oTp hat geschrieben: ↑Di 31. Mär 2026, 07:21
Für die Mystiker ist das alles hier und Jetzt erfahrbar. Nicht die unendlich vielen Sphären der anderen Welt, sondern das Ich, das Sein.
Alles ?
Da sehe ich zwei Komponenten., Johncom.
Der Mystiker scheint das dann wohl "im Leib" zu erleben, wenn er die Wirklichkeit der jenseitigen Welt nicht erlebt. Er erlebt die Essenz, das "Daseinsgefühl" der Verbundenheit. Das "Alles".
Aber anscheinend wird mehr davon geredet, wie das ist, als es zu erleben.
Am meisten reden die, die wenig erkennen. In der mystischen "Übung" zumindest wird das Schweigen geschätzt. Das Vertiefen. Wahrscheinlich ist die jenseitige Welt nicht viel wirklicher als diese. Aber jetzt Achtung: alle Welten sind wirklich bis zu einem gewissen Grad. Aber flüchtig, vergänglich. "Bevor Abraham war, bin ich", ist nicht unbedingt eine zeitliche Feststellung.
Mal anders formuliert: Nur Gott ist wirklich in dem Sinne ewig. Ewig seiend und unveränderlich. Welten können kommen, gehen dann wieder. Unser Denken ist weltlich, und das ist hier nützlich zum Überleben, das Ewige, also Gott kann es nicht begreifen, aber ahnen bzw dem gewahr werden. Damit befasst sich die Mystik. Die anderen Welten, wunderbar was Besucher erzählen, man kann nur staunen. Es scheinen sehr hohe Dimensionen zu sein, und wie man hört, gibt es auch Schattenwelten. Unterwelten, in denen die armen Seelen warten. Die Völker vor dem biblischen Geschehen hatten schon diese Begriffe so weit ich weiß.
Da sehe ich zwei Komponenten
Ich sehe noch eine dritte: das was man selber erlebt. Seien es Hinweise aus dem Traumleben, die man empfängt, seien es Entrückungen, die einfach passieren oder seien es außerkörperliche Momente. Heute in dieser Gesellschaft werden transzendente Sichtweisen allgemein nicht gelehrt. In dem letzen Video hier sagt Bernard Jakoby, der Tausende Erfahrene befragt habe, 40 Jahre Sterberforschung usw .... das, was in der Mystik eigentlich Konsens ist:
"Wir sind alle auf der ganzen Welt eins mit allem anderen Sein".
Jeder Mensch "ist" in diesem Sein. Nur der Kopf rast, das ist sein Job, und macht sich Gedanken, wie unterschiedlich alles ist. Ich? Ich bin doch ganz anders als der da oder die da. Der Kopf will immer Konflikt. Krieg, Probleme, Konkurrenz. Der Weg aus dem Konflikt heraus ist, was Jesus lehrt: Liebe den anderen wie dich selbst. ... den wir sind alle das eine Sein, das eine Ich. Das werden die Kirchen nie konkret vermitteln, denn ohne Konkurrenz, Krieg usw .. profitiert die Welt nicht. Und die Kirchen dienen der Welt.
Das Erleuchtungserlebnis ergibt sich ja zunächst höchstens ab und zu.
Ach so. Dann erzähl mal wie es bei dir war.
Ich glaube nicht, dass das Erlebte Einheitsgefühl unsere Existenzform nach dem Tod ist. Der normale Mensch ist nicht frei von Persönlichkeit.
Jesus belehrt keine normalen Menschen.
Jesus lehrt nicht, was nach dem Tod sein soll, sondern vor dem Tod. Wobei ... und jetzt wieder Jakoby: es gar keinen Tod gibt. Thomas-Evangelium: „Wer die Bedeutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken."