Re: Antitrinitarier und Jesus
Verfasst: Mo 5. Sep 2022, 15:19
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Das Wesen der Zweieinigkeit (Einssein) habe ich erklärt, und damit komme ich mit keiner einzigen Schriftstelle in Konflikt. Ich wage sogar zu behaupten, ich verstehe das sogar. Ich habe mir abgewöhnt allzu theologisch zu denken, sondern lege das Wort Gottes als Grundlage meines Denkens.Abischai hat geschrieben: ↑Mo 5. Sep 2022, 15:15 Der Herr Jesus sagte: "ich und der Vater sind eins." Wenn man dieser Aussage eine eigene Kategorie zuordnen wollte, wäre das die "Zweieinigkeit", wenn man so will. Und diese behaupte ich immer als Kontrapunkt zu irgendeiner nebulösenen Dreieinigkeitslehre, mit der ich von klein auf großgeworden bin, diese aber aus genannten Gründen zu hinterfragen mich erfrechte.
nefesh bezeichnet den animalischen instinkt, der seelenteil der im blut sitzt und unser (inkl. tiere) basistrieb ist (sitz in der leber)frank hat geschrieben: ↑Mo 5. Sep 2022, 13:26 Im Menschen wird der Atem (der Wind) mit der Kehle asoziert = die nefesch (psyche) bedeudet im AT die Seele, das Leben und die Person. - Das Zentrum ist das Herz
Geist im Sinne von Denken oder Verstand, oder Inneres wird dem Herzen zugeordnet - nicht dem Geist, der ruach oder dem pneuma.
Wenn also der Atem Gottes sich mit unserem Atem verbindet - und unsere nefesch erneuert wird = werden wir weder von einem Geist besetzt noch sind dadurch Gott oder denken nun göttlich.
Ich sehe ihn katholisch, erzkatholisch sogar. Er hat die RKK nachhaltig geprägt und dieses Dogma konnte nicht einmal die Reformation brechen. Was kannst du aber sehen, warum man sich daran stößt?
Grüß dich Helmuth!
Ich stimme dir zu, und das obwohl ich es von der anderen Seite betrachte.
An der Divintät stoße ich mich nicht, ich verstehe den Begriff bloß nicht trinitarisch, sondern eben wie man ihn verstehnen soll als göttlich. Jesus ist göttlich, ja was sonst?
Coole Aufforderung, nicht wahr? Jesus sagt das, nicht ein Pfarrer, nur das man sich das mal verinnerlicht!Mt 5,48 hat geschrieben: Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Wem wurde denn die Deutungshoheit übergeben von Gott? Dass jemand unfehlbar sei, habe ich auch nirgends gelesen. Im Gegenteil, wurde ja auch für eine allfällige Fehlinterpretation ein Sündopfer vorgesehen.
Würdest du sagen, dass Gott in Jesus Christus Gestalt angenommen hat, um für unsere Sünden zu sterben? Dass Gott für dich am Kreuz gehangen hat? Dass Maria die Mutter Gottes wurde?Helmuth hat geschrieben: ↑Mo 5. Sep 2022, 17:18 An der Divintät stoße ich mich nicht, ich verstehe den Begriff bloß nicht trinitarisch, sondern eben wie man ihn verstehnen soll als göttlich. Jesus ist göttlich, ja was sonst?
Er ist göttlicher Herkunft, hat göttlichen Charakter und spricht göttlich Worte. Das wird alles nicht nur unterschrieben, sondern steht auch tief drinnen in meinem Herzen.
Ich lehre das nicht, sondern die RKK. Ich bleibe beim biblischen Befund der Sohnschaft. Der Sohn starb für uns, nicht Gott! Dass Gott stirbt ist solch ein Gedankenschrott, das muss man sich erst mal vorstellen (ich kann's nicht).
Das sehen wir gleich. Aber eines war er: Er war (ist) jedenfalls vollkommen, denn wir (auch Abraham oder Jesaja) sind darin durch die Sünde gehemmt. Also er ist es, wir sollen es sein (werden). Und eines Tages werden wir das auch. Und das genau meint auch Nachfolge: So zu werden wie er.