Oleander hat geschrieben: ↑So 19. Mai 2024, 18:30
Wodurch kam deine (feste) Ansicht zustande?
Ich befasse mich schon von berufswegen sehr viel mit Definitionen, die ja im Grunde auch Dogmen sind. Da muß man einfach nur genau sein und schauen, was da wirklich steht. Da zählt nicht die gefühlte Vielleichtbedeutung, sondern das Wort wie es dasteht.
Und da ich absolut keine Notwendigkeit sehe, ein neutrales Wort irgendwie zu beschweren, nehme ich das Wort Indoktrination und sehe da nichts weiter als "Einlehrung", genau wie bei Instruktion, was auch nur "Einbau" heißt, nicht mehr und nicht weniger.
Wenn millionen Menschen (nebst Wikipedia) den Begriff verzerren, ist es immer noch falsch. Wie gesagt, es besteht keine Notwendigkeit den Begriff seiner Neutralität und damit auch
seiner guten Seiten zu berauben.
Anderes Beispiel; die Definition des Kreises:
Ein Kreis ist der geometrische Ort alle Punkte einer Ebene, die von einem Punkt den gleichen Abstand haben.
Den Satz kannst Du auch in hundert Jahren noch drehen und wenden wie du willst, er beschreibt exakt und minimal, was genau ein Kreis immer war, ist und immer sein wird.
Es wird Menschen geben, denen das nicht gefällt, die dann z.B. "gleichen" (Abstand) relativieren und deuten, daß damit nur "ähnlich" gemeint sein könnte, und das dann verwirrten Kindern in der Schule so beibringen, das fürchte ich auch. Solche Kinder wären dann in der Tat
falsch indoktiniert. Aber Definition bleibt zum Glück Definition, und das ist gut so.
Es gibt Begriffe, die bedeuten nicht mehr, was das Wort eigentlich sagt, die wurden in ihrem Gebrauch so gewandelt, daß sie nur noch synonym sind, aber kein direkter, wörtlicher Begriff mehr, z.B. "brauchen".
Wir mißverstehen "brauchen" konsequent als benötigen oder benutzen, aber ein magischer Heiler wird Dir den Begriff richtig erklären; "brauchen" ist magische Anwendung eines "Mittels", also: zaubern. Kaum jemand weiß das heute, und nur wenige meinen damit das ursrprüngliche. Viele unserer Wörter kommen aus dem Okkultismus, und wir wissen das gar nicht. Sie bedeuten uns etwas völlig anderes, und auch das ist gut so.
Oleander hat geschrieben: ↑So 19. Mai 2024, 18:30
Mit welchen Mitteln?
Genau darum geht es, die Mittel müssen korrekt sein, nicht manipulativ (beim Sport sind sie sehr manipulativ: "du schaffst das!!" stimmt nicht immer, aber es hilft, irgendwann schaftt er es wirklich).
In einer normal funktionierenden christlichen Gemeinde gibt es "Kinderstunde", Bibelunterricht, Sonntagsschule, wie man es nennt und anwendet, ich hatte das in meiner Kindheit auch und war selbst 24a lang Kindermitarbeiter (aus Opfern werden Täter

).
Man erzählt den Kindern kindgemäß was in der Bibel steht, sie sollen das einfach nur wissen, idealerweise davon begeistert sein. Später wird dieses Wissen vertieft und ist die Grundlage, daß sie das Wort Gottes (hier meine ich die Bibel) partiell auswendig gelernt haben und den "roten Faden" kennen. Der Heilige Geist erinnert sie dann und wann an dieses und jenes Wort, dazu muß das aber dasein, also im Gedächtnis, sonst ist nix mit Erinnerung. Das ist Indoktrination wie sie sein soll und muß.
Ich habe später auch vieles auf Grundlage des gelernten völlig neu gesehen, völlig andere Lehrmeinungen angenommen und auch wieder verworfen. Die Grundlage war aber die reine Kenntnis dessen, was geschrieben steht. Auch heute kenne ich sehr viel Bibeltext auswendig, oft sogar genau die Stelle. Wir diskutieren wie das zu verstehen ist, aber der Text ist da, den nimmt mir niemand mehr weg.