Re: geboren oder geschaffen
Verfasst: Mo 14. Jun 2021, 18:00
also ,ich fand meine beiträge witzig 
Community für Menschen auf der Suche nach Gott
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Wie kommst du darauf ?
Mein Ausgangspunkt ist ja der, dass ich nicht glaube, dass der Mensch mit dem Essen vom Baum der Erkenntnis etwas hinzu gewonnen hat, sondern verloren. Gott sagt doch schließlich : "Der Mensch ist geworden wie einer von uns". Er sagt nicht "geworden wie wir/ich". Er meint echad als Zahlwort Einer. Der Rest hat sich nach dem Essen wohl verflüchtigt. Welcher Rest ? Der Rest der Sieben Geister Gottes > Jesaja 11,2Hiob hat geschrieben: ↑Mo 14. Jun 2021, 17:55 Natürlich kann das Ebenbild bei voll aktiviertem Potential die List des Bösen durchschauen - aber eben erst dann. Und eben nicht, BEVOR er vom Baum der ERKENNTNIS <sic!> von GUT UND BÖSE <sic!> gegessen hat. - Der Baum ist die Initiierung der Bewusstwerdung der Ebenbildlichkeit.
Das ist keine selbstverständliche Prämisse, so lieb man die Tradition dieses Dogmas auch gewonnen hat. Es ist recht offensichtlich, dass diese Tradition aus der persischen Mythologie übernommen wurde und das dann hält für eine erstaunliche Gemeinsamkeit des Biblischen mit dem Avestischen und Zarathustrischen. Zum Charakter des Zarathustrischen wäre auch noch eine Menge zu sagen, aber das hat woanders Platz.Hiob hat geschrieben: ↑Mo 14. Jun 2021, 17:55 Ja, und "das Böse" ist dem Menschen sozusagen chronologisch voraus - das, was bei König von Tyrus geschieht, ist eine Chiffre für den "Sündenfall" des Satans, der vorher "Engel" war und als erster sein Ich als Gegen-Orientierungs-Größe zu Gott entdeckt hat - mit den notwendigen Folgen. - Mit anderen Worten: Die SChlange ist Ausdrucksform eines bereits geschehenen Falls, der bei A+E einen Domino-Effekt auslöst.
Wie kann man NICHT drauf kommen, dass Satan und Schlange unterschiedliche Darstellungsformen des Bösen sind? Alternative? - Im Grunde müsste man jetzt fragen, was "das Böse" eigentlich ist - also das geistliche Urbild davon definieren.
Beides: Er hat die Vollkommenheit des Naiven verloren und die Reflexionsfähigkeit in einer dialektischen/dualistischen Welt gewonnen. Geistlich/"mystisch" hat er verloren, in Sachen Eigen-Bewusstsein hat er gewonnen.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mo 14. Jun 2021, 23:51 Mein Ausgangspunkt ist ja der, dass ich nicht glaube, dass der Mensch mit dem Essen vom Baum der Erkenntnis etwas hinzu gewonnen hat, sondern verloren.
Kann ich jetzt gar nicht beurteilen. - Unabhängig davon halte ich es nicht für relevant, da sich kulturelle Abbilder von geistlichen Urbildern in unterschiedlichsten Kulturen reimen. - Einfaches Beispiel: Urbildlich ist die griechische Achilles-Ferse und das Nibelungen-Lindenblatt-Mal bei Siegfried dasselbe. Deshalb ist es irrelevant, ob das eine vom anderen historisch übernommen wurde oder jeweils aus dem Urbild heraus entwickelt wurde.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Mo 14. Jun 2021, 23:51 Es ist recht offensichtlich, dass diese Tradition aus der persischen Mythologie übernommen wurde und das dann hält für eine erstaunliche Gemeinsamkeit des Biblischen mit dem Avestischen und Zarathustrischen.
Das lag an dem fehlenden Willen und Satans raffinierten Verführungskünsten.1 Mo 3,1
Es gibt eben auch ein Bedürfnis nach Erkenntnis und Bewußtseinserweiterung, Eva nennt es Klugheit.Hiob
"Wille" ist nichts anderes als das Instrument eines Bedürfnisses. - Wenn ich Hunger habe, "will" ich essen - wenn ich Gott fühle, "will" ich Kontakt zu Gott. - Wenn kein Bedürfnis da ist, gibt es keinen Willen.
Das Böse ist die Notwendigkeit, sich im Leben richtig entscheiden zu müssen.Hiob
Das würde ich auch nicht tun. Aber bereits im Säugling ist durch seine Ebenbildlichkeit, ....das Böse potential da - so wie ein Keim ruhen kann und irgendwann notwendigerweise aktiv wird.
