Der Teufel im AT

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Sara Funkelstein
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Sara Funkelstein »

Hiob hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 16:35 Wenn das Böse ein Schauspieler wäre und sich einmal als Schlange, dann als Hinderer, dann als Teufel und dann als Satan verkleiden. Welchen Sinn machte dann die Feststellung, dass es im AT keinen Teufel gibt?
Gehst du persönlich mit der Begründung über das NT hinaus? Denn die Figur des Teufels hat sich ja in den danach folgenden Jahrhunderten weiter verändert.

Da ist beispielsweise Iblis im Quran. Melek Taus der Jesiden. Das sind beides Glaubensarten mit demselben Ursprung. Oder der gefallene Engel von John Milton? Was ist mit modernen Deutungen des Satan?

Wenn man den Teufel im AT sucht, kann man ihn auch in jüngeren Schriften als dem NT suchen.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Larson
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

Ziska hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 10:22 Leider bleibst du im AT stecken. Und so entgehen dir sehr viele Beweise und Erklärungen.
Es ist hier der Themenbereich „Altes Testament“.
Ziska hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 10:22 Was ist denn mit dem Bibelbuch Hiob? Auch da wird Satan erwähnt.
Genau, da ist mitnichten von einem Teufel die Rede, sondern von einem, der eine Sache geklärt haben will. Das Gespräch zwischen JHWH (! und nicht Elohim) ist nicht feindlich und Gott fragt ihn sogar, ob er auf Hiob, den Knecht Gottes, acht gegeben habe.

Satan argumentiert, dass Hiob doch nur fromm sei, weil es ihm gut geht, alles von Gott gesegnet sei. Und Gott lässt zu, dass Hiob Hab und Gut genommen wird, um zu prüfen, worauf der Glaube Hiobs basiert.

Und Hiob betrachtet das Unheil welches ihn trifft nicht etwa aus Satans Händen, sondern dass es aus der Hand Gottes kommt.

Im Kontext geht es auch nicht vorerst um himmlische „Gerichtsbarkeit“, sondern warum geht es dem Frevler gut, und dem Gottesfürchtigen geschieht Unheil.
Darüber streiten die drei Freunde mit Hiob, argumentieren mit den Überlieferungen ihrer Vorfahren, dass der Böse bestraft wird, und der Gute belohnt wird, dass dies das Prinzip Gottes sei.
Hiob argumentiert dagegen, weil es dem Frevler gut geht, und diese die Gottesfürchtigen unterdrücken. Das Leben zeigt ein anderes Bild. Nur hat auch Hiob selber keine befriedigende Antwort darauf.

Erst Elihu und danach Gott selber geben Antwort, dass alles von Gott her kommt, und vergleichen es mit der Schöpfung, den Tieren, wie alles ineinander dient und der Mensch daraus lernen soll. Es ist die absolute Souveränität Gottes, Er allein bestimmt und ist Herrscher.

Also das ganze Hiobbuch steht einer christlichen Satanslehre diametral und konträr entgegen.
Ziska hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 10:22 Natürlich darfst du im AT stehen bleiben… Das Recht hast du.
Nun, das AT ist nun mal die Grundlage selbst für das NT.
Nur muss man dabei auch die Geschichtliche Entwicklung betrachten, wie heidnisches Denken immer wieder im jüdischen Handeln ihren Weg gefunden haben, wie auch die Götzen usw.
So ist es auch mit dem heidnischen Denken der sich streitenden Himmelsmächte / Götter, welche im Volksmund sich verbreiteten (solche Redensweisen gibt es auch bei uns, ohne dass man einen Teufel oder Satan dahinter sieht). Und da nimmt Jesus dann halt ihre Sprache auf, aber nicht um dies als Lehre zu bestätigen.
Ziska hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 10:22 Satan, der Teufel ist ein und die selbe Person.
Das geht aus der Bibel eindeutig hervor!
Auch nur weil das NT da heidnisch, hellenistisch geprägt ist, aber in der Tenach gibt es keinen Antigott alias Satan.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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ProfDrVonUndZu
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 08:41 Kein Gott und Herrscher ausser dem alleinen Gott, somit auch der ganzen Erde, welche sicher nicht vom Teufel regiert wird.
Die Schöpfung wird sicher nicht vom Teufel regiert. Aber die Gesellschaftsordnung der Menschen wird von einem Geist regiert, der nicht göttlich ist. Die Bibel und auch andere Kulturen nennen sie Götzen, Götter und Dämonen oder ähnlich. Das sind Kopfgeburten, Fiktionen, Einbildungen. Es gibt sie und es gibt sie doch nicht. In wie fern gibt es sie und in wie fern gibt es sie nicht ?

Das sozialwissenschaftliche Thomas-Theorem erklärt es ganz simpel:
„Wenn die Menschen Situationen als wirklich definieren, sind diese in ihren Konsequenzen wirklich“
Wenn der Mensch glaubt, dass seine Gottheit ein anderes Menschenopfer braucht und er einen Menschen opfert, dann hat sich sein Glaube in die Realität fortgesetzt: Ein anderer Mensch wird geopfert für eine Fiktion.
Jesaja 44,9 Alle Götzenmacher sind nichtig, und ihre Lieblinge nützen nichts; ihre eigenen Zeugen sehen nichts und wissen nichts, so daß sie zuschanden werden.
10 Wer hat je einen Gott gemacht und ein Götzenbild gegossen, ohne einen Nutzen davon zu erwarten?
11 Siehe, alle seine Genossen werden zuschanden, und seine Werkmeister sind auch nur Menschen; mögen sie alle sich vereinigen und zusammenstehen, so müssen sie doch erschrecken und miteinander zuschanden werden.
12 Der Schmied hat einen Meißel und arbeitet in der Glut und bildet es mit Hämmern und fertigt es mit der Kraft seines Armes; er leidet Hunger, bis er kraftlos wird, und trinkt kein Wasser, bis er ermattet ist.
13 Der Schnitzer spannt die Richtschnur aus, er zeichnet es mit dem Stift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und zeichnet es vor mit dem Zirkel; und er macht es einem Mannsbild gleich, wie die Schönheit eines Menschen, daß es in einem Hause wohne.
14 Er fällt sich Zedern und nimmt eine Steineiche oder eine Eiche und wählt sie aus unter den Bäumen des Waldes. Er pflanzt eine Esche, und der Regen macht sie groß.
15 Die dienen dem Menschen als Brennstoff; und er nimmt davon und wärmt sich damit; er heizt ein, um damit Brot zu backen; davon macht er auch einen Gott und verehrt ihn; er verfertigt sich ein Bild und kniet davor!
16 Den einen Teil verbrennt er im Feuer, bei dem andern ißt er Fleisch, brät einen Braten und sättigt sich; er wärmt sich und spricht: «Ha, ha, ich habe mich erwärmt, ich spüre das Feuer!»
17 Aus dem Rest aber macht er einen GottGott, sein Götzenbild. Er kniet vor demselben, verehrt es und fleht zu ihm und spricht: «Errette mich, denn du bist mein Gott»[
18 Sie erkennen und verstehen es nicht, denn ihre Augen sind verklebt, daß sie nicht sehen, auch ihr Herz, daß sie nichts merken.Parallelstellen anzeigen
19 Keiner ist, der es zu Herzen fasse; da ist weder Einsicht noch Verstand, daß man bei sich gedächte: Ich habe den einen Teil mit Feuer verbrannt und über seiner Glut Brot gebacken, Fleisch gebraten und gegessen; und aus dem Übrigen sollte ich nun einen Greuel machen? Sollte ich vor einem Klotz niederfallen?Parallelstellen anzeigen
20 Er weidet sich an AscheAsche, das betrogene Herz verführt ihn; er rettet seine Seele nicht und denkt nicht: Es ist ja Betrug in meiner Rechten
Jeremia 10,3 Denn die Satzungen der Heiden sind nichtig. Denn ein Holz ist's, das man im Walde gehauen und das der Künstler mit dem Beile zurichtet.
4 Er ziert es mit Silber und Gold und befestigt es mit Hämmern und Nägeln, damit es nicht wackelt.
5 Gedrechselten Palmbäumen gleich sind solche Götzen ; sie können nicht reden; man muß sie tragen, denn sie können nicht gehen. Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn sie können nicht schaden, und Gutes zu tun steht nicht in ihrer Macht.
Habakuk 2,18 Was nützt ein gemeißeltes Bild, daß der Bildhauer es geschaffen hat, ein gegossenes Bild und ein Lügenlehrer dazu? Denn der es gemacht hat, vertraut auf sein eigenes Machwerk, so daß er stumme Götzen verfertigt.
Im AT gibt es also durchaus schon die Erkenntnis dessen, was das Thomas-Theorem in einer knappen Formel ausdrückt.

Aus den ganzen Götzen und Dämonen spricht letztlich nur das eigensinnige Ego des Menschen, das gegen den einzig wahren Gott und Schöpfer rebelliert.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 11:10 Genau, da ist mitnichten von einem Teufel die Rede, sondern von einem, der eine Sache geklärt haben will.
Du beschreibst hier nur etwas, das offensichtlich ist, ohne dass man dadurch auf die Natur dieses Satans rückschließen könnte. Ist dieser ein Mensch und Zeitgenosse Hiobs, oder ist das kein Mensch ? Wenn er kein Mensch ist, dann würde man sich mit dieser Erklärung auf dem gleichen Niveau bewegen, was du den Christen hier vorwirfst und diese Erklärung lediglich als jüdisch reklamieren. Gewonnen wäre damit nichts, sondern man verharrt im Aberglauben.
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Larson
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 16:35
Larson hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 10:59 Also hier ist der Themenbereich „AT“ und darin gibt es nun mal keinen „Teufel“. Das ist nun nicht „Glaubenskritik“, sondern Tatsache.
Wenn das Böse ein Schauspieler wäre und sich einmal als Schlange, dann als Hinderer, dann als Teufel und dann als Satan verkleiden. Welchen Sinn machte dann die Feststellung, dass es im AT keinen Teufel gibt?
Das Böse hat sich nicht verkleidet. Es ist aber im Menschen, der absichtlich andere schädigen will, weil er sich über den Nächsten erhebt. Und dazu braucht es keiner bösen Macht, es ist das Herz des menschen.
Hes 28,2 ,Menschensohn! Sprich zum Fürsten von Zor (Tyrus): So spricht Gott, der Herr: Weil dein Herz sich überhob und du sprachst: Ein Gott bin ich, am Göttersitz sitz ich in der Meere Herzen! Wo du ein Mensch doch bist und kein Gott, und setztest deinen Verstand dem eines Gottes gleich.
1.Mo 6,5 Und der HERR sah, dass des Menschen Bosheit groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
So wird geschieht das Denken des Menschen im Herzen (das Herz ist in der Tenach das Zentrum mit Gefühlen, dem Denken, dem Verstand).
Schon da muss man sich bewusst sein, dass dann nicht unbedingt vom Gleichen gesprochen wird.
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 11:15 Aus den ganzen Götzen und Dämonen spricht letztlich nur das eigensinnige Ego des Menschen, das gegen den einzig wahren Gott und Schöpfer rebelliert.
So steht sich der Mensch selber im Wege.
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von oTp »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 11:15 Aus den ganzen Götzen und Dämonen spricht letztlich nur das eigensinnige Ego des Menschen, das gegen den einzig wahren Gott und Schöpfer rebelliert.
Da möchte ich allerdings heftig widersprechen, wenn du Satan und Dämonen nach Unsitte der Psychologen als lediglich innere Anteile des Menschen reduzieren möchtst. Da hast du dann völlig ausgeblendet, dass Jesus Dämonen aus gequälten Menschen ausgetrieben hat. Das zeugt meiner Meinung nicht gerade von bibelkonformen Verständnis.

Mir kommt es sowieso so vor, als würde hier ziemlich willkürlich herumphilosophiert.
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

oTp hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 12:33 Mir kommt es sowieso so vor, als würde hier ziemlich willkürlich herumphilosophiert.
Wer von Teufel und Dämonen (im christlichen – heidnischen Sinn) spricht, muss selber gewaltig Philosophieren und sich an fremde „Religionen“ halten.

Früher (auch heute noch gibt es solche) schob man „Krankheiten“ den Dämonen zu, das ist nichts neues, und beschwor dann diese, um Gesundung zu erwirken.

Das ist in „Naturreligionen“ auch so, man beschwört gewisse (erdachte) Mächte, treibt „Teufel“ und „Dämonen“ aus, statt sich dem Allmächtigen hinzugeben und von Ihm allein Hilfe zu erbitten. Somit ist Geisterbeschwörung im biblischen (AT) Sinn höchster Grad von Unglauben und Nichtvertrauen im Ewigen.
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von Larson »

Mal ein Vergleich der Bedeutung von Satan in der Tenach und im NT:

Begriff שָׂטָן (Satan) = „Gegner, Ankläger“
NT: Satan / Teufel = eigenständige böse Macht
Tenach: Titel / Rolle, NT: eigenständige Personifikation

Funktion Prüfer, Ankläger vor Gott (z. B. Hiob 1–2)
NT: Versucher, Gegenspieler Gottes, Herrscher der Hölle
AT: unter Gottes Kontrolle; NT: oppositionell, unabhängig

Bösartigkeit
AT: Kein intrinsisch böser Charakter
NT: Absolut böse, rebellisch AT: Handlungen stehen unter Gottes Auftrag; NT: personifizierte moralische Opposition

Aktivität
AT: Prüft Menschen, testet Treue (Hiob)
NT: Verführt, versucht, verführt Gläubige (z. B. Jesus in der Wüste, Lukas 4)
NT: interpretiert AT-Motive kreativ um, dramatisiert sie

Ort / Wirkung
AT: Himmel / Gerichtshof Gottes; temporäre Macht
NT: Welt, Hölle, Unterwelt; ständige Macht
AT: kein dualistisches Weltbild; NT: dualistisch (Gut ↔ Böse)

Theologische Funktion
AT: Teil der göttlichen Ordnung, Werkzeuge Gottes
NT: Gegenspieler Gottes, unabhängige Macht, kosmischer Feind
NT erweitert Tenach-Motive zur eschatologischen / christologischen Deutung


Und wer will nun noch behaupten, der Satan, von dem in der Tenach geschrieben ist, sei identisch mit den Darstellungen im NT von Satan oder gar dem Teufel?
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Re: Der Teufel im AT

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

oTp hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 12:33 Da hast du dann völlig ausgeblendet, dass Jesus Dämonen aus gequälten Menschen ausgetrieben hat.
Nein, das habe ich nicht ausgeblendet. Ich habe hier an dieser Stelle nur nicht den Fokus darauf gelegt, da es sich hier primär um den Teufel im AT dreht. Mir fällt es selber allerdings auch nicht gerade leicht, so einen einseitigen Fokus zu setzen. Zu Dämonenaustreibungen im NT habe ich mich allerdings auch an anderen Stellen schon geäußert.

Einer der wichtigsten Sätze dazu stammt von Jesus selber auf den Vorwurf, er hätte einen Dämon.
Johannes 8,49 Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr verunehret mich.
Demnach ist einen Dämon zu haben die bewusste oder unbewusste Ehrfurcht vor etwas anderes, als Gott den Schöpfer. Die Verehrung der eigenen Person, einer anderen Person oder einer Einbildung. Es ist alles Götzendienst.

Im Falle des dämonisierten Gadareners (Gergeseners) entlockt Jesus dem Mann den Namen Legion. Er spricht den Mann im 2. Person Singular an. Die Dämonen aber in 2. Person Plural. Legion ist ein lateinisches Wort und und bezeichnet eine eklusiv erwählte Gruppe. Da der Mann offensichtlich nicht beim römischen Militär war, litt dieser dämonisierte Mann offensichtlich aus irgendwelchen Gründen unter Angst vor dem römischen Militär oder hielt sich selber für einen Auserwählten. Um die Zeit um 30 n.Chr. war in dieser Gegend keine römische Legion stationiert. Erst in Syrien waren verschiedene Legionen stationiert. Um so offensichtlicher, dass sich der Mann in Entfernung und in keiner wohnlichen Gegend vor dem Militär versteckte. Die Legion X Fretensis mit dem Schwein oder Eber im Wappen war erst zur Zeit des jüdischen Krieges in Judäa stationiert.
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