Helmuth hat geschrieben: ↑So 25. Jan 2026, 03:30
Dann braucht man den Kontext um zu verstehen, wie die Frage entstanden ist und was Jakobus damit anspricht.
Unbedingt.
Da sind ja teilweise haarsträubende Übersetzungen unterwegs--- unverständlich! wenn man ehrlich ist.
Dazu muss man das davor Geschriebene lesen, das von einer üblen Art zu begehren spricht, die aus dem Fleisch kommt und nicht dem Geist gemäß --> Jak. 4:1-4.
So sehe ich das auch. Der Vers mit dem "Neid" steht ja nicht für sich alleine, sondern in einem Zusammenhang.
Im Grund genommen habe ich mit diesem Text keine Schwierigkeiten, weder textlich bzw. kontextlich, noch exegetisch. Es geht darum das Fleisch abzulegen, dass aus üblen Motiven agiert und daher Gott nicht gefallen kann.
Zustimmung.
Deine Argumentation ist nachvollziehbar und gefällt mir gut.
Hier ist noch eine Übersetzung, Elberfelder:
Jak. 4,5: Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst redet: »Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ
Das reißt es jetzt noch nicht heraus und bleibt für jemanden ohne Vorkenntnisse mehr oder weniger unverständlich, aber da ist eine Fußnote:
"o. ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns Wohnung gemacht hat o. Gegen den Neid begehrt der Geist, der in uns Wohnung gemacht hat".
Was ich fett markiert habe, halte ich für die Interpretation, die am meisten zutrifft. Und dann läge Abischai richtig mit seinem
ersten Kommentar zum "Neid".
Vers 2: "
ihr tötet und neidet..." es ist ja wohl kaum anzunehmen, dass Jakobus innerhalb weniger Sätze dem
Neid verschiedene Bedeutungen zuweist.
Vereinfacht gesagt: Streit, Feindseligkeiten und Kämpfe innerhalb der Gemeinde wurzeln darin, dass es bei den Gläubigen noch unerlöste Teilbereiche gibt. Mißgunst und Neid offenbaren eine fehlgeleitete, egoistische und undankbare Haltung und zeugen von mangelndem Vertrauen. Sie sind fleischlicher; weltlicher Natur, und der Geist Gottes, der in den Gläubigen Wohnung genommen hat, kämpft dagegen an, mit Eifer.
LG