Seite 5 von 7

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 09:18
von ProfDrVonUndZu
Hoger hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 08:55 Mir gibt die von mir favorisierte Textvariante die Kraft Gott zu danken für Seinen Eifer - was gibt die deine Erkenntnis für deinen Glauben?
Im Grunde gibt mir der Text ebenfalls die Kraft, zur Dankbarkeit für Gottes Eifer. Für mich liegt der Schwerpunkt hier aber in der genannten Gnade Gottes in Bezug auf die menschlichen Schwächen, nicht weil ich φθόνον als seinen Eifer interpretiere. Wenn wir den Schritt auf Gott zu machen, kommt er uns entgegen, anstatt sich zurückzuziehen und Spielchen mit uns zu spielen. D.H. wir müssen nicht über uns hinauswachsen, um von ihm angenommen zu werden, sondern nur ernsthafte Bereitschaft zeigen.

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 09:23
von ProfDrVonUndZu
Helmuth hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 05:48 Biblehub analysiert hier aber einen Akkusativ: https://biblehub.com/interlinear/james/4-5.htm Das wirft wieder ein Verständnisproblem auf.
Diese interlinearen Darstellungen geben leider immer nur eine von mehreren Möglichkeiten an, was regelmäßig zu Verwirrungen führen kann. Das müsste eigentlich nicht sein.

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 11:50
von Hoger
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 09:18 Wenn wir den Schritt auf Gott zu machen, kommt er uns entgegen, anstatt sich zurückzuziehen und Spielchen mit uns zu spielen. D.H. wir müssen nicht über uns hinauswachsen, um von ihm angenommen zu werden, sondern nur ernsthafte Bereitschaft zeigen.
Das ist halt nicht Teil der Übersetzungen, die ich bevorzuge
Oder meint ihr, die Schrift sage ohne Grund: Eifersüchtig verlangt er nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ?
Einheitsübersetzung
---
5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: "Voll Eifersucht verlangt es ihn nach dem Geist, den er in uns Wohnung nehmen ließ?
revidierte Schöningh
---
Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen,
Luther84
Wenn Gott das Subjekt dieses Satzes ist, dann spielt das Verhalten des Geistes in uns keine Rolle = und das ist mir Trost

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 11:56
von Hoger
Helmuth hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 05:48 Nun erbitte ich mir meine Denkfehler aufzuzeigen. Was könnte ich nicht berücksichtigt oder gar falsch gedeutet haben?
Es geht um deine Denkfähigkeit, deine Logik und deinen Verstand?

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 14:52
von Lena
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 23:23 Jakobus 4,5 gehört schon zu den Kopfnüssen im NT.
Könnte desshalb sein, weil diese Heiligen Schriften wovon Jakobus spricht
nicht die Schrift gemeint ist?

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 15:55
von Abischai
Lena hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 14:52 ...nicht die Schrift gemeint ist?
Was dann?

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 17:05
von Lena
Abischai hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 15:55
Lena hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 14:52 ...nicht die Schrift gemeint ist?
Was dann?
Wird die Schrift zitiert, steht im neuen Testament, wo.
In der guten Nachricht steht in Klammer:
Das Zitat stammt aus einer uns unbekannten Schrift.

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 18:34
von renato23
Hoger hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 16:43 Spannend ist dann für mich das Warum: also Warum ist mir "Mit Eifer" sinnvoller als "Eifersüchtig" oder gar "Neid" = ob letzteres nun falsch ist, spielt da für mich keine Rolle.

Aber vielleicht gibt es hier auch jemand, der die Übersetzung mit "Neid" für sich sinnvoller findet
Hoger hat geschrieben: Das sind Aussagen über den Geist der in uns wohnt, die an Vielfältigkeit kaum zu überbieten ist = und es ist immer der gleiche Vers.
Man kann nicht alle Aussagen von damals ins Jetzt übertragen.
Die Schlachter 2000 übersetzt 5 Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; Diese Zeitform entspricht nicht der von Luther.

Mir erscheint es wichtig, dass Luther bei Jakobus 4,5 schrieb, der Geist den Gott in uns wohnen LIESS(also in jenen, bevor sie durch Gottes Gnade von Jesus und den Aposteln lernten ihren Geist zu erneuern. Weder Neid noch Eifersucht sind Früchte des Geistes Gottes).

.[/b] 5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid;

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 18:45
von ProfDrVonUndZu
Hoger hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 11:50 Das ist halt nicht Teil der Übersetzungen, die ich bevorzuge
Oder meint ihr, die Schrift sage ohne Grund: Eifersüchtig verlangt er nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ?
Einheitsübersetzung
---
5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: "Voll Eifersucht verlangt es ihn nach dem Geist, den er in uns Wohnung nehmen ließ?
revidierte Schöningh
---
Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen,
Luther84
Wenn Gott das Subjekt dieses Satzes ist, dann spielt das Verhalten des Geistes in uns keine Rolle = und das ist mir Trost
Das ist Teil des großen Kontext. Den muss jede ernsthafte Übersetzung berücksichtigen. Daraus geht ja schon deutlich hervor, dass Gott das Subjekt sein muss. Nicht nur bezogen auf Vers 5, sondern im weitesten Sinne. Wir Menschen sind "nur" Empfänger seiner Gnade und überhaupt deswegen erst fähig, einen Schritt auf Gott zuzugehen, damit er uns entgegen kommt. Die Vorleistung hat Gott also schon längst geleistet, was aber von der Welt ausgeblendet wird. Die Welt rechnet in ihrer eigenen Währung und da zählt die Vorleistung Gottes leider nicht.

Re: Jakobus 4,5

Verfasst: Di 27. Jan 2026, 18:49
von ProfDrVonUndZu
Lena hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 14:52 Könnte desshalb sein, weil diese Heiligen Schriften wovon Jakobus spricht
nicht die Schrift gemeint ist?
Ich denke schon, dass dies ein Hinweis auf Kontexte im NT oder in den Evangelien sind. Nur darf man es nicht missverstehen, als wären diese Hinweise auf andere Schriften immer als wörtliche Zitate gemeint. Ich meine, Otto ist mit den Hinweisen aus der Schrift zum Herzen des Menschen schon auf der richtigen Spur.