Ich würde vermuten, Empfindlichkeiten oder Abneigungen spielen da meist gar keine so entscheidende Rolle, eher die kaum ausgeprägte Agapeliebe in Form von Bereitschaft dem anderen auch als Christ menschlich zu begegnen, ihm zuzuhören, Raum im eigenen Herzen zu geben und so weiter. Das geht trotz unterschiedlicher persönlicher Orientierungen und Neigungen.
Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
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Jakobgutbewohner
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Das kann man aber auch als Prüfung wahrnehmen - in der es viele Entscheidungsmöglichkeiten gibt:
den anderen ändern wollen
seine eigenen Urteile ändern
den Lebenstil der anderen ablehnen
den eigenen Lebensstil ändern
Gott bitten zu helfen, wenn man es selber nicht kann
usw.
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Absolut.
Ja sicher. Wir sind ja alle verschieden, aber wenn das Zentralste stimmt, also die gemeinsame Hingabe an heilige Werte, dann kann manches Trennendes überwunden werden. Irgendwo gab es mal Untersuchungen, demnach halten Familien besser zusammen und Ehen halten länger, wenn das gemeinsame Gebet gepflegt wird.Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Do 4. Dez 2025, 20:06 Ich würde vermuten, Empfindlichkeiten oder Abneigungen spielen da meist gar keine so entscheidende Rolle, eher die kaum ausgeprägte Agapeliebe in Form von Bereitschaft dem anderen auch als Christ menschlich zu begegnen, ihm zuzuhören, Raum im eigenen Herzen zu geben und so weiter. Das geht trotz unterschiedlicher persönlicher Orientierungen und Neigungen.
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
803 [Dreimonatige Kur in Pradnik] Mein Einzelzimmer ist neben dem Saal für Männer. Ich wusste nicht, dass Männer solche Schwätzer sind; von früh bis in die späte Nacht wird dort über die verschiedensten Themen geredet. Im Saal der Frauen ist es viel ruhiger. [...] Es fällt mir schwer, bei diesem Gelächter und Witzen, mich zum Gebet zu sammeln. Wenn mich die Gnade Gottes ganz in Besitz nimmt, stören sie mich nicht; dann weiß ich nämlich nicht, was um mich geschieht. Mein Jesus, wie wenig diese Menschen über Dich sprechen; über alles, nur nicht über Dich, Jesus. Wenn sie aber wenig reden, dann gedenken sie wohl Deiner auch nicht; die ganze Welt interessiert sie, doch über Dich, den Schöpfer, herrscht Schweigen.
Heilige Faustyna, Tagebuch837 Nachmittags spielt immer das Radio, daher vermisse ich die Ruhe. Am Vormittag anhaltende Gespräche und Lärm - mein Gott, ich hatte mich auf die Ruhe gefreut, um mit dem Herrn allein sprechen zu können, und nun das Gegenteil. Jetzt aber stört mich nichts mehr, weder die Gespräche noch das Radio. Mit einem Wort - nichts. Die Gnade Gottes hat es bewirkt, dass ich während des Betens nicht einmal weiß, wo ich mich befinde; ich weiß nur, dass meine Seele mit dem Herrn verbunden ist, und so vergehen mir die Tage im Krankenhaus.
Was mich angeht, würde ich schon gerne mit anderen "seelische Dinge" solide vertiefen. Für mich müßte es da nicht einmal wörtlich um den Schöpfer gehen. Aber ich finde es auch schwierig, wenn es andere Leute offenbar doch arg zu banalen irdischen Themen zieht, statt zu Themen ihres Seins, das sich mir auch oft erkennbar angeschlagen darstellt. Und es stellt sich mir schon die Frage, wieso es sich als so schwierig darstellt solche Menschen als Gegenüber in Gesprächen zu finden.
Muß denn alles "Prüfung" sein? Es ist nicht so, daß ich mich solchen Menschen nicht schon ausgesetzt habe. Nur wozu solche Kontakte, in denen es jahrelang nach meinem Empfinden kaum erkennbar vorangeht? Jesus blieb auch nicht bei jedem Menschen lange, egal wie er drauf war. Klar, ehe man sich mangels sinnvollerer Begegnungen ganz zurückzieht kann man ein paar solcher "Kontakte" (ohne viel echten Kontakt) pflegen.
Aber geht es hier um Tugenden, um Überwindung? Ging es nicht darum, daß "wahre Christen" daran erkannt werden können, daß sie miteinander agapeliebevoll umgehen? Erkannt als echte lebendige Frucht in ihrem Herzen, denke ich, weniger als vorsätzlich gewollten Krampf um ein Gesetz zu erfüllen?
Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Ja, das irdische Leben kann man als ein Weg der prüfung ansehen, aber nur wenn man sich bewusst für Gott entscheidet = das wäre dann die "enge Porte" auf dessen weg Gott die führung übernimmt.und den Prüfling weiterführt, wenn er bestanden, länger verweilen lässt wenn es nötig ist - oder die Prüfung mit immer anderen Umständen immer wieder und wieder heranbringt. Und warum?Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Fr 5. Dez 2025, 08:15 Muß denn alles "Prüfung" sein? Es ist nicht so, daß ich mich solchen Menschen nicht schon ausgesetzt habe. Nur wozu solche Kontakte, in denen es jahrelang nach meinem Empfinden kaum erkennbar vorangeht? Jesus blieb auch nicht bei jedem Menschen lange, egal wie er drauf war. ?
Weil ER uns liebt.
