Magdalena61 hat geschrieben: ↑Fr 27. Mär 2026, 15:32
Es sollte mir aber schon noch gestattet sein, zu sagen, dass es mir (wirklich) Sorgen macht, ob das Bekenntnis zu einem Propheten und Gesandten des Vaters ausreicht, um das ewige Leben zu erlangen.
Keiner hat bisher den Vorschlag gemacht, einen gesandten Propheten für das Glaubensbekenntnis aufzunehmen. Für das Israel vor Christus war Mose sicher nicht wegzudenken.
Ohne Mose einen Glauben an JHWH aufzubauen, ja es wäre möglich, aber JHWH selbst machte ