Sorry, aber ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass man das so auffasst, dass der Aufruf zur Umkehr in erster Linie den Nichtchristen betrifft. Aber schön, dass das Missverständnis auch erkannt wird. Dann lässt es sich auch ausräumen.Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 16:26 Wenn du ausschließlich über die Umkehr von Nichtchristen sprechen möchtest, wäre eine klare Ansage von Vorteil.
Es geht um das neue Herz. Dieses kehrt der Herr Kraft des Heiligen Geist um. Er macht es weich, und auschließlich er! Keiner kann sich selbst bekehren. Wer es aus eigener Kraft versucht, an dessen Glauben stimmt was nicht. Darum sprach ich von Selbsterlösung. Du und ich kennen dazu auch Fälle.
Die gleiche Bedeutung haben die Begriffe "Neugeburt" oder "aus Gott geboren". Petrus nennt es einmal auch "wiedergeboren". Und Jesus sagt, ohne so neu geboren zu werden, sieht man das Reich Gottes nicht. --> Johannes 3:3 Erst dann hat man eine Umkehr vollzogen.
Dazu nun Fragen:
- Wie oft wird ein Mensch geboren? Nur ein einziges Mal und nicht zwei mal (gemeint der natürliche Mensch)
- Und wie oft wird der Geist eines Menschen neugeboren? Auch genau ein einziges Mal und kein zweites Mal.
- Oder so gefragt: Wie oft gebiert eine Mutter ein Kind? Einmal oder zweimal? Jedes nur einmal.
Wenn du davon sprichst, dass ein neugeborener Mensch vom Weg abkommt, was ja jedem widerfährt, dann bezeichne ich seine Rückkehr nicht mehr Neugeburt, sondern z.B. Kurskorrektur. Ja, man sagt auch dazu "Umkehr", aber nicht mehr im Sinne der völligen Neuausrichtung. An der sprachlichen Unschärfe müssen wir noch feilen.
Der Hebräerbrief legt dar, dass es keine weitere Neugeburt geben kann:
Ich denke solange ein Christ zu Gott wieder zurückfinden kann, hat Gott seinen Status als "neugboren" nicht aufgehoben. Wenn er dazu keinen weiteren Raum gibt, dann hat er dich verworfen, Auch da gilt: Einmal verworfen ist für immer und ewig verworfen. Eine nochmalige Bekehrung gibt es nicht. Das biblische Paradebeispiel ist König Saul.Heb 6,4-6 hat geschrieben: Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben und abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen.
Diesen Status dürfen wir daher nicht verlieren. Ich sage mal ganz vorsichtig, wenn jeman meint, er wäre Christ, weiß aber gar nicht wie er zu seiner Neugeburt gekommen ist, kann er sich die Frage stellen, ob er denn überhaupt von was umgekehrt ist. Er kann sich ja auch richtig bekehren und mal ehrlich bekennen, dass er ein Sünder ist, der Erlösung und daher Jesus braucht.
Das reine Halten der Gebote, ich denke du stimmst zu, macht keine Neugeburt. Das versuchten die Pharisäer und Schriftgelehrten und scheiterten. Andere wieder, die keine große Ahnung von der Bibel haben, durchleben sie, einfach nur, weil sie Jesus darum gebeten haben, dass er ihnen ihre Sünden vergibt, als man ihnen das Evangelium gepredigt hatte.
Mir kommt gerade dieses Prophetenwort in den Sinn:
Jes 65,1-2 hat geschrieben: Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten; ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten. Ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich, zu einer Nation, die nicht mit meinem Namen genannt war. Ich habe den ganzen Tag meine Hände ausgebreitet zu einem widerspenstigen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken auf dem Weg geht, der nicht gut ist.
Ich denke, eh wie du, ansonsten wie erläutert. Man unterscheide zwischen Worten an Christen zu ihrer Läuterung und dem Evangelium, das generell zur Umkehr aufruft, das ja auch nur an Nichtchristen gerichtet Sinn macht. Uns dient es dafür zur Erinnerung, woran wir festhalten sollen.
Nichtchristen können versuchen nach der Bibel zu leben, aber ohne Neugeburt schaffen sie es noch weniger als Christen. Ihr Herz ist nicht dafür bereitet. Und solche sind nicht selten Sektierer, Irrlehrer und schleichen sich als falsche Brüder ein.
Dann protzen sie damit, wie sehr sie halten, was Jesus sagt. Vor ihnen warnt Jesus in seinen Endzeitreden, und später noch deutlicher Paulus. Ich denke auch, aus ihnen sind später die Antichristen hervorgegangen, Menschen mit einem anderen Jesus oder einem anderen Evangelium als Paulus verkündigt hat.