Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 29. Mär 2025, 06:20
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 28. Mär 2025, 19:01
Gott hat kein Gesicht und das Gespräch des Mose mit dem HERRN wird von Geist zu Geist erfolgt sein.
Wir wissen einfach nicht welche Erscheingsform sich JHWH gegeben hatte, vielleicht gar keine und es genügte, dass man einander gehört hatte. Man kann auch anhand der Stimme erkennen wer redet, ohne den anderen zu sehen, weil Gott auch jedem Menschen einen individuellen Klang seiner Stimme gibt anhand dessen wir wissen wer redet. Und so weiß der Prophet wann das Wort JHWH's an ihn ergeht.
Da wäre ich vorsichtig, denn Satan kann die Stimme nachahmen, die du in deinem Geiste hörst. Jeder Engel kann zum menschlichen Geist reden und das können gute und böse Engel sein. 2 Kor 11,14
Nelmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 28. Mär 2025, 19:01
In 4 Mo 12,8 steht, daß Gott mündlich mit Mose geredet und seine Gestalt gesehen hat. Da wird irgendeine visionäre Gestalt vor seinem geistigen Auge gewesen sein. Ähnlich wie in Dan 10,4-6 von dem Propheten Daniel geschaut wurde.
Es steht, "das Bild" schaut er. Ich kann das fürs erste nicht deuten. Aber es gibt eine interessante Stelle aus den Psalmen:
Ps 17,15 hat geschrieben: Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild.
Hier sollte klar sein, dass der Psalmist mit Angesicht den Geist zu dem sich sein Geist zuwendet, meint. Und wenn er erwacht sieht er ein "Bild" (dasslebe Wort wie bei Mose). Vielleicht ist damit ein Erinnerungsbild gemeint, das in ihm verbleibt, was sich in seiner Vorstellung einprägt. Keine Ahnung, kann es nicht wirklich deuten, ich rate mehr.
Ein Erinnerungsbild könnte es sein, denn, wenn man Psalm 110,1 so liest, dann hat König David in einer Vision "SEINEN Herrn" gesehen, der saß zur Rechten des HERRN. Es ist möglich, daß König David seinen Herrn im Geiste gesehen hat, wie Daniel diesen Mann in reiner Leinwand und goldenen Gürtel" dan 10,5
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Fr 28. Mär 2025, 19:01
Aber was hälst du von der Formulierung "mein Angesicht soll vorangehen, damit will ich dich leiten" 2 Mo 33,14
Die ELB-CVS übersetzt anders:
2. Mo 33,14 hat geschrieben: Und er sprach: Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben.
Das ist schon ein Unterschied, da hat Luther wohl andere Quelltexte gehabt. Vom Sinn ist es in etwa das Gleiche. Das Angesicht Gottes wollte das Volk Israel begleiten. Das war ja zunächst einmal der Engel des HERRN, in Jes 63,9 Engel des Angesichts genannt, der hatte sie ja auch bisher geführt. Aber mit Angesicht ist doch eigentlich der Geist des ewigen Gottes gemeint ? Der sollte auch dabei sein, darum hat Mose gekämpft. 2 Mo 33,15-16
Helmuth
Gott wollte sein Mitgehen zunächst verweigern wegen der Sündhaftigkeit des Volkes. Darüber war Mose bestürzt und er bat ihn inständig, er möge unbedingt mitgehen. Das beunruhgte ihn massiv, denn er wäre auf sich alleine gestellt das Volk weiterzuführen,
Den Engel des Angesichts hätte Gott mitgeschickt, der hätte die Völker schon vertrieben. 2 Mo 33,1-3. Ich gehe davon aus, daß es sich um diesen Engel handelt, den Gott SEINEN Engel nannte 2 Mo 23,20-23. Er wird auch Engel des HERRN genannt.
Aber wer hätte Manna vom Himmel regnen lassen, wer hätte den Fels geöffnet, damit Wasser herauskommt, wer hätte geführt und mit den Völkern verhandelt ?
Eigentlich kann man vom Angesicht Gottes nur reden, wenn er aktiv ist sein Wort in die Situation des Menschen hineinspricht oder so handelt, daß ihm geholfen wird ?
Helmuth
Mose müsste dann wie jeder andere König das Volk weiterführen, auf den Gott nicht spezifisch sein Angesicht richtet. In dem Fall meint es m.E. die besondere Sorge und Unterstützung mit seiner Kraft und Allmacht. Doch Gott lenkte wieder ein und versprach Mose auch seine Unruhe wieder zu nehmen und ihm wieder Ruhe (oder Frieden) zu geben.
Zeigt das nicht, dass sie wie engste Freunde miteinander umgegangen sind, wenn sich der allmächtige Gott auch umstimmen lässt? Wie er auch zurückgenommen hat, das Volk zu vernichten auf die Fürbitte Mose hin.
Mose war ja ein Levit, aber seine Tätigkeit war ähnlich wie die eines Königs.
Es wirkt tatsächlich so, als hätte er Gott umgestimmt. Vielleicht hat ihn Gott aber auch nur herausgefordert, um als Mittler für das Volk Israel um Gnade zu bitten.
Dann wäre er ein Vorbild für unseren Mittler, den Herrn Jesus Christus, 1 Tim 2,5, der als Fürsprecher genannt wird, um dem Gottesvolk in aller Welt Gnade zuzusprechen, wenn sie Reue zeigen und Buße tun und ihm nachfolgen. 1 Joh 2,1
Der Herr Jesus, dem ja Gott innewohnte , wollte die Menschen auch nicht einfach aufgeben, und damit Satans Werk so stehen lassen. 1 Joh 3,8
Er wollte unter Einsatz seines Lebens, daß Gott doch wenigstens einige Menschen, die ihm lieb und wert sind, gnädig ansieht, um sie für eine neue Schöpfung zu erhalten.
Gruß Thomas
2 Kor 13,14 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.