David und der Krieg

Themen des alten Testaments
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ProfDrVonUndZu
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:10 Nein, denn auf den Thron Davids setzt sich der Herr Jesus, das ist genau so der Thron Salomos.
Es geht um die langfristige Prophetie, als Gott dem David zusagt, er werde ihm ein Haus bauen.
Seit der babylonischen Gefangenschaft gab es keinen Thron in Jerusalem mehr. Es heißt ja nicht umsonst, dass Jesus der Erbe Davids ist. Der Anspruch des Throns geht aber nicht über Salomo zu Jesus, sondern nach dem Stammbaum Jesu aus Lukas 3 geht es nach David bei Nathan (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Propheten) weiter.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Hoger
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 23:38 Goliath war eine Kampfmaschine, die mit keiner Waffe zu überwältigen war. Was da vorliegt ist kein Kampf, sondern Gericht Gottes durch ein Wunder Gottes (der Treffer war ein Wunder) und das durch die Hand Davids.
Was ist so schlimm daran, wenn Gott unehrenhaftes für seine Pläne verwendet? Der Stammbaum Jesu hat Persönlichkeiten die mancher Christ nicht als ehrenhaft bezeichnen könnte...

Goliath wird ein ganz normaler Anführer gewesen sein, der halt durch seine Körperkräfte und seine Ambitionen da war, wo er gewesen ist. Kampfmaschinen waren sie damals für uns heutige alle
Erforsche mich. Ewiger, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:25 Was ist so schlimm daran, wenn Gott unehrenhaftes für seine Pläne verwendet?
Nichts, aber nur dort, wo eben auch unehrenhaftes vorliegt. Wir verschleudern das Thema, wenn wir hinter jeder nicht gleich erkennbaren Sache einfach mal "unehrenhaftes" vermuten und unterstellen, das ist nicht notwendig und schmälert die Einzigartigkeit der Geschichte und des Wortes Gottes.
Wenn es einen plausible Erklärung gibt die keine Besonderheit für eine Erklärung braucht, dann bleiben wir besser bei der einfachen Sicht der Dinge.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:22 nach dem Stammbaum Jesu aus Lukas 3 geht es nach David bei Nathan weiter.
Bei Matthäus geht es mit Salomo weiter. Was nun?
Das sei wohl recht einfach zu erklären, meinen Theologen, die das zu erklären meinen.
Beide Stammbäume sind korrekt, nur ist einer der der Maria und der andere der Josephs. Welcher was, weiß ich nicht, aber während Matthäus den Stammbaum von Abraham aus beginnt, geht Lukas von Jesus aus zurück bis zu Gott selbst. Lukas erwähnt aber einen interessanten Punkt: Jesus wurde gehalten für einen Sohn Josephs (war er wie wir wissen ja aber gar nicht!) Möglicherweise ist das der entscheidende Unterschied in den Stammbäumen. Es war eine Besonderheit, daß die hochschwangere Maria mit auf die Reise gehen mußte, obwohl nur der Mann zählte, es also genügt hätte, wenn Joseph nach Bethlehem gegangen wäre, da er doch aber Nazarener war?!?
Die Vermutung ist hier nun, daß Maria Erbbesitz (das war für die "Schätzung" relevant) in Bethlehem hatte, Joseph aber nicht. Gott fügt so den "Zufall", daß der Erlöser auch wirklich in Bethlehem zur Welt kommt, obwohl die "Vaterstadt"(!) Nazareth ist. Diese scheinbare WIrrnis bringt mehrere prophetische Aussgen über Jesus zusammen, die scheinbar widersprüchlich waren, erstens kommt der Herr aus Bethlehem in Juda, zweitens ist die Besonderheit das helle Licht das dem Galiläa der Heiden erstrahlt (Bezug auf Nazareth). Dann wird Jesus "Nazoräer" genannt. Das "Kann" Nazarener heißen, aber auch Nazir. Oder es bedeutet geheimnisvollerweies beides! Jesus wr kein Nazir im damaligen Verständnis, er war zwar "geweiht", aber nicht was man darunter verstand, Johannes er Täufer war ein typischer Nazir und Simson auch. Der Herr Jesus war aber auf jedenFall Nazarener aus Bethlehem. Und das war einzigartig. Und das war er nicht nur auf dem Pergament, sondern abstammungsgeschichtlich sowohl als auch.

Genug des Exkurses: Salomo war einer der Stammväter Jesu, nur wissen wir nicht ob in der wirklichen aber inoffiziellen, nicht üblich anerkannten Linie über Maria oder in der scheinbaren, aber offiziellen, und traditionell anerkannten Linie über Joseph.
Was zählt mehr, die Vaterschaft Josephs, oder die Mutterschaft der Maria?
Letzteres, so die Schrift.
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Oleander
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Oleander »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 16:12 Also nehme ich jetzt mal die wohlbekannte Geschichte von David und Goliath.
Wenn du solche biblischen Erzählungen liest, inwiefern könnnen sie einen Einfluss auf dein persönliches Leben haben?
Ich meine damit, was dich das für dein eigenes Leben lehrt.

Inwiefern profitierst du aus Davids Erfahrungen für dein Leben?
Helmuth hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 11:51 Das beurteilst du vermutlich auf Basis deiner negativen Haltung zum Kriegerischen.
Ja und? :roll:
Du selber beurteilst ja auch immer wieder etwas. ;)
Helmuth hat geschrieben: Di 1. Apr 2025, 11:51 Ich denke Gott ist noch weit kriegerischer als ein Mensch sein könnte.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst..."

Jedenfalls denke ich nicht wie du, im Bezug auf einen "Kriegsgott" :angel:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:07
Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:02 Wenn Begriffe wie ewig darin vorkommen, ist Salomo typisch gemeint, aber nur als Bild für den, der ewig auf dem Thron sitzt, das ist nicht Salomo.
Spätestens mit der babylonischen Gefangenschaft war das mit Salomos Thronerbe eh vorbei.
Salomo ist nicht die Thronlinie zu Jesus, sondern Nathan:
Lk 3,31 hat geschrieben: des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David
ich denke aber nicht, dass dies der Prophet war, sonst hätte das wo seine Erwähnung gefunden. Jedenfalls ist für mich damit die Stammbaumlinie nach dem Mt-Ev falsch.

Der Harmonierungsversuch von Abischai ist was üblich gemacht wird, wenn Ungereimtheiten auftreten. Da sie nach dogmatischen Vorgaben nicht sein dürfen, muss zwanghaft eine möglichst theologisch klingende Erklärung gefunden werden, die das wegerklärt.

Der ungemeine Vorteil meiner undogmatischen Herangehensweise ist, dass in der Berichterstattung auch Fehler möglich sind, weil eben Menschen am Werk sind und keine Heiligen-Geist-Roboter, denen das alles so eingegeben wurde. Das ist nur ein Beispiel von vielen dafür, dass dieses Dogma an der Realität der Berichterstattung der Bibel selbst zerbricht. Ich gebe in historischen Belangen auch Lukas den Vorzug.

Nun, auf die Taten Davids hat das keinen Einfluss. Jesus ist weiter ein Sohn Davids, nur nicht über Salomo. Ein Makel an David war seine Vielweiberei, zwar nicht so wie Salomo, aber seine Schwäche für Frauen wurde ihm beinahe zu einem Verhängnis.

Vielleicht ist das schon eine mögliche Erkläriung, dass Salomo zwar noch den Thron bestieg, wie David das zugesagt wurde, aber er sollte nicht mehr die geistliche Erbfolge anführen, da Gott dazu auch eine Bedingung nach dem Wort gesetzt hatte:
1. Kön 9,4-5 hat geschrieben: Und du, wenn du vor mir wandeln wirst, so wie dein Vater David gewandelt ist, in Lauterkeit des Herzens und in Geradheit, dass du tust nach allem, was ich dir geboten habe, und wenn du meine Satzungen und meine Rechte beachten wirst, so werde ich den Thron deines Königtums über Israel befestigen auf ewig, so wie ich zu deinem Vater David geredet habe, indem ich sprach: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels.
Salomo erbrachte die Bedingung nicht. Weiters gilt die Verheißung der Festigung des ewigen Thrones nicht ihm, sondern seinem Vater David. So muss man die Verheißungen trennen. Es fehlte ja auch nie an einem Mann, und zwar um Davids willen, aber die geistliche Erbfolge zu Jesus läuft nicht über Salomo, sondern über Nathan.

Das entspricht auch ganz der Art wie Gott seinen einziggezeugten Sohn nicht aus einem großartigen Herrschergeschlecht hervorkommen hat lassen, sondern aus eine ganz normalen Bürgerfamilie aus Nazareth, die keine nationale Bedeutung hatte, bzw. erst dann, und dann in geistlicher Hinsicht, als der Messias geoffenbart werden sollte.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mi 2. Apr 2025, 07:56, insgesamt 2-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Ziska
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Ziska »

Helmuth hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 07:18
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:07
Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:02 Wenn Begriffe wie ewig darin vorkommen, ist Salomo typisch gemeint, aber nur als Bild für den, der ewig auf dem Thron sitzt, das ist nicht Salomo.
Spätestens mit der babylonischen Gefangenschaft war das mit Salomos Thronerbe eh vorbei.
Salomo ist nicht die Thronlinie zu Jesus, sondern Nathan:
Lk 3,31 hat geschrieben: des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David
ich denke aber nicht, dass dies der Prophet war, sonst hätte das wo seine Erwähnung gefunden. Jedenfalls ist damit die Stammbaumlinie nach dem Mt-Ev falsch.
Da ist nichts falsch…

Matthäus hat die Linie über Davids Sohn Salomo zurückverfolgt.
Lukas über Nathan, einen anderen Sohn von David (Mat 1:6, 7).
Warum?
1. Lukas gibt offensichtlich die Abstammungslinie Marias an und macht dadurch Jesu biologische Abstammung von David deutlich.

2. Matthäus belegt durch die Linie von Joseph – der vom rechtlichen Standpunkt
aus Jesu Vater war –, dass Jesus als Nachkomme Salomos
Rechtsanspruch auf den Thron Davids besaß.
LG Ziska

Jesus wird alle Kriege beenden!

https://www.jw.org/de/bibliothek/artike ... e-beenden/
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 07:29 1. Lukas gibt offensichtlich die Abstammungslinie Marias an und macht dadurch Jesu biologische Abstammung von David deutlich.

2. Matthäus belegt durch die Linie von Joseph – der vom rechtlichen Standpunkt aus Jesu Vater war –, dass Jesus als Nachkomme Salomos
Rechtsanspruch auf den Thron Davids besaß.
Der rechtliche Standpunkt ist hier auch das einzige was zählen kann, denn wir wissen, dass Josef ohnehin nicht der biologische Vater des Herrn Jesus ist. Die Herkunft Marias kennen wir nicht.

Es ist einer der Harmonisierungsversuche Maria einzubringen. In einer biblischen Chronik gibt es aber keine Erbfolge über eine Frau. Es werden viele Ehefrauen erwähnt, wie in unserem Fall Maria im Stammbaum nach dem Mt-Ev. Ihre Herkunft ist nicht maßgeblich, es zählt der männliche Same. Im Lk-Ev wird ihr Name in seiner Chronik nicht einmal erwähnt.

Es geht in diesen Chroniken für mich recht eindeutig um Josefs Herkunft. Und da ist schon der Name des ersten Vaters Josefs ein jeweils anderer. Biologsch hat Gott aber eine Grundlage geschaffen: Jeder Mensch kann zwar viele Söhne haben, aber nur einen Vater und das gilt auch für jeden weiteren der Vorväter.

Es führen beiden Stammbaum-Rekonstruktionen im NT von David zu Josef. Es kann aber nur eine richtig sein oder es wären beide irrelevant. Es funktionieren auch nicht die Leviratstheorien, die aufgestellt wurden, denn diese ändern nicht die Biologie, die Gott vorgegeben hatte.

Er ist also ein Nonsens zu glauben Salomo und Nathan, die beide dem Fleische nach Söhne Davids sind, wären gleichzeitig die Vorväter von Josef aus Nazarteh und das ließe sich theologisch erklären.

So wird beinhart wieder die Schöpfungsgrundlage Gottes über Bord geworfen zugunsten einer dogmatischen Setzung und man glaubt es bedürfe nur der rechten Harmonisierungs-Theologie. Dazu denkt man leider nicht genauer nach und begnügt sich mit unzulänglichen Erklärungen. Man muss sich in dem Fall entscheiden, wer glaubwürdiger ist. Für mich ist das Lukas.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 01:17 Genug des Exkurses: Salomo war einer der Stammväter Jesu, nur wissen wir nicht ob in der wirklichen aber inoffiziellen, nicht üblich anerkannten Linie über Maria oder in der scheinbaren, aber offiziellen, und traditionell anerkannten Linie über Joseph.
Was zählt mehr, die Vaterschaft Josephs, oder die Mutterschaft der Maria?
Letzteres, so die Schrift.
Maria hat mit dem Stammbaum nichts zu tun. Besseres fällt den bequemen Theologen echt nicht ein.

Der Stammbaum bei Matthäus zeigt die biologische Linie, deswegen steht da auch "XYZ zeugte..." Bei Lukas steht die erbrechtliche Linie.

Ich selber habe zwei Väter. Einen biologischen und einen rechtlichen.
Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 01:17Lukas erwähnt aber einen interessanten Punkt: Jesus wurde gehalten für einen Sohn Josephs (war er wie wir wissen ja aber gar nicht!)
Ne ne ne, da geht es nicht um ein bloßes Vermuten. NomizO bedeutet normative Rechtssetzung. Man hielt Jesus in dem Sinne für einen Sohn Josephs, dass es rechtlich so festgelegt wurde. Die Vaterschaft war gültig und anerkannt.

Als Adoptivkind weiß ich, wovon ich da rede. Wer behauptet, meine Adoptiveltern wären ja gar nicht meine richtigen Eltern, der bekommt aber Schwierigkeiten. Juristisch steht das einwandfrei fest.

Da, wo der Stammbaum bei Lukas von der biologischen Linie bei Matthäus abweicht, haben wir es mit rechtlicher Vaterschaft zu tun. Es gab mehrere Adoptionen.
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Hans-Joachim
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hans-Joachim »

Hoger hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:25 Was ist so schlimm daran, wenn Gott unehrenhaftes für seine Pläne verwendet? Der Stammbaum Jesu hat Persönlichkeiten die mancher Christ nicht als ehrenhaft bezeichnen könnte...
Was Gott tut, kann nicht unehrenhaft sein.
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