"Der Kampf gegen Rechts hat mit diesem (Mehrparteien-) System aufgeräumt".Das meist abwertend gebrauchte Wort „Populismus“ suggeriert, dass es ein Fehler wäre, beim Regieren auf die Zustimmung der Bevölkerung Wert zu legen. Genau diese Idee – alle Macht muss durch den Willen der Mehrheit gerechtfertigt sein – ist aber nun mal die Grundlage unserer Verfassung. Mit einem Verbot mehrheitsfähiger Parteien entzieht man diesem Staat seine Legitimation und verwandelt ihn in ein autoritäres Regime. Dafür muss man dann aber schon sehr gute Gründe haben. Man muss es mit einem Gegner zu tun haben, der selber die Demokratie abschaffen will. Man muss sich in einer Notwehrsituation befinden.
Die entscheidende Frage ist, ob so eine Partei legitime Ziele verfolgt oder illegitime. Es geht also nicht darum, ob Sie oder ich diese Ziele für richtig halten. Illegitime Ziele wären zum Beispiel die Beseitigung der Meinungsfreiheit, der Entzug von Grundrechten für Teile der Bevölkerung oder das Verbot von Parteien, die von den Regierenden als störend empfunden werden. Ein illegitimes Ziel ist also genau das Ziel, das Sie mit einem Verbot verfolgen. Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen. Tatsächlich war diese Begründung – „Wir retten die Demokratie“ – historisch gesehen eine der beliebtesten bei denen, die sie abgeschafft haben.
Kennen Sie eigentlich die historische Anti-Rechtsbewegung? Das sollten Sie. Unter diesem Namen wurden 1957 in China fast zwei Millionen Menschen verhaftet – bürgerliche Elemente, viele davon Intellektuelle – und in Straflager gesperrt. Dort ermordete man viele von ihnen. Sinn der Anti-Rechtsbewegung war es, China in einen Einparteienstaat zu verwandeln. Ja, es gab bis 1957 unter Mao Zedong ein Mehrparteiensystem. Der „Kampf gegen Rechts“ hat mit diesem System aufgeräumt. Hier wurde ja auch schon in mehreren Wortbeiträgen über ein Verbot der Unionsparteien nachgedacht.
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Da sollten doch einige Alarmglocken unserer Demokraten endlich anspringen.
Gestern las ich, in Nordkorea werden Teenager und Schüler hingerichtet---
Ich hoffe, der Westen meldet sich zu Wort und setzt sich für die Menschenrechte ein-- ist da schon etwas passiert?Das Regime von Diktator Kim Jong-un (42) lasse Teenager und sogar Mittelschüler öffentlich fürs Besitzen von südkoreanischen Filmen oder Musik umbringen, berichtet die „New York Post“ unter Berufung auf Amnesty International.
Geflüchtete Nordkoreaner haben der Menschenrechtsorganisation den Albtraum geschildert. Sie berichten von Hinrichtungen auf Marktplätzen, von Arbeitslagern und brutalen Demütigungen. Die Aussagen beruhen auf 25 ausführlichen Interviews, geführt 2025 mit Menschen, denen zwischen 2012 und 2020 die Flucht aus Nordkorea gelungen ist. Die meisten waren damals noch Jugendliche.
bild.de 8. Februar 2026
Nachrichten und Polit- Talks schaue ich kaum noch, weil ich der immer gleichen Gesichter, der ewig gleichen Leier und Hassreden gegen Trump, Putin und die AfD überdrüssig bin... von daher bin ich nicht darüber informiert, ob sich der Westen auch in Nordkorea für Recht und Gerechtigkeit stark macht.
Weiter mit der Rede von Harald Martenstein:
Astrein. Einfach nur die Wahrheit. Dass so etwas noch nicht zensiert ist...Ähnliche Parteien wie die AfD waren bereits in mehr als einem Dutzend europäischer Staaten in Regierungskoalitionen vertreten oder stützen Regierungen, unter anderem in Skandinavien. Demnächst könnten sie in Frankreich und Großbritannien regieren. Sie sollten sehen, dass Deutschland wieder einmal einen Sonderweg beschreitet.
Nun zu einer anderen Frage: Ist es legitim, für Verfassungsänderungen einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn das Grundgesetz wurde seit 1949 bereits mehr als 50-mal geändert oder ergänzt. Ist es legitim, für eine restriktive Migrationspolitik einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn es gibt eine solche Politik in so zweifellos demokratischen Staaten wie Dänemark oder Australien. Ist es legitim, aus der EU austreten zu wollen? Das keineswegs faschistische Großbritannien hat es getan. Ist Patriotismus legitim? Willy Brandt war erklärtermaßen Patriot. Ich sage es noch einmal: Doch, das war er.
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