Abischai hat geschrieben: ↑Mi 25. Mär 2026, 22:07
Über Gott wissen wir aber nur recht wenig, daher sind derartige Aussagen zumeist auf Zeugnissen basiert, wie auch bezüglich der Gottessohnschaft und Gottheit Jesu, die man immer durch eine Brille sieht und Grund genug hat sie anzuerkennen und zu glauben oder sie abzulehnen.
Eine einfache Frage mit der Bitte um ehrliche Antwort: Welchen von den bisher gesetzten Dogmen (eines davon lieferte Magdalena) kannst du nicht zustimmen, oder kannst du dich damit doch identifizieren?
Abischai hat geschrieben: ↑Mi 25. Mär 2026, 22:07
Ein einheitliches Dogma kann man da nicht entwickeln, weil man die Diskussion beenden müßte mit einer Entscheidung wie damals in Nicäa, als jemand, der die Kompetenz gar nicht hatte, festlegte was fortan zu glauben sei.
Wenn sich Christen auf einem Konzil treffen, welches damals schon von Antichristen und Nichtchristen durchmischt war, wie von Paulus bzw. den Autoren der Joh-Briefe geweissagt, dann ist das zu erwartende Ergebnis auch entsprechend erfolgter Weissagung ein Abirren von der Wahrheit, die sie noch gelehrt haben.
Doch gerade das ist zu deiner persönlichen Glaubensgundlage geworden, und nicht nur zu deiner. Die Trinitarität hat sich zum Mehrheitskonsens entwickelt. Nur ist er ziemlich wertlos, wenn er letztlich doch nicht alle umfasst. Man unterstellt ansonsten, dass jeder, der diese Bekenntnis nicht teilt, kein Christ sein kann. Nun, manche tun das auch.
Anders verhält es sich, wenn sich Christen um aufrichtige Einheit bemühen, die nicht philosophisch geprägte Dogmatik betreiben, sondern eine Frage zu erörtern, für die sie einen dringenden Bedarf sehen, damit erstens die Wahrheit und zweitens ihre Einheit nicht gefährdet wird.
Es geht denen nicht bloß um Theologie, sondern um das Fundament des Glaubens und um die Aufrechterhaltung der Gemeinschaft der Heiligen, also nicht, um sich damit von falschen Brüdern abzugrenzen, welche tatsächlich eine andere Grundlage haben. Dazu haben wir das biblische Beispiel des Apostekonzils zu Jerusalem.
Dort war man anfangs auch noch uneins und es gab darüber hinaus eine streng jüdische Fraktion als Verfechter der Beschneidung als Heilsnotwendigkeit. Man kam aber geleitet vom Heiligen Geist zu dieser Übereinkunft:
Apg 15,28 hat geschrieben: Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: ...
Danach war keine Rede mehr davon, dass sich Heidenchristen beschneiden lassen müssten, dass also noch weitere Zusatzbedingungen für den Glauben gesetzt sind, gegen die Paulus zuvor schon gepredigt hatte.
Du kannst es halten wie Ziska, die sich zu meinen Bemühungen nur in Opposition stellt, oder konstruktiv mitarbeiten. Hast du Ersteres im Sinn, ersuche ich um das Ausscheiden aus dem Thema.
Oppositionsarbeit hilft uns nicht weiter. Wer sich als dogmatischer Opponent jedem Argument verschließt, trägt nichts zum christlichen Konsens bei, der Einheit, die sich Jesus vom Vater erbeten hat. Ich erinnere an sein Wort gemäß
Johannes 17:21-22. Er verhindert Jesu Gebetserfüllung durch systematische Blockade.