Du widersprichst dir. Einmal bestraft Gott, im nächsten Satz der Mensch sich selbst. Das ist genau das Gegenteil. Außer man sagt, es ist der "Gott in uns", vielleicht das Gewissen, welches die sündigen Anteile weiter ins Leiden schickt.
Du möchstest gerne darstellen, dass ich mir widerspreche.
Wenn du sagst, Gott bestraft nicht, er ist nämlich die Liebe, dann sage ich : Gut, Gott schickt keinen bösartigen Mensch in die Hölle. Du hast Sundar Singhs Beispiel gehört, dass ich hier erzählt habe:
Ein bösartiger Mensch schimpfte, Gott sei ungerecht. Darauf wurde ihm erlaubt, den Himmel zu betreten. Und siehe da, ihm wurde nicht verwehrt, den Himmel zu betreten. Doch er konnte den Himmel gar nicht ertragen. Sein schlechtes Wesen ließ ihn schlagartig flüchten in die Gottferne, in die Hölle.
Wo also widerspreche ich mir ?
Außer man sagt, es ist der "Gott in uns", vielleicht das Gewissen, welches die sündigen Anteile weiter ins Leiden schickt.
Grüße Jung von mir, den Fabulierer über negative Anteile im Charakter des Menschen.
Der Mensch hat keine sündigen Anteile, obwohl er göttlich ist, die entfernt werden müssen, sondern es ist sein reales Wesen der Boshaftigkeit, dass er nicht mit Gott zusammenpasst.
( Jung hatte ja einen inneren Ratgeber: Jung führte oft regelrechte Zwiegespräche mit Philemon. Er nahm dabei genau wahr, dass der innere Ratgeber Dinge sagte, die Jung selbst bewusst noch nie gedacht hatte. Der hatte auch eine definierte Gestalt. Scheint ein Dämon gewesen zu sein, wie bei hohen Engeln als Ratgeber. Spiritismus meets Esoterik.)
Was ist "der Gott in uns", dass er den Bösen weiter ins Leiden schickt ? Ist das Beispiel vom Regenwurm, der das Unmögliche versucht und zwar über der Erde in der Sonne zu leben, denn ein so schlechtes Beispiel ?
Es wundert mich, dass du sagst:
Diese Vorstellung von Strafe gibt es hier in der Welt, die bedrohende Lehre von göttlicher Strafe ist eigentlich, meine ich, total überholt angesichts der allgemeinen Erkenntnis unserer Zeit.
Was ist das, die allgemeine Träumerei unserer vermeintlichen Erkenntnis ? Da sieht man mal, wie jeder an das glauben kann, was er sich einbildet.
Nur dass es nach heutigem Verständnis keine "Bösartigkeit" gibt.
Das kann man sich leicht zusamnenreimen. Das darf man und hat gar nichts damit zu tun, dass man richtet, es aber nicht soll. Das zu unterscheiden soll uns bödartig machen ?
Jesus nannte die Schriftgelehrten Schlangen und Otternbrut, sehr treffend. Weil sie den einfachen Menschen das Himmelreich versperren (wollen)
Und deine Lehren sind besser als das ?
Möglicherweise sind sie schlimmer als die der Pharisäer damals.
Es bleibt:
Gerade die anscheinend konsequenzlosen Friede Freude Eierkuchen Erlebnisse sollten hinsichtlich der Warnungen Jesu hinterfragt werden.
Du tust das Gegenteil davon. Die Wahrheit ist nicht bequem, und die Hölle keine Irrenanstalt, in der die Ärzte versuchen, die Bösartigen zu belehren, sie sollen erkennen, dass sie Gott sind.
Wenn du sagst, die Nahtoten erkennen ihre angeblichen Verwandten nicht, nehmen sie kaum wahr, glauben aber, sie sind es, dann ist das schon ein Warnzeichen. Dafür braucht man kein Nahtoderlebnis. Das kriegt man schon mit Geisterbefragung beim Spiritismus, wenn Lügengeister einen Verwandten völlig passend spielen.
Ich bleibe dabei: Gott ist die Liebe. So wie es Jesus vermittelt. Aber ein bösartiger Mensch wird entsprechend bestraft. Und das widerspricht dennoch nicht der Liebe Gottes.
Da passen unsere Ansichten gar nicht zusammen.
Kein Wunder, dass Evangelikale glauben, Nahtoderlebnisse seien Verführungen durch Vorgaukelung falscher Tatsachen.
Ich verlasse mich weder auf die Erzählungen von Nahtoten, noch ist das was Sundar Singh oder Swedenborg erzählen, für mich Religionsersatz. Und beide warnen ja vor Dämonen und der Hölle. Sind also keine völligen Traumtänzer.
Ich glaube ja, wie die Katholiken, dass die Toten nicht schlafen. Wenn Evangelikale das als Argument benutzen, halte ich es komplett für falsch.