Eine trügerische Falle ist vor allem der Reichtum. Wer glaubt schon, daß es Gott verwerflich empfindet, wenn er zu viele Reichtümer aufhäuft ? Lk 12,18-20
Muß man das definieren ? Schuld ist Schuld und David betete, daß ihm der HERR die unerkannten bzw. verborgenen Sünden verzeihen soll. Ps 19,12. Irgendwann wird Gott daran erinnern, was der Buße bedarf.
Der verlorene Sohn hat darüber nachgedacht, daß selbst die Tagelöhner bei seinem Vater ein besseres Leben hatten, als er es jetzt in der Fremde hatte. Lk 12,17 Mag sein, daß er bei diesem Gedanken auch etwas Achtung für seinen Vater entwickelt hat, aber hauptsächlich hatte er Hunger.
Der Mensch bekommt Gelegenheit dazu, sagte Hiob 33. Ob ers macht, das weiß ich nicht.Hiob
Aber das geht doch nur, wenn Du erkennst. Und das tust Du spätestens im Licht der Erkenntnis, was ja eine Gnade ist. ...
Nun behaupte ich folgendes: Wer im Licht der Erkenntnis steht, wird IMMER bereuen und um Vergebung bitten - es sei denn, er ist besessen (wobei ich damit eine stille Art der Besessenheit meine, von der man eventuell gar nichts mitkriegt). - Also muss ich anders formulieren: Wer immer im Licht der Erkenntnis steht UND vom Satan befreit ist, wird gerne die Knie beugen.
Da wirst du über manche Entscheidungen sicher sorgfältig nachdenken. Du bist nicht immer dafür verantwortlich, wie deine Mitmenschen leben, erst recht nicht, für das, was du nicht weißt. Aber wir haben mittlerweile eine Fülle von Informationen und haben ein wenig auch die Verantwortung für die ganze Welt bekommen.
Johannes schreibt dazu in seinen Briefen, daß wir, nachdem wir erkannt haben, daß Jesus uns sein Leben dargelegt hat, auch wir unser Leben für die Brüder darlegen sollen. 1 Joh 3,16
Neutral gelesen stimme ich Dir zu. - Aber das war nicht der Grund, sondern der Weg.
Richtig - aber auch das muss erst mal angestoßen sein. Konkret: Ein intelligenter und durchaus aufgeweckter heutiger Mensch wird oft KEIN Bedürfnis nach geistlicher Bewusstseinserweiterung im christlichen Sinne haben, so wie Du nicht die Geschichte von Pumuckl zum Anlass nimmst, Bewusstseinserweiterung zu wollen. Mit anderen Worten: Es muss doch erst mal ein Kern da sein, den man wachsen lassen wollen kann.
Den Baum des Lebens gab es für A+E NICHT - von ihm wussten sie nichts (das erfährt nur der Leser). - Das ist auch logisch, weil der Baum des Lebens erst NACH dem "Fall" Sinn macht. - Eine "Schleuse zurück" macht erst dann Sinn, nachdem die "Schleuse hinaus" benutzt wurde.
Unterm Strich: Zustimmung.
"Entscheiden" ist ein Götzenbegriff. - Im Vordergrund steht vielmehr, dass der Mensch durch das Böse das Gute erkennt - sich durch den Mangel das Vollkommene bewusst macht (machen KANN). - "Entscheiden" ist dann eine anhängende Lappalie, weil aus meiner Sicht vollkommene Erkenntnis falsche Entscheidungen ausschließt.
Genau das trifft auf A+E zu.
Du hast es jetzt ja definiert - und zwar so, wie ich es ebenfalls definiere: Schuld kann einem selber verborgen sein, ist also nicht notwendigerweise Folge einer "Entscheidung", etwas Falsches zu tun.
Was ja übertragen "geistlicher Hunger" ist - naja, und das ist ein "Bedürfnis". - Dieses Bedürfnis gab es vorher nicht, jetzt hat es sich entwickelt (Heilsgeschichte!). - Da braucht man keine Worte wie "Entscheidung".
Im Jenseits ist es wohl der Anfang der Visio Beatifica. --- Wie auch immer: DAS ist mit "erkennen" gemeint - es ist nicht intellektuell gemeint.
Die Bibel kennt doch gar keinen Archetyp des Bösen in Person. Es gibt das Böse als Prinzip und den Bösen in Person eines Menschen. Aber auch jeder böse Mensch ist mehr als nur ein böser Mensch und hierin liegt die Würde des Menschen begründet.
