiter, von Gottgleichheit noch weit, weit entfernt.
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Spice
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Spice »

Johncom hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 05:09 Die Vorstellung einer "persönlichen" Reinkarnation ist irgendwie auch Ego-motiviert. Als wolle man seine eigene Persönlichkeit behalten oder ist besorgt, sie zu verlieren. Als mache man sich Gedanken über belohnt werden bzw bestraft werden? Aber was wäre, wenn das Ego weg ist und einfach nur noch einverstanden sein bleibt. Ich bin ewig, davon ist Jakoby überzeugt. Aber auch: wir sind ewig. Wir alle sind "Ich", das wäre eine andere, wäre eine mystische Aussage und die ist uralt. Dieses Ich, die Seele, das Bewusstsein, ist "Gott in uns". Das Christentum als Kirchenlehre hat die reine befreiende Erkenntnis nie ans Volk weitergegeben, vielleicht weil Religion zur weltlichen Ordnung beitragen muss.
Nein, die persönliche Reinkarnation ist überhaupt nicht "Ego-motiviert"; Im Gegenteil, schon immer wollte man aus dem Kreislauf der Geburten herauskommen. Damit das geschehen kann, gibt es ja die Yoga-Lehren und entdeckte Buddha das, was uns am Ego festhält. Man wird ja nicht per Wunder frei (denn dann würde man ja zugleich sein Ich-Bewusstsein verlieren), sondern man muss sich selbst loslösen von den irdischen Anhaftungen (denn damit hat es allein des Ego zu tun). Wie weit man da ja bisher im Leben gekommen ist, kann jeder selbst feststellen. Vermutlich nicht sehr weit. Soll also unser gegenwärtiges Leben nicht vergeblich sein, dann müssen wir doch reinkarnieren, um unsere bescheidenen Fortschritte im nächsten Erdebleben fortsetzen zu können. So schön auch ein Jenseitsaufenthalt sein mag oder das Einssein mit allem, wie es die Mystiker manchmal erleben, - das ist alles noch nicht unser unmittelbarer Besitz, sondern immer noch nur Ziel, dass ebeb nur in völliger perösnlicher Heiligkeit zu erreichen ist.
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