Ich weiß nicht, Koch aufgedeckt hätte. Er ist viel gereist als Prediger und hat, wie es scheint, überall Geschichten gesammelt. Witzigerweise völlig unüberprüfbar: Herr A aus B sagte mir …. Aber unterhaltsam zu lesen.
Das ist eine vernünftige Aussage, alles in Frage zu stellen, solange man, was er sagt, nicht überdacht und durch eine Anzahl anderer Berichte überprüft hat. Wird aber überall entsprechendes berichtet, ist es real und man muß deuten, was dahinter steckt, was dies alles verursacht. Es kann auf diese Weise nach Art der Feldforschung validiert werden.
Daher: Wer anfängt, über diese Dinge nachzudenken, muß recherchieren. Bis ihm Vieles klar wird. Auf diese Weise kann ich Koch zustimmen.
Deine Kritik an Koch halte ich für sehr oberflächlich und gelenkt durch Wunschdenken: So wie er sagt, darf die Wirklichkeit nicht sein. Man es nicht wahrhaben möchte.
Es ist dieselbe Ablehnung, die unser Anthroposoph immer äußert. Und die Vorkommnisse werden mit seichter Psychologie atheistisch erklärt.
Ich erinnere mich an eine Geschichte, die hat eine Afrikanerin erzählt, die er wohl gut kannte, eine Jenseitsreise, die seiner eigenen biblischen Sicht entgegenkam. Moodys Buch kannte er wohl auch, bemängelte aber das fehlende "biblische", stimmts?
Du erinnerst dich an Koch? Was hast du denn von ihm gelesen ? Du weißt aber, dass es viele christliche Nahtoderlebnisse gibt ?
Und dass Sundar Singh ja wohl recht umfassende Erlebnisse eines Himmels hatte, der sehr christozentrisch ist. Davon erwähnst du gar nichts.
Was Moody anders sieht und anders erklärt, kann man nachprüfen. Aber deine knappe Aussage erst recht.
Wie das so ist: Man nimmt, was man gehört hat, auch von Nahtoten, und deutet es so, wie man es sich denkt.
Man muss erwägen, wer Christis im Himmel nicht sieht, eventuell unfähig ist, ihn zu sehen. Nicht nur erwägen, dass Christen so programmiert sind, dass sie Christus wahrnehmen. Diese Sichtweisen nimmt man an, jenachdem man von seiner eigenen Ansicht geprägt ist.
Der Psychologe Lechner wurde mit der Wirklichkeit der Besessenheit so massiv konfrontiert, dass er begriff, es ist Wirklichkeit. Und Atheisten lernen durch selbat erlebte, langwierige Spukvorkommnisse, dass es wahrscheinlich ist.
Und ein ganz normaler Mensch kann durch Blumhardt lernen, was bei Besessenheit mit Spuk "unglaubliches" passieren kann. Auch seine Schilderungen kann man mit anderen Vorkommnissen validieren, verifizieren.