Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32
Wovon sollen die Evangelien die Grundlage sein? Der christlichen Theologie?
Kommt drauf an, was du mit christlicher Theologie meinst. Die der RKK, die der Protestanten, Evangelikalen oder die der historisch kritischen Bibelwissenschaft ?
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32Auch in der Entstellung in den Evangelien könnte man ja noch das „jüdisch“ finden, wenn man will,
Unterscheidest du hier zwischen den Zitaten von Jesus und den eigenen Aussagen der Evangelisten ?
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32 und aufgrund dessen, da Jesus ja ein Jude war, und mitnichten es seine Absicht war, eine neue Religion zu gründen, eine neue Lehre auf die Beins zu stellen, dürfte dies ein Kriterium sein darüber, was Jesus wirklich lehrte.
Klar wollte Jesus keine neue Lehre auf die Beine stellen und auch keine neue Religion gründen. Er wollte aber auch nicht zur Buchstabenreligion der Pharisäer und Schriftgelehrten bekehren und schon gar nicht ein rabbinisch, talmudisches oder zionistisches Judentum antizipieren.
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32Da die Autoren der Evangelien aber schon geprägt von der späteren Lehre warnen, Jesus als den verheissenen Erlöser darzustellen, gebrauchten, oder missbrauchten sie die Torah, um etwas auszusagen, zu begründen (wie schon aufgezeigt), was aber so nicht in der Tenach steht.
Wer hat denn die späteren Lehren in Umlauf gebracht, wenn nicht die Autoren der Evangelien selber ? Dass sie die Schrift anders verstanden als die Pharisäer und Schriftgelehrten, ist offensichtlich. Eine andere "wahrhaftige" Lehre war damals nicht nachweisbar institutionalisiert. Höchstens vielleicht abgesehen von den Essenern. Du hast also eine anachronistische Brille auf.
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32
Und Paulus steht im Widerspruch zum „historischen“ Jesus, denn Paulus seine Vision von Jesus verkünden, also seine des Paulus Lehre, wie er es zwischendurch aus sagt.
Der Historische Jesus ist ein Extrakt der Historisch Kritischen Forschung. Mit dieser Brille ist der Jesus des Paulus älter als die Evangelien. Vielleicht meintest du das damit, dass die Autoren der Evangelien von späteren Lehren beeinflusst waren. Die Prämisse für diesen "Historischen Jesus" ist aber, dass die Evangelien erst nach 70 n.Chr. geschrieben wurden und zwar weil vorher angeblich niemand hätte wissen können, was die Evangelisten Jesus über die Zestörung des Tempels haben sagen lassen.
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32
Genau, und dann tritt dies noch deutlicher hervor. Der Ewige allein ist es, der bewirkt.
Psalm 145,3 Vertrauet nicht auf Fürsten, auf einen Menschensohn, bei welchem keine Rettung ist!
4 Sein Geist geht aus, er kehrt wieder zu seiner Erde: an selbigem Tage gehen seine Pläne zu Grunde.
1. Kyros war auch ein Menschensohn.
2. Jesus ist auferstanden. Es war sein Weg, getötet zu werden. Er hätte versagt, wäre das nicht passiert. Petrus hatte es nicht verstanden und wollte ihn vor dem Tod bewahren. (Matthäus 16,21-23)
Larson hat geschrieben: ↑Do 21. Mai 2026, 15:32
Da ist nirgends von einem Messias die Rede. Der Fokus liegt allein auf dem Ewigen.
Da nicht, aber in Daniel 9. Jesus hat oft genug darauf verwiesen, dass er nicht aus seinem Eigenen handelt. Es ist Paulus der sagt:
Römer 8,14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.
Paulus spricht nicht vom Geist Jesu.
2. Korinther 5,18 Alles aber von dem Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesum Christum und hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben:
19 nämlich daß Gott in Christo war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend, und hat in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt.
Römer 5,8 Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.
9 Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn.
10 Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.
Paulus sagt nicht, dass ein zorniger Gott besänftigt werden musste indem sich Christus als Mittler schützend vor sie warf. Er sagt, dass Christus den Zorn der Menschen besänftigt und so ihre Feindschaft gegenüber Gott gelöst wird. Gottes Zorn gegenüber seinen Feinden bleibt. Wenn Menschen sich vom Götzendienst bekehren und vom Hass auf Gott oder seiner Leugnung abkehren, dann sind sie gerettet und ihre Sünden werden vergeben.