Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen
Verfasst: Sa 4. Jul 2026, 16:46
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Naja, mach mir nichts vor, von „wissen“ kann wohl kaum die Rede sein, betrachtet man diese verschiedensten „Geister Christi“…(in welcher Konfession sollte nun der „wahre“ nun sein?)
Aha, und Jesus hat dann keinen eigenen „Geist“.
Es heißt im Sinne Jesu. Sinn und Geist ist deswegen nicht dasselbe. Es ist aber das, was der Jude Jesus von Nazareth gemeint hat, wenn er z.B., was das Thema betrifft, uns durch seine Gleichnisse etwas lehren will. Bleiben wir bitte auch im Thema.
Es sagt also Jesus, dass nur seinen Jüngern gegeben ist seine Gleichnisse zu verstehen. Anderen ist es nicht gegeben, die ihm gar nicht nachfolgen. Oder folgst du ihm etwa nach?Matthäus 13:10-11 hat geschrieben: Und die Jünger traten herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: „Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu erkennen, ihnen aber ist es nicht gegeben.“
Aha, und jeder hat so sein eigene Meinung, was der Sinne Jesu ist. Und selbst Paulus meinte schon,. Was der Sinn Christi gewesen sein soll. Also hauptsächlich auf Vermutungen, eigene Ansichten basieren.
Den Himmel kann niemand erklären (sowenig wie wir Gott erklären können), also auch keine Gleichnisse dazu geben. Aber man kann die Güte Gottes „erklären“, aber das taten schon Mose und die „alten“ Propheten.Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 4. Jul 2026, 17:58 Matthäus 13:10-11 hat geschrieben:
Und die Jünger traten herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: „Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu erkennen, ihnen aber ist es nicht gegeben.“
Und er musste es ihnen dann auch noch erklären….
So sieht es genau aus in der Christenheit, und pflastert seine Wege nach Belieben und eigenem Empfinden. Und anscheinend verstehen genau diese die Gleichnisse nicht wirklich, sondern zwängen die chr. Theologie hinein, ob nun der Mann mit den Schafen oder das Öl der Jungfrauen. usw
Und nein,. um Gott nachzufolgen, auf Seinem Weg, muss sich nicht „Jesus“ nachfolgen.
Ps 27,1 (Von David.) Der JHWH ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Stärke, vor wem sollte ich erschrecken?
Spr 6,23 Denn das Gebot ist eine Leuchte, und die Belehrung ein Licht; und die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg des Lebens:
Ps 119,105 Dein Wort (damit ist kein NT gemeint) ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.
Und was meinst Du denn, wer JHWH ist? Der, der von sich selbst sagt JHWH zu sein und der eben auch das Zeugnis vom Vater genau dazu hat, der ist das auch.
Trotzdem hat man sich Bilder von Gott gemacht. Das geht ja auch gar nicht anders. Durch Sprache werden geistige Bilder erzeugt. Gott muss aber darüber hinaus gehen, sonst hätte er Grenzen und wir könnten ihn erfassen. Wenn ich hier Gott lese, verbinde ich damit etwas. Vor dem Hintergrund ist es schon passender, wenn man stattdessen "G'tt" benutzt oder man lässt eine Lücke.
Genau. Ich möchte wissen, was es für mich bedeutet. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn hat für mich momentan eine ganz andere Bedeutung bekommen als die, die mir ursprünglich mal erklärt wurde. Es ist ein sprachliches Mittel, das einen individuell anspricht.
Es ist genau umgekehrt. Die Lehre, das jeder Menschen verloren ist, kommt erst mit dem Evangelium und den Apostel, da spricht der Römerbrief davon.Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 4. Jul 2026, 11:22Das muss dort nicht stehen, denn jeder Mensch ist verloren, der nicht umkehrt. Du bringst leider falsche Kontexte, die nicht hierherpassen. Wenn andere Stellen von Gerechten sprechen, wiewohl doch jeder Mensch sündigt, so ist das ein anderer Kontext, der sie als Gläubige und von ihrer Sünde Erlöste bezeugt. Diese sind bereits umgekehrt.
Von Pharisäern und Schriftgelehrten kann ich in den Gleichnissen Lk 15 nichts lesen.Helmuth
In Kontext von Lukas 15 erzählt Jesus das Gleichnis gerade wegen der Phariäser und Schriftgelehrten, die Jesu Gemeinschaft mit "Sündern" von Zöllnern und Huren verachtet hatten. Doch waren diese "Sünder", die sie so verachtet hatten, zur Umkehr bereit.
Du setzt unterschiedliche Maßstäbe, wenn du meinst, dass Menschen vor Christus nach anderen Kriterien gerettet wurden. Eine solche Theologie vertrete ich nicht. In erster Linie geht es immer darum seinen Nächsten auch so zu lieben wie sich selbst. Das gilt zu allen Zeiten. Wer so leben will, der ist in Gottes Augen gerecht, ob Jude oder Heide, ob zur Zeit Noahs oder heute.