Nichts hat der Mensch gewonnen. Er hat sich ausschließlich selbstermächtigt und das gibt einen Schein von Gewinn in einer selbst geschaffenen Welt die sich selbst, ihre Ziele und Prinzipien zum Maßstab nimmt. Die Selbstermächtigung, also sich selbst zum Gott zu machen, das ist das Prinzip des Bösen in der Bibel und der Geist des Satanischen. Deswegen kann Jesus Petrus auch Satan nennen, denn Petrus wurde hier vom Geist des Eifers der Selbstermächtigung ergriffen.
Dieses Urbild ist aber nicht biblisch, es wurde von Kirchenvätern, die noch den alten Denkmustern verhaftet waren, in die Bibel hinein getragen. Das war die Motivation zur Ökomene bzw. des Syncretismus. Man schaue sich auch Eusebius Chronographie an, wo er versucht, die Geschlechtsregister sämtlicher Königtümer in Einklang zu bringen mit denen der Bibel. Was ist das anderes als eine Form der diplomatischen Geschichtslesung ?Hiob hat geschrieben: ↑Di 15. Jun 2021, 00:04Unabhängig davon halte ich es nicht für relevant, da sich kulturelle Abbilder von geistlichen Urbildern in unterschiedlichsten Kulturen reimen. - Einfaches Beispiel: Urbildlich ist die griechische Achilles-Ferse und das Nibelungen-Lindenblatt-Mal bei Siegfried dasselbe. Deshalb ist es irrelevant, ob das eine vom anderen historisch übernommen wurde oder jeweils aus dem Urbild heraus entwickelt wurde.
Naja - der "Hinderer" taucht schon ab und an auf. Im Buch Hiob allerdings als "Angestellter" Gottes. Auch bei der Volkszählerei in 2 Chr. spielt er eine Rolle.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Di 15. Jun 2021, 18:01 Die Bibel kennt doch gar keinen Archetyp des Bösen in Person.
Da sind wir uns vollkommen einig. Aber das ist nun mal der Weg, um zum "Gewinn" einer geistlich erkennenden Person zu kommen. Per aspera ad astra.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Di 15. Jun 2021, 18:01 Die Selbstermächtigung, also sich selbst zum Gott zu machen, das ist das Prinzip des Bösen in der Bibel und der Geist des Satanischen.
Wenn damit dem Geist der Bibel entsprochen wird, ist das ok. - Deshalb die Frage: Wird man damit der Schrift gerecht? Da werden einige ja, andere nein sagen.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Di 15. Jun 2021, 18:01 Dieses Urbild ist aber nicht biblisch, es wurde von Kirchenvätern, die noch den alten Denkmustern verhaftet waren, in die Bibel hinein getragen.
Für mich ist es auch der Grund. Und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Satan hat es angestoßen, ein recht intelligenter, von Vielen unterschätzter Feind Gottes und damit auch ein Feind der Menschheit.Hiob
Richtig - aber auch das muss erst mal angestoßen sein. Konkret: Ein intelligenter und durchaus aufgeweckter heutiger Mensch wird oft KEIN Bedürfnis nach geistlicher Bewusstseinserweiterung im christlichen Sinne haben, so wie Du nicht die Geschichte von Pumuckl zum Anlass nimmst, Bewusstseinserweiterung zu wollen. Mit anderen Worten: Es muss doch erst mal ein Kern da sein, den man wachsen lassen wollen kann.
Aus meiner Sicht waren die Bäume da, der HERR spricht aber nicht von dem Baum des Lebens. 1 Mo 2,17. Namentlich wird nur der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen genannt. Eva spricht auch nur von den Bäumen in der Mitte des Gartens. 2 Mo 3,3HiobDen Baum des Lebens gab es für A+E NICHT - von ihm wussten sie nichts (das erfährt nur der Leser). - Das ist auch logisch, weil der Baum des Lebens erst NACH dem "Fall" Sinn macht. - Eine "Schleuse zurück" macht erst dann Sinn, nachdem die "Schleuse hinaus" benutzt wurde.
Der Begriff der Entscheidung ist sehr wichtig, weil du hier die Weichen stellst, entweder zum Guten oder zum Bösen. Vollkommene Einsicht reicht nicht immer aus, weil man manchmal trotzdem das Falsche tut. Dann sind eben andere Anreize da, Dinge, die das weltliche Leben bietet, Macht und Reichtum. Mt 13,22, 1 Tim 6,10, Spr 28,25,HiobUnterm Strich: Zustimmung.
"Entscheiden" ist ein Götzenbegriff. - Im Vordergrund steht vielmehr, dass der Mensch durch das Böse das Gute erkennt - sich durch den Mangel das Vollkommene bewusst macht (machen KANN). - "Entscheiden" ist dann eine anhängende Lappalie, weil aus meiner Sicht vollkommene Erkenntnis falsche Entscheidungen ausschließt.
Auf all anderen Menschen auch.Rö 3,23-24
Aber meistens.Hiob
Du hast es jetzt ja definiert - und zwar so, wie ich es ebenfalls definiere: Schuld kann einem selber verborgen sein, ist also nicht notwendigerweise Folge einer "Entscheidung", etwas Falsches zu tun.
In dem Gleichnis klingt es mehr nach leiblichem Wohlergehen. Geistlich übertragen könnte man das schon. Aber die Entscheidung nimmt dir keiner ab. Du mußt dich auf Gott zu bewegen, wie der verlorene Sohn in der Fremde. Jak 4,8Hiob
Was ja übertragen "geistlicher Hunger" ist - naja, und das ist ein "Bedürfnis". - Dieses Bedürfnis gab es vorher nicht, jetzt hat es sich entwickelt (Heilsgeschichte!). - Da braucht man keine Worte wie "Entscheidung".
Noch sind wir im Diesseits und leben mit der Hoffnung, aber nicht mit der Gewissheit, Gott schauen zu dürfen. Mt 5,8Hiob
Im Jenseits ist es wohl der Anfang der Visio Beatifica. --- Wie auch immer: DAS ist mit "erkennen" gemeint - es ist nicht intellektuell gemeint.
Für mich ist es auch der Grund. Und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Satan hat es angestoßen, ein recht intelligenter, von Vielen unterschätzter Feind Gottes und damit auch ein Feind der Menschheit.Hiob
Richtig - aber auch das muss erst mal angestoßen sein. Konkret: Ein intelligenter und durchaus aufgeweckter heutiger Mensch wird oft KEIN Bedürfnis nach geistlicher Bewusstseinserweiterung im christlichen Sinne haben, so wie Du nicht die Geschichte von Pumuckl zum Anlass nimmst, Bewusstseinserweiterung zu wollen. Mit anderen Worten: Es muss doch erst mal ein Kern da sein, den man wachsen lassen wollen kann.
Aus meiner Sicht waren die Bäume da, der HERR spricht aber nicht von dem Baum des Lebens. 1 Mo 2,17. Namentlich wird nur der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen genannt. Eva spricht auch nur von den Bäumen in der Mitte des Gartens. 2 Mo 3,3HiobDen Baum des Lebens gab es für A+E NICHT - von ihm wussten sie nichts (das erfährt nur der Leser). - Das ist auch logisch, weil der Baum des Lebens erst NACH dem "Fall" Sinn macht. - Eine "Schleuse zurück" macht erst dann Sinn, nachdem die "Schleuse hinaus" benutzt wurde.
Der Begriff der Entscheidung ist sehr wichtig, weil du hier die Weichen stellst, entweder zum Guten oder zum Bösen. Vollkommene Einsicht reicht nicht immer aus, weil man manchmal trotzdem das Falsche tut. Dann sind eben andere Anreize da, Dinge, die das weltliche Leben bietet, Macht und Reichtum. Mt 13,22, 1 Tim 6,10, Spr 28,25,HiobUnterm Strich: Zustimmung.
"Entscheiden" ist ein Götzenbegriff. - Im Vordergrund steht vielmehr, dass der Mensch durch das Böse das Gute erkennt - sich durch den Mangel das Vollkommene bewusst macht (machen KANN). - "Entscheiden" ist dann eine anhängende Lappalie, weil aus meiner Sicht vollkommene Erkenntnis falsche Entscheidungen ausschließt.
Auf all anderen Menschen auch.Rö 3,23-24
Aber meistens.Hiob
Du hast es jetzt ja definiert - und zwar so, wie ich es ebenfalls definiere: Schuld kann einem selber verborgen sein, ist also nicht notwendigerweise Folge einer "Entscheidung", etwas Falsches zu tun.
In dem Gleichnis klingt es mehr nach leiblichem Wohlergehen. Geistlich übertragen könnte man das schon. Aber die Entscheidung nimmt dir keiner ab. Du mußt dich auf Gott zu bewegen, wie der verlorene Sohn in der Fremde. Jak 4,8Hiob
Was ja übertragen "geistlicher Hunger" ist - naja, und das ist ein "Bedürfnis". - Dieses Bedürfnis gab es vorher nicht, jetzt hat es sich entwickelt (Heilsgeschichte!). - Da braucht man keine Worte wie "Entscheidung".
Noch sind wir im Diesseits und leben mit der Hoffnung, aber nicht mit der Gewissheit, Gott schauen zu dürfen. Mt 5,8Hiob
Im Jenseits ist es wohl der Anfang der Visio Beatifica. --- Wie auch immer: DAS ist mit "erkennen" gemeint - es ist nicht intellektuell gemeint.