Crans-Montana - Unfall oder Gottes Urteil?

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Magdalena61
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Re: Crans-Montana - Unfall oder Gottes Urteil?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02
Magdalena61 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 02:04 Mindestens durch Lot, der die Männer, die seine Schwiegersöhne werden sollten, warnte. 1. Mose 19,14
Das war maximal ein Tag davor. Bis dahin wusste nicht einmal Lot, dass die Stadt vernichtet werden solle.
Wenn ein Grundwissen vorhanden war, wußten sie, dass ihr Lebensstil den Zorn Gottes herausforderte.
Und dass sie nicht unwissend waren, habe ich nachgewiesen.

Hesekiel erwähnt die Schuld Sodoms:
Hes. 16, 49-50 (LUT): Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Stolz und alles in Fülle und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern; aber dem Armen und Elenden halfen sie nicht, sondern waren hoffärtig und taten Gräuel vor mir. Darum habe ich sie auch hinweggetan, wie du gesehen hast.
Wenn "alle anderen" Bescheid wissen, wäre es ja geradezu pervers gewesen, Gericht zu üben ohne die Angeklagten darüber zu informieren ; ohne ihnen eine Chance zu geben, ihr Leben zu ändern.

Warum sollte JHWH bei Sodom und Gomorra anders vorgehen als vor der Sintflut oder anderen Gerichten wie z. B. den zehn Plagen über Ägypten und der Vernichtung der Armee des Pharao im Schilfmeer?
Genauso gut könntest du bemängeln, dass Gott die Götzendiener in 4. Mose 25 ohne weitere Vorwarnung hinrichten ließ und somit den Anhängern des Baal-Peor "keine zweite Chance" gab. Und zuvor waren 24 000 Menschen an irgendeiner "Plage" gestorben.

Mit dem Wissen von heute könnte man sagen: Die mit dem Götzendienst verbundene Hurerei begünstigte die Ausbreitung einer tödlichen Seuche (Syphilis? man stelle sich die Folgen ungezügelter Promiskuität einfach mal in den Anfangszeiten des Auftretens des Wuhan- Virus vor...). Und um zu verhindern, dass das ganze Volk infiziert wurde, mussten die Überträger der Krankheit eliminiert werden.

Ich bin sicher; in Sodom und Gomorra lag ein ähnlicher Grund vor. Mal abgesehen davon, dass sexuelle Unzucht immer auch Auswirkungen im geistlichen Bereich hat 1. Kor. 6- Hurerei öffnet jede Menge Einfallstore für dämonische Dominanz-
Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02Auch Abraham erfuhr es erst einen Tag zuvor, als er mit Gott verhandelte wegen der Gerechten.
Immerhin -- waren sie informiert. Lot hatte ja auch noch Zeit, die Stadt zu verlassen, das hätten andere auch tun können. Die entscheidende Frage war, ob sie den HERRN ernst nahmen--

Wie war das eigentlich mit Pompeji? War das auch ein Gericht Gottes? Oder muss man auch hier von "menschlichem Versagen" sprechen... denn bevor der Vulkan dann so richtig loslegte, hatte es offenbar einige Warnzeichen gegeben--
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Magdalena61
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Re: Crans-Montana - Unfall oder Gottes Urteil?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02Es gab vielleicht nur 4, das war Lots Familie und die wurden auch bewahrt.
Drei. Die Frau von Lot kam auch ums Leben. Vielleicht galt aber auch nur Lot als gerecht, und seine Töchter wurden gerettet, weil Lot gläubig war 2. Petr. 2,7... und Abraham Fürbitte getan hatte.
Damit bestätigst du aber, dass es in dieser Stadt potenziell Gerechte gab; gegeben haben könnte, und gerecht kann in diesem Zusammenhang nur jemand sein, der JHWH respektiert.
Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02Nun stell dir folgendes Szenario vor. Um 23 Uhr käme einer in die Bar (in der Schweiz) und verkündigt, dass Gott ihm mitgeteilt hätte, dass nach Mitternacht die Bar abbrennen wird. Ich meine, die hätten das genau lächerlich gesehen wie die Männer von Sodom:
Du kannst es nicht wissen, ob einige der Besucher dann vorsichtiger geworden wären und eventuell den Notausgang gecheckt hätten. --Was mich bedrückt nach diesem fürchterlichen Unglück ist: Wir als Christen müssten viel mehr Fürbitte tun. Wir sehen doch, was um uns her vorgeht. Wir sehen den geistlichen Verfall.
Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02Du gehst emotional an die Sache heran und suchst nach Rechtfertigungen, dass Gott gnädig sein sollte.
Nachdem du im Eingangspost auf Lk. 13 reflektiertest, bin ich der Sache nachgegangen, so gut es möglich war- nüchtern. Weil ich deine Einschätzung für nicht zutreffend halte.

Es wird noch weitere Schnellschüsse geben: Lk. 17
Aber man kann nicht sagen, die Gesellschaft sei gänzlich unwissend hier.
Jeder, der lesen kann, hat Zugang zu Informationen, z.B. durch das Internet oder sogar Analphabeten, etwa durch das Fernsehen, zum Beispiel bibel-tv.

Du berücksichtigst überhaupt nicht den Aspekt eines möglichen Terroranschlags durch Satanisten. Manchmal funktionieren solche Typen "lediglich" als Ideengeber. Dass die Betreiber die Bar vorsätzlich abfackeln ließen, nehme ich nicht an. Aber offenbar genehmigten sie die Idee, Tischfeuerwerk in Champagnerflaschen zu zünden... ob auch noch vorgesehen war, dass die Kellnerin damit in der Nähe der Decke hantiert, wissen wir nicht- jedenfalls war der Umgang mit Feuerwerk in der Nähe brennbarer Materialien-- in geschlossenen Räumen- ein nicht nachvollziehbarer Leichtsinn.
Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02Unser Auftrag ist es die Menschen wie er zu warnen, ihnen keine falschen Hoffnungen zu machen, sondern den Ausweg zu predigen, der in der Buße und Umkehr liegt.
Auf den Spuren des Lot... die meisten werden dich nicht ernst nehmen.

Gericht zu predigen ist nicht effektiv. Es ist besser, die Menschen in Kontakt zu bringen mit Gott, u.a., indem man so lebt, dass sie merken: Da ist etwas anders, und es ist positiv. Am überzeugendsten sind Menschen, denen die Liebe Gottes abzuspüren ist, denn diese ist sehr anziehend.
Helmuth hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 06:02 Die Menschen heute werden sonst ebenso umkommen wie die Gäste der Bar in Crans-Montana. Auf diese Weise werde ich meine nächsten Verkündigungen machen, wenn ich Gelegenheit dazu bekomme.
O wei.
Das kannst du bestenfalls in einer Fußnote anbringen... und bitte! nicht als Drohbotschaft, sondern, wenn sie dir glauben sollen... mit Tränen in den Augen.
Wenn du bei Youtube "Crans- Montana" eingibst, erscheinen auch Videos mit Überlebenden. Da bekommt man einen Eindruck, wer und wie die Toten (gewesen) sein könnten. Und dann ist man noch mehr bestürzt.

Wenn du diese Bestürzung rüberbringen könntest, anstatt die "Befriedigung eines Racheengels", wärest du glaubhafter.
LG
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Sunbeam
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Re: Crans-Montana - Unfall oder Gottes Urteil?

Beitrag von Sunbeam »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 14:02

Gericht zu predigen ist nicht effektiv. Es ist besser, die Menschen in Kontakt zu bringen mit Gott, u.a., indem man so lebt, dass sie merken: Da ist etwas anders, und es ist positiv. Am überzeugendsten sind Menschen, denen die Liebe Gottes abzuspüren ist, denn diese ist sehr anziehend.
Allein darum geht es und sollte es gehen.

In einer Zeit, als ich mich mit dem Christentum intensiver befasste und intensiven Kontakt zu Christen suchte, da war ich ein "Vertreter" der Allgnade, des - am Ende sind wir alle, alle getröstet und behütet. Dafür stand ich, darauf wollte ich meinen Glauben gründen und aufbauen, und mich vertrauensvoll, ohne wenn und aber, in die "Tiefen Gottes fallen lassen".

Aber es kam anders, denn den bizarren Höllenpropheten und den biblischen Angstmachern, den christlichen Sendlingen der Verkündung des himmlischen Vernichtungslagers, und natürlich den Adepten des Evangeliums der totalen Abstrafung aller Menschen (außer sie selbst, natürlich), all denen war meine Meinung des Teufels und schließlich war ich der ausgemachte Antichrist der Gruppe, ... wie immer, also folgerichtig.
Denn ohne die Hölle und der nie endenden "Nächstenliebe" in göttlicher Marter, Folter und den perversesten Torturen an den so genannten Sündern, da war ihnen keine Glaube an Jesus möglich.

Und damit war dann das Kapitel - den christlichen Glauben in mein Leben zu lassen ein für allemal abgeschlossen, immerhin gelang mir noch der Sprung vom reinen Atheisten zum Agnostiker, ein Agnostiker der eigentlich mehr dem Polytheismus zugeneigt ist.

Was ich eigentlich sagen wollte, das, was der User Helmuth hier abliefert, ob er wohl den Mut und den Schneid hätte, das den Eltern und Angehörigen der Opfer von Crans Montana anzubieten :?:

Denn Christen wie Helmuth sind es doch, die den christlichen Glauben für immer mehr Menschen ungenießbar machen, denen diese Art von "Glauben" einfach nur ekelhaft ist, einfach nur ekelhaft und zutiefst unmenschlich.
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Helmuth
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Re: Crans-Montana - Unfall oder Gottes Urteil?

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 13:57 Es sterben auch Gerechte in Straßenverkehr.
Das stimmt. Aber es ist Gott, der dich in diese Situation geraten lässt und er ist es, der dein Leben bewahrt oder beendet. Wird diese Tatsache anerkannt? Ansonsten wüsste doch keiner, wer überhaupt über mein Leben bestimmt und sich dafür verantwortlich zeichnet. Das ist für mich als gläubiger Mensch nicht denkbar.

Gott kann auch einen geplanten Suizid vereiteln, oder eben zulassen, es ist auch dann er, der über dein Leben bestimmt. Du kannst dich von der Klippe stürzen, aber nicht den Lebensodem an- oder abdrehen. Das kann nur Gott. Das Leben startet mit dem Einhauchen und endet mit Aushauchen durch Gottes Geist.

Auch die besten Ärzte können daran nichts ändern, sondern müssen die Tatsache des Aushauchens anerkennen und es bleibt ihnen dann nur übrig den "Zeitpunkt des Todes" anzugeben. Anders ausgedrückt verkürzt sich weder dein Leben noch verlängerst es sich aus menschlicher Kraft.

Nochmals die biblische Grundlage:
5. Mo 32,39 hat geschrieben: Seht nun, dass ich bin, der da ist, und kein Elohim neben mir! Ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich heile; und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet!
In diesen Tenor hat Hanna, die Mutter Samuels ihren Lobpreis eingestimmt und diese interessante Aussage gemacht:
1. Sam 2,6 hat geschrieben: JHWH tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf.
Du schreibst mir viel zu viel, das verlässt das Thema zu weit. Kannst du dich auf die Themenstellung konzentrieren? Dein Nein ist für mich bislang nicht überzeugt untermauert, das bewirken dann auch nicht 10.000 emotionale Worte, sondern es würde ein Wort Gottes reichen. Welches könnte das sein?

Dass Gerechte auch vorzeitig sterben können ist jedenfalls ein gutes Arguemt, das man nicht umgehen kann. So muss ich den Gerichtsaspekt genauer hinterfragen. Warum aber lässt Gott einen Gerechten ins Unglück laufen? Und wenn es kein Gericht ist, was ist ein Unglück dann? Segen? Kein irdischer Vater bzw. keine irdische Mutter ließe das zu, so sie könnten, aber Gott schon.

Vielleicht ist jener doch nicht so gerecht wie wir denken würden und Gott betrachtet die Sache anders. Dabei muss man sich auch davon lösen die eigenen Angehörigen höher zu bewerten als andere Menschen, weil Gott im Gericht keine Person ansieht. Jeder Sünder hat auch Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Sohn oder Tocher, die alle sein Unglück betrauern würden.

Das Gericht geht über zwei Instanzen. Es ist mit dem ersten Tod nicht abgeschlossen, das ist aber das Denken Ungläubiger, darum ist es für sie umso tragischer. Zuerst wird dieses Leben beendet. Diese erste Instanz durchlaufen alle. Warum aber Gott ein vorzeitiges irdisches Ableben bewirkt, steht offensichtlich nicht in unserem Kompentenzbereich zu beurteilen.

Doch wir wissen, dieses ist nicht das Endgericht, es folgt einmal die zweite und dann letzte Instanz nach erfolgter Auferstehung mit unserem Höchstrichter Jesus Christus und dieses entscheidet erst über ewiges Leben und oder ewiger Tod. Das brauche ich nicht näher biblisch belegen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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