Du nennst diese Beschreibung gerecht vor Gott? Er war zornig, verharrte in Unvergebung und Verachtung für seinen Bruder. Doch das Wesentlich ist das: Er hörte auch nicht auf seinen Vater, der in ihn drang. Einen Menschen, der voller Hass bleiben will, nennst du gerecht?Lukas 15:28-30 hat geschrieben: Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und drang in ihn. Er aber antwortete und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böcklein gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.
Warum nennt man ein Gleichnis ein Gleichnis? Es geht Jesus darum den Unterschied zu zeigen zwischen den Pharisäern und denen, welche sie in ihrer Arroganz "Sünder" nannten. Braucht man da noch weitere Kontexte?
Ich habe mich auch schon gefragt, was für Motivation Larson hat, mit Christen über den Glauben zu sprechen ?Magdalena61 hat geschrieben: ↑Fr 3. Jul 2026, 00:46 ... sein Glaube erschöpft sich darin, gegen den Glauben der Christen zu reden.
Nachdem er sich aus der Gemeinde Jesu entfernt hat, kann es ihm doch egal sein, was wir glauben. Warum kümmerst du dich überhaupt darum, Larson?
Ja, man könnte auf die Idee kommen. Es tut irgendwie weh, zu hören: "Das ist mitnichten so" oder "Das steht so nicht in der Tenach".Magdalena
Aber wir haben auch diese Freiheit. Und es ist ziemlich lästig, wenn Glaubensinhalte permanent angegriffen werden.
Es entsteht der Eindruck, du verbringst mehr Zeit damit, christliche Theologie zu bekämpfen als deinen eigenen Glauben zu leben.
Danach tat er Buße und ließ sich auf den Namen Jesus taufen und bekam ein völlig anderes Verständnis für die jüdischen Schriften, weil er sie nun mit Blick auf den Messias Jesus gelesen hat.[Apg 9,1-4] Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf dass, wenn er etliche dieses Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führte gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Wenn aber der Glaube fehlt, was soll dann geschehen ? Da werden die jüdischen Schriften nicht so verstanden, wie es der Heilige Geist erklärt und die Weisheit bleibt verborgen.Joh 16,13
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten.
[Mt 13,13-14] Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja’s erfüllt, die da sagt: „Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen. Jes 6,9-10
Ich glaube nicht, daß es Sinn macht, bei den jüdischen Gläubigen nach Weisheit im christlichen Sinne zu fragen. Denn Christus wird ja abgelehnt. Warum sollten sie da die Schriften des AT besser verstehen ?Wahrscheinlich wäre es besser, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Die jüdische Literatur / Überlieferung enthält immer wieder eine beeindruckende Weisheit. Juden können viele schwierige Themen aus dem AT oftmals besser erklären als Christen. Wenn wir hier gewachsene jüdische Weisheit besprechen würden, könnten alle davon konzipieren.
LG
Gruß Thomas[Phil 3,4-8] wiewohl ich auch habe, dass ich mich Fleisches rühmen könnte. So ein anderer sich dünken lässt, er könnte sich Fleisches rühmen, ich könnte es viel mehr: der ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Hebräer von Hebräern und nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unsträflich. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet, und achte es für Kot, auf dass ich Christum gewinne
Das muss dort nicht stehen, das sehe ich genau so wie Helmuth. Im Gleichnis verachtet und haßt er seinen Bruder, den, der umgekehrt ist. Der Umgekehrte hatte ein Gefühl dafür, was Verlorenheit bedeutet, und ist dankbar dafür, der andere Verlorene hat niemals Erkenntnis seiner Sünden erlangt (das bedeutet Verlorenheit!) und wird erst vom Vater über den Mangel in Kenntnis gesetzt. Wir lesen aber nicht, ob der Sohn bereut und bekannt hat, daß er niemals dankbar angenommen hat, was jederzeit für ihn da war. Dieses Ende bleibt offen (vgl. 1. Joh 1). Wir haben es also mit einem "Gutmenschen" zu tun, der genau so verloren ist wie jeder andere auch bloß.
Was heißt denn "empfunden" von wem denn? Wenn Gott jemanden für gerecht hält, dann ist der gerecht, wenn Menschen sich selbst für gerecht halten und das aber gar nicht sind, weil sie Gottes Regeln einfach nicht einzuhalten gedenken, dann sind sie allenfalls "selbstgerecht", aber niemals gerecht....Vorher wurden als Gerecht empfunden, die Gottes Wohlgefallen gefunden haben.
Alle haben dafür gesorgt, daß der Herr Jesus gekreuzigt wurde, und nur sehr wenige haben dabeigestanden und das mußbilligt. Die Jünger waren alle fort. Und wenn wir damals dabeigewesen wären, zumindest ich hätte nicht den Helden gemiemt, das ist schon mal sicher. Wir alle haben oder hätten den Herrn mitgekreuzigt, tun viele ja auch heute noch, indem sie ihn verleugnen.Von Pharisäern und Schriftgelehrten kann ich in den Gleichnissen Lk 15 nichts lesen.
Sie zählen nicht zu denen, die beim Vater geblieben sind, sondern werden auf andere Art als Verlorenene angesehen. Denn sie können in ihrem Hochmut ihre Fehler nicht begreifen. Mt 23
Sie haben ja auch dafür gesorgt, daß der Messias Jesus ans Kreuz geschlagen wurde.