ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 18:34
Es könnte in 1. Samuel 16,14 auch bedeuten, dass der böse Geist Saul vor Gott ängstigte bzw. gegen Gott aufbrachte.
Es steht "ihn". Der böse Geist ist Subjekt und "ihn" das Objekt. Von der Satzstruktur lässt sich das nicht anders lesen. Es umzudeuten führt in die Eisegese und lehne ich ab.
Eher denke ich an einen Ausdrucksfehler dieses "von" JHWH durch den Autor., oder dass wir das "מֵאֵ֥ת" nicht korrekt deuten. Es zeigt mehr den Besitz an, da JHWH ja Herr über alles ist. Eine Sendung ist es deswegen nicht. Das steht auch nicht. Aber abgesehen davon hatte man möglicherweise tatsächlich noch nicht die Erkenntnis, wie sie uns erst Jesus in Worten auf Basis der Vorfälle offenbart.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 18:34
Ist aber nur eine Idee, unter Vorbehalt.
Wie bei mir, daher auch meines mit Vorbehalt. Nachdenken ist ja gottgewollt. Man darf nur nicht jeden Schluss rechtfertigen oder vorschnell einer konfusen Theologie auflaufen, die einem das Ohr kitzelt -->
2 Tim. 4:3.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 18:34
Da gibt es aber mindestens drei ziemlich eindeutige Aussagen im AT;
Ja kenne ich, spannende Aussagen, in der Tat, aber ich will es hier nicht ausschlachten. Die Prämisse steht unverrückbar dennoch, das Gott nichts Böses schafft. Das Thema driftet damit schon zu sehr ab. Bei anderer Gelegenheit oder als neues Thema gerne.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 20. Mär 2026, 18:34
Möglicherweise könnte in der Sprache des NT Saul hier schon als dämonisiert bezeichnet werden.
Diese Zustände, seine "Aussetzer" werden uns nur temporär beschrieben, nicht als permanent. Aber in seinen Anfällen denke ich, dass ihn der böse Geist dazu angestachelt hatte, von wem immer der nun ist. Da sehe ich eine theologische Diskrepanz. Gott selbst hat ja auch Engel des Verderbens, nur sind die keinesfalls böse.
Bei einer echten Besessenheit würde er das Verhalten wie König Nebukadnezar zeigen, der sieben Jahre in Gebundenheit verbracht hatte und damit völlig leben- regierungsunfähig war. Saul regierte aber bis zu seinem Tode. Die Besessenen im NT sind innerhalb der Gesellschaft nicht mehr lebensfähig. Ich meine solche Fälle auch bei uns in Wien zu finden.
Bei Saul gab es bis zu seinem Tod auch immer helle Momente. aber da Gott ihn schon verworfen hatte, so wurde er gewissermaßen zum Spielball böser Mächte. Denk dran, er ging am Ende zu einer Totenbeschwörerin. Sein Geist war also dem Wahnsinn schon verfallen.
Zur Sache wieder
Das Thema ist Jesu Versuchung, nicht die des Königs Saul. Saul konnte dem Bösen gar nicht mehr widerstehen, da der Geist des Herrn von ihm gewichen ist. Jesus wandelte aber in der Fülle des Geistes. Das ist Voraussetzung sich solchen Angrffen erfolgreich zu widersetzen und das tat Jesus auch.
Die ganz Show weicht schon vom Thema ab. D.h. der Ausflug ins AT hilft dir nicht weiter, dass der Teufel eine reale Existenz ist. Du hast das für dich schon festgelegt und suchst nun das AT dahin ebenfalls zu deuten.
Für mich sind aber auch die AT-Zeugnisse ein Beleg für deren Existenz. Sie sind zwar anders, aber im Kontext passen sie und das ist für mich wichtig. Der stärkste Beleg bleibt für mich weiter die sprechende Schlange, die Eva zu Fall brachte.
Der Teufel und seine Dämonen besitzen andere Kräfte und Mächte als Menschen, so meine Deutung, die man nicht unterschätzen darf, auch wenn sie nur mehr noch degenerierte Geschöpfe sind und am Bauch kriechen und Staub fressen. Welche Macht dagegen gesunde Engel haben, bezeugt die Schrift eindrucksvoll.