Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Wir bitten darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Benutzeravatar
Magdalena61
Administrator
Beiträge: 28185
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45
Magdalena61 hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 00:14
Zippo hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 13:55 Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
Das bestreite ich absolut nicht.
Es geht ja auch noch weiter:
Rö 3,24
und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist;
Ganz genau.

Und warum willst du dann von jemandem, der keinerlei Bezug hat zum "Themenkomplex theologisches Wissen" mehr verlangen als da und in Joh. 3,16 steht?

Ist dir das Evangelium von der Gnade Gottes, die Er jedem Menschen anbietet, zu dürftig?
Ich finde, man sollte das Evangelium nicht verwässern und alles Unangenehme vorenthalten.
Wenn man das unverfälschte Evangelium weitergibt, dann werden sich daraus Fragen ergeben; Gesprächsansätze.

Unser Job ist es, zu informieren.

Man kann auch etwas diplomatischer vorgehen. Es gibt genügend Gelegenheiten, auf das Böse in der Welt Bezug zu nehmen.

Wie stellst du dir das Gespräch denn konkret vor? Du gehst auf jemanden zu und zitierst Röm. 3 oder Joh. 3,16?

Bei mir läuft das anders. Aufgrund meiner Musik, von der ich bereits berichtete, wurde ich angesprochen. Sie ist ein Zeugnis. Das ist hier ein kleiner Ort... ich kümmere mich nicht darum, was geredet wird... Beschwerden kamen noch keine. :D

In der Regel unterhalte ich mich einfach mit jemandem. Man spricht über dies und das... tauscht sich ein wenig aus. Dabei kommt mit Sicherheit irgendwie die aktuelle Lage ins Spiel, sei es der Krieg in der Ukraine, die CO2- Besteuerung, die schier unfassbaren Lügen des Kanzlers bzw. anderer Personen in Führungspositionen, oder die "Pandemie", die Impfkampagne und deren Nebenwirkungen.
Hier ist beispielsweise Gelegenheit, Ungerechtigkeit zu thematisieren, die jeder bestätigen kann... und darauf hinzuweisen, dass die Urheber und Vertreter derselben sich warm anziehen müssen... denn eines Tages werden sie sich, wenn schon nicht vor einem weltlichen Gericht, dann doch vor dem Gericht Gottes verantworten müssen.

Und schon sind wir beim Thema.

Ich beziehe mich auf die Bibel... lese aber nicht Verse vor, denn inhaltlich sollte man im Kopf haben, was relevant ist.

Und dann ergibt sich auch die Gelegenheit, zu sagen, man müsse selbst natürlich auch aufpassen, was man tut; wie man lebt... denn für uns gelten die gleichen Maßstäbe.

Und so weiter.

In den Menschen ist eine tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Daran kann man anknüpfen.
Einen Hunger wecken nach und die Hoffnung auf die Gerechtigkeit Gottes.
God bless you all for what you all have done for me.
Benutzeravatar
Magdalena61
Administrator
Beiträge: 28185
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45Evangelisten lassen es auch nicht weg. Sie reden von der Gerechtigkeit Gottes und daß es den Menschen schwerlich gelingt, den Ansprüchen Gottes genüge zu tun. Dann reden sie von der Gnade Gottes, welche die Lösung ist, um den Menschen aus seiner Situation zu befreien. Eine Botschaft, die ihm sogar Aussicht und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in einer neuen Schöpfung macht.
Einem "Studierten" nehmen die Leute so etwas eher ab als dem Nachbarn von nebenan. Er hat aufgrund seines Berufes sozusagen eine Legitimation, solche Töne anzuschlagen.
Wie viele kommen denn zu evangelistischen Veranstaltungen? Wie viele identifizieren sich mit der Botschaft? Und wie viele nehmen sie an?

Diese "Schnell- Bekehrungen" am Ende einer Veranstaltung, nachdem die ganze Palette emotionaler Bausteine abgespielt wurde, sind meist nicht tiefgehend und oftmals auch nicht dauerhaft. Viel zu viele, die "nach vorne kamen und Jesus annahmen" sind nach wenigen Wochen wieder im alten Fahrwasser. Eine "Bekehrung" ist noch lange keine Wiedergeburt.
Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45
Magdalena
Sollte der Verkäufer, nachdem er erfragt hat, ob der Kunde "wiedergeboren" ist, nun loslegen: "Sie sind ein Sünder und müssen Buße tun"! ?
Kann man nicht fragen: "Kennen sie die Botschaft der Bibel ? " Und wenn es nicht der Fall ist, eine lesbare Version der Bibel dahinlegen ? Dazu ein Bibelleseplan, so fangen doch die meisten an, dieses Werk zu studieren.
Das wäre in der Tat vernünftiger.

Ich wollte euch einen Spiegel vorhalten. Damit ihr einfach mal registriert, wie eure Strategie auf andere wirkt.
Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45Ehrlicherweise darf in der Botschaft des Evangeliums nicht fehlen, daß die Entscheidungen, die der Mensch tätigt, auch Konsequenzen haben. Wer keine Gnade will, der wird eben vor Gericht gebracht und Gott wird über ihn urteilen. Da kann man Pred 12,13-14 vorlesen oder Mt 25, 31.. oder Off 20,11-15 Vor diesem Gericht will uns der Herr Jesus ja bewahren, wenn wir ihm nachfolgen.
Das Evangelium lautet: Joh. 3,16.

Es wäre mir neu, dass es Heidenmissionaren aufgetragen ist, Gericht zu verkündigen.

Interessenten muss man natürlich begleiten. Es wäre gut, wenn es eine Gemeinde gibt, die man empfehlen kann. Dort finden sie Gemeinschaft. Zunächst muss man das Fundament aufbauen und festigen. Davon spricht auch Paulus, als er in 1. Kor. 3 mit den Korinthern schimpft.

In der Gemeinde wird ja wohl gepredigt werden, auch über den Tag des HERRN und so. Um die Feinheiten zu vermitteln ist die Gemeinde gefragt. Paulus liefert mit seinem Hinweis auf die noch nicht ausreichende entwickelte bzw. nicht vorhandene geistliche Gesinnung der Korinther das richtige Stichwort.

Man kann von jemandem, der nicht geistlich gesinnt ist, nicht fordern, was das Fleisch nicht leisten kann. Deshalb brauchen die Leute unbedingt Kontakt und Vertrauen zu Gott. Eine geistliche Gesinnung können wir nicht selbst "herstellen"; dafür brauchen wir die Hilfe und die Kraft des Heiligen Geistes, und es gibt Vorausetzungen ("lasst euch vom Geist erfüllen").

Leider sind auch Freikirchen heute ziemlich einseitig geworden. Zu sehr in Richtung Wohlstandsevangelium, Freizeitgestaltung.

Was ist nur mit der Buße geschehen?

Fortgeschrittene brauchen eine andere Nahrung als Einsteiger.
God bless you all for what you all have done for me.
Benutzeravatar
Magdalena61
Administrator
Beiträge: 28185
Registriert: Mo 15. Apr 2013, 20:44
Kontaktdaten:

Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo hat geschrieben: Do 12. Feb 2026, 12:45
Magdalena
Das ist jetzt mal die Kurzfassung der "Verkündigung", die so manchem vorschwebt.
Merkst du, wie blödsinnig das ist?
Es klingt ein wenig doof, wie du das geschrieben hast. Bete doch lieber und frage den Herrn Jesus, was du sagen sollst.
Es sollte ein Spiegel sein.
Ich rede nicht so mit den Leuten. Mit Sicherheit nicht!

Weil ich meine, die Ursache von Sünde und Verlorenheit sowie das Erlösungswerk Christi... das ganze Thema ist viel komplexer als platte Worte wie "deine Sünden haben Jesus ans Kreuz geschlagen".
Das ist eine Verzerrung.
Man kann auch darüber reden, ohne dem Gegenüber eines überzuziehen und ihn vor den Kopf zu stoßen. In der Regel hat man es ja mit anständigen Leuten zu tun, die sich ehrlich darum mühen, ihr Leben zu meistern.

Niemand möchte beschuldigt werden für etwas, das er nicht getan hat.
Niemand möchte so unter Druck gesetzt werden, das er Schuld "bekennt", obwohl er innen drinnen nicht davon überzeugt ist, schuldig geworden zu sein. Wollt ihr Heuchler generieren?
?
Die Überführung von Sünde ist in den allermeisten Fällen die Aufgabe und das Werk des Heiligen Geistes.
Parzany hat vor kurzem die Allianzgebetsrunde mit einer Predigt eröffnet und mit der Gerechtigkeit Gottes angegangen.
Und wer saß in dieser Runde?
Heiden? Nichtchristen?

Warum verwechselt ihr das dauernd?
Ich habe z. Bsp. ein Traktat:
Traktate laufen auch unter "berufliches Engagement" und sind mit einem persönlichen Gespräch nicht gleichzusetzen. Wie viele Leute werfen das Traktat weg, nachdem sie einen Blick hineingeworfen haben?

Ich hatte mal eines, das fand ich besser als die 0815- Traktate. Vorne drauf stand "ich bin nicht schlechter als andere Leute". Wenn man es aufklappte, las man "Aber wie schlecht sind denn die anderen?"
Gott persönlich kennenlernen. Da steht: Gott liebt sie. Er hat sie erschaffen und will, daß sie eine persönliche Beziehung zu ihm haben. Joh 3,16
Dann kommt aber doch die erschreckende Tatsache, daß die Beziehung des Menschen mit Gott durch Sünde zerstört ist. Angefangen mit der Sünde Adams hat sich die Menschheit nicht so entwickelt, wie Gott es gefallen hat. 1 Mo 6,6, Rö 3,23
Wie viele (unwissende) Menschen hast du denn damit schon gewonnen?
Könnte es sein: Keinen Einzigen?
Eigentlich geht es ja um Erneuerung, die sogenannte Wiedergeburt. Eine neue Schöpfung sollen Menschen werden und das soll in diesem Leben schon mehr und mehr zum Ausdruck kommen.
Ja, natürlich.

In diesem Thread diskutieren wir über den Einstieg in ein Leben mit Gott.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
Antworten