Und diese Liebe sollen wir auch weitergeben
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Auf mich wirkt deine Reaktion recht verengend. Alles "als Prüfung" sehen kann das Herz erkalten lassen und nach dem was ich unter den Menschen sehe würde ich das heute als deutlich größeres Problem betrachten. Und beim Lesen von Heiligenbiographien bekam ich eher den Eindruck, gerade die verschlossen eben weniger gesetzlich ihr Herz, blieben eher stärker bei ihren Empfinden, ihrem tatsächlichen Herzenszustand, statt in herztotes gesetzliches Irren zu gleiten.
Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Im griechischen und hebräischen haben " "Prüfung" und "Versuchung" das gleiche Grundwort und wird situationsbedingt übersetztJakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Fr 5. Dez 2025, 20:19 Auf mich wirkt deine Reaktion recht verengend. Alles "als Prüfung" sehen kann das Herz erkalten lassen
Du kannst auch ,"Herausforderung" oder "Aufgabe" übersetzen = der Grundgedanke ist:
Alles was dir an gutem und boßen zustößt ist von Gott und gibt deinem Leben einen Sinn und führt dich auf den Weg der Heiligung
Und das alles in deinem Leben Sinn hat - das ist doch eine Erweiterung fürs Herz - oder?
Man kann das negative natürlich auch als Folge der sünde sehen - das macht dann das Herz eng
Heiligenvitas haben viel mit strenge, Ausdauer und überwindung zu tun - da ist der Weg der Heiligung ein einziger prüfungsweg und weg der Hingabe
Welche heiligenvitas hast du gelesen?
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
"Herz" steht für mich für das, was der Mensch in seinem Innersten mag und will. Was wäre im von mir ja schon differenziert Beschriebenen "negativ"? Soetwas? Wenn etwas nicht vorgefunden wird, das einem selbst gefallen würde?
Das Herz solcher Leute bewegen die erwähnten banalen Dinge nach meinem Eindruck durchaus oft. Aber meines kaum.Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Fr 5. Dez 2025, 08:15Aber ich finde es auch schwierig, wenn es andere Leute offenbar doch arg zu banalen irdischen Themen zieht, statt zu Themen ihres Seins, das sich mir auch oft erkennbar angeschlagen darstellt.
Für mich eher selbstverständlich. Aber was sollte "alles" sein? Der Zustand der meisten Menschen? Oder meinst du eigentlich gäbe es viele lichte Menschen, nur treffe ich die aus schicksalhaften Gründen bisher nicht? Aber wo wären dann "echte Christen" anzusiedeln mit ihrer Agapeliebe zueinander? Es würden solche dann vielleicht schicksalhaft nur selbst schon "lichtere" Menschen treffen oder erkennen?
"Sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgerissen und verlockt wird." Jak 1,14
Von welcher, meinst du, wenn du von möglicher Prüfung schriebst?
"Das befremdet sie, daß ihr nicht mehr in demselben wüsten, unordentlichen Wesen mit ihnen fortlaufet und da lästern sie euch" 1. Petr 4,4
Über viele Jahre hierin und darin, ich weiß das jetzt nicht gut bündiger herzuleiten, aber das Fazit zog ich.
Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Das mit den "echten" und "falschen" Christen ist nicht so ganz meine Wellenlänge.Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑Fr 5. Dez 2025, 23:24 Aber wo wären dann "echte Christen" anzusiedeln mit ihrer Agapeliebe zueinander?
Ein Christ ist getauft im Heiligen Geist und durch diesen im Prozess der Neugeburt und auf dem Weg den Alten Menschen abzulegen und den neuen anzuziehen.
Dieser Prozess der Heiligung ist derjenige in dem Gott uns formt (prüft) und zu dem macht, was ER als Ziel mit uns geplant hat. Für mich ist das Erdenleben die "Schule" für das Himmelreich Wir sind alle eingeladen - aber die Hochzeitskleider müssen dennoch passen.
Ich habe mir mal dein Jakobgut angeschaut und diese Mischung aus Selbständigkeit und gemeinschaftlicher Entwicklung.
Was ich da gelesen habe sind Regeln, sind Vorgaben in denen andere passen müssen. Es scheint so, als würdest du nur mit Menschen zusammenleben wollen die so sind wie du es möchtest und für richtig wahrnimst.
Das ist - meiner Wahrnehmung nach - der falsche Weg, es ist der Weg des Alten Menschen mit seine Wünschen und Bedürfnissen. Der Neue Mensch überlässt sein soziales Umfeld Gott, denn nur Gott weiß was passend und richtig ist.
Kannst du nur die lieben die so sind, wie du es für richtig hälst? Das ist menschliche Liebe, keine agape (göttliche Liebe)
Das ihr "freie Plätze" habt ist eigentlich nicht unbedingt ein Aushängeschild.....
P.S. bist du "Essau" im Kreuzgang?
(Solltest du als "Frosch" mal in diversen Foren vor 10 Jahren für dein Gut geworben haben = da hatten wir schon ordentliche Auseinandersetzungen)
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Re: Ein neues Gebot - daran wird jedermann erkennen ....
Lea hat geschrieben: ↑Fr 28. Nov 2025, 12:40Joh.13,34-35
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Allerdings ist das entsprechende Erkennen wohl Teil dieses Themas.
Ja, was wohl in so gut wie jeder Klostergemeinschaft ähnlich wäre. Denn solche Orte haben eben gewisse Zwecke, diesen sind sie gewidmet.Was ich da gelesen habe sind Regeln, sind Vorgaben in denen andere passen müssen.
Die Frage wäre für mich soweit, wie ich solche denn lieben sollte.Kannst du nur die lieben die so sind, wie du es für richtig hälst? Das ist menschliche Liebe, keine agape (göttliche Liebe)
Wenn du das so sehen willst ...Das ihr "freie Plätze" habt ist eigentlich nicht unbedingt ein Aushängeschild.....