David und der Krieg

Themen des alten Testaments
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:04 Ich selber habe zwei Väter. Einen biologischen und einen rechtlichen.
In dem Sinn trifft das auf Jesus auch zu. Josef war sein rechtlicher Vater, aber nicht sein biologischer. Und der wahre Vater sitzt im Hinmel. Aber wir können das anderswo weiter ausführen. Ich wollte das Thema nicht OT führen.

Es ging mir darum anzuzeigen, dass Salomo noch eine rechtmäßige Thronfolge angetreten hatte, die auch von Gott abgesegnet worden ist, aber in der weiteren Folge gibt es später einen Abbruch, sodass sie nicht weiter maßgebich ist, und damit die Linie über Nathan legitim wurde.

Ich mache das Fass aber nicht mehr auf, sondern zeige dazu eine klare biblische Grundlage. Die Verwerfung der Linie Salomos wurde festgelegt in der Zeit des Propheten Jeremia:
Jer 22,18-19 hat geschrieben: Darum, so spricht JHWH von Jojakim, dem Sohn Josias, dem König von Juda: Man wird nicht um ihn klagen: „Wehe, mein Bruder!“, und: „Wehe, Schwester!“ Man wird nicht um ihn klagen: „Wehe, Herr!“, und: „Wehe, seine Herrlichkeit!“ Mit dem Begräbnis eines Esels wird er begraben werden; man wird ihn fortschleifen und wegwerfen, weit weg von den Toren Jerusalems.
Jojakim, der Sohn Josias war ein direkter Nachfolger Davids und Salomos und König über Juda, und mit ihm begann nicht nur diese Entehrung seines Namens, sondern die Verwerfung dieser Königslinie.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:31 Jojakim, der Sohn Josias war ein direkter Nachfolger Davids und Salomos und König über Juda, und mit ihm begann nicht nur diese Entehrung seines Namens, sondern die Verwerfung dieser Königslinie.
Es begann ja schon mit Salomo selber. Nach 1. Chronik 28 nannte David einige Bedingungen, die Gott an Salomo stellte. Selbst wenn ursprünglich nur durch Gottes Worte an Nathan Salomo gar nicht gemeint war und David das falsch auslegte, so hätte David als Vater die von ihm genannten Bedingungen an seinen Sohn weiter gegeben und damit verbindlich gemacht. Salomo trat sein Königtum in dem Bewusstsein an, dass Bedingungen damit verknüpft sind. Ob sie nun Gott, David oder beide gestellt haben.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Kingdom
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Kingdom »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:22
Hoger hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:25 Was ist so schlimm daran, wenn Gott unehrenhaftes für seine Pläne verwendet? Der Stammbaum Jesu hat Persönlichkeiten die mancher Christ nicht als ehrenhaft bezeichnen könnte...
Was Gott tut, kann nicht unehrenhaft sein.
Das stimmt, nur ist es im eben möglich aus unehrenhaftem, ehrenschaftliches zu erschaffen.

Gerade das Kreuz bezeugt eben das aus dem schlimmsten Verbrechen das Menschen tun konnten, Gott das Beste erschaffen kann. Im wäre es lieber genommen die Menschen hätten ehrenhaft gehandelt und eben nach seinen Geboten. Also dort wo der unehrenhafte eben versagt, kann Gott etwas gutes daraus erschaffen.

Zum Thema Krieg:

Gott hätte lieber, das er niemanden versammeln müsste aber da die Gottlosen Gottes Worte eben misachten bezüglich seinen Anweisungen, wird dies geschehen:
Sac 14:2 Da werde ich alle Nationen bei Jerusalem zum Kriege versammeln;
Die welche eben auf Jesus hören, werden dort nicht mit dabei sein, die welche nicht auf Jesus hören und sich bewaffnen schon.

Lg Kingdom
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Hoger
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 07:18 Jedenfalls ist für mich damit die Stammbaumlinie nach dem Mt-Ev falsch.
Echt jetzt?
Der Helmuth entscheidet was in der Bibel richtig und falsch ist?

Noch nie nach Hintergründen, Verstädnishilfen und auch Kompromissen gesucht?
Wenn der Heilige Geist hinter der Heiligen Schrift steht, diese hat entstehen lassen, dann haben die unterschiedlichen Stammbäume einen Sinn.

Da du im anderen Thread nicht sagen kannst, wie du dir die Entstehung der Heiligen Schrift aus dem Heiligen Geist vorstellst - wird dein Thread über die Entstehung des NT die Antwort sein: ohne Heiligem Geist und reines Menschenwort - so wie es die Bibelkritik beschreibt
Zuletzt geändert von Hoger am Mi 2. Apr 2025, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:56 Es begann ja schon mit Salomo selber.
Ja, aber die Reichsteilung war noch nicht die Verwerfung der Linie. Gott ließ sie solange wie möglich aufrecht, und das um Davids willen, sicher nicht wegen der Bundesbrüche seiner Nachfolger. Doch ab Jojakim war sozusagen für Gott das Maß voll und er verwarf die Linie. Das erfolgte noch deutlicher mit einer weiteren Weissagung Jeremias:
Jer 36,30 hat geschrieben: Darum, so spricht JHWH über Jojakim, den König von Juda: Er wird niemand haben, der auf dem Thron Davids sitzt; und sein Leichnam wird hingeworfen sein der Hitze bei Tag und der Kälte bei Nacht.
Wer weiter die Stammbaumfolge aus Mt.1 für relevant hält, der spricht damit gegen dieses Wort Gottes.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:56 Salomo trat sein Königtum in dem Bewusstsein an, dass Bedingungen damit verknüpft sind. Ob sie nun Gott, David oder beide gestellt haben.
Salomo hatte sie von beiden, und noch mehr als von Gott selbst das Wort zu bekommen geht wohl nicht. Sie wäre aber schon von David allein weissagend, da er aufgrund seiner Königsernennung von Gott mit Ewigkeitsanspruch als messianischer Vorbote gesetzt wurde. Er selbst hatte die Bundesbedigungen dazu erfüllt, seine Söhne und die Söhne der Söhne nicht mehr.

Im Thema geht es auch um Krieg. Man kann sehen, wie diejenigen Thronnachfolger, die den Bund bewahrt haben, auch kriegerisch erfolgreich waren bzw. vor Angriffen durch das diekte Eingreifen Gottes bewahrt worden sind.
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Hoger
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 10:32 Wer weiter die Stammbaumfolge aus Mt.1 für relevant hält, der spricht damit gegen dieses Wort Gottes.
Das sind zwei Stammbäume, welche die Väterlinien (wahrscheinlich von Josef und Maria) aufzeigen und keine Geschichtsdarstellung. Das was du ansprichst ist für einen Stammbaum völlig uninteressant

Das ist einfach nur Bibelkritik um jeden Preis

hast du dir das durchgelesen was Abischal geschrieben hat? Das könnte Sinn machen

viewtopic.php?p=603063#p603063
Zuletzt geändert von Hoger am Mi 2. Apr 2025, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Hoger »

Hans-Joachim hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:22
Hoger hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 00:25 Was ist so schlimm daran, wenn Gott unehrenhaftes für seine Pläne verwendet? Der Stammbaum Jesu hat Persönlichkeiten die mancher Christ nicht als ehrenhaft bezeichnen könnte...
Was Gott tut, kann nicht unehrenhaft sein.
Ich hatte nicht geschrieben, dass Gott etwas unehrenhaftes tut, sondern das er das unehrenhafte Tun der Menschen für seine Pläne verwendet
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Abischai
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Abischai »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 09:04 Ne ne ne, da geht es nicht um ein bloßes Vermuten. NomizO bedeutet normative Rechtssetzung.
Du rennst gegen offene Türen an, ich weiß das alles. Es ist und bleibt aber ein Unterschied, wessen Sohn Jesus wiklich war, die rechtliche Seite ist das eine, aber interessiert wenig. Es ist wichtig, daß Jesus der SOhn Gottes war, und nicht irgendeinen Adoptivvater hatte, das interessiert einfach niemanden.
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ProfDrVonUndZu
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Re: David und der Krieg

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 10:56 Es ist wichtig, daß Jesus der SOhn Gottes war, und nicht irgendeinen Adoptivvater hatte, das interessiert einfach niemanden.
Die Juden damals interessierte sehr wohl, dass er aus der Linie Davids kommen musste. Allerdings galt hier eben auch die Adoption. In wie weit sie institutionell reguliert war zu dieser Zeit, ist eine andere Frage.
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Helmuth
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Re: David und der Krieg

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 11:10
Abischai hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 10:56 Es ist wichtig, daß Jesus der SOhn Gottes war, und nicht irgendeinen Adoptivvater hatte, das interessiert einfach niemanden.
Die Juden damals interessierte sehr wohl, dass er aus der Linie Davids kommen musste. Allerdings galt hier eben auch die Adoption. In wie weit sie institutionell reguliert war zu dieser Zeit, ist eine andere Frage.
Was ich sagen wollte. Jesus ist völlig unabhängig von einer Stammbaumlinie der Sohn Gottes. Diese wäre gar kein Beweis für seine messianische Sendung. Er war ein Mensch aus dem Stamm Juda, hinzugefügt der Familie Josef aus Nazareth. In dem Fall hat die Zeugung durch den Heiligen Geist und Geburt durch Maria m.E. die heilsgeschichlich relevantere Bedeutung, aber Gott erfüllt auch die Bedingung, dass er ein Sohn Davids ist.

Sorry, wenn ich euch nun etwas OT geführt habe, mir geht es eben darum, dass die Linie über Salomo biblisch unbedeutend ist. Das meinten einige der damaligen Autoren halt anders.

Sie suchten nach allen möglichen Belegen für die Sohnschaft Gottes, wie auch Lukas und fanden ja auch ausreichend, nur hatten einige in dem Fall die Schriften nicht ordentlich studiert und Lukas konnte sogar die komplette bis zu Gott angeben. Ist halt menschlich. Der Sohnschaft Gottes tut das nichts an, die lehrt mich heute schon der Geist Gottes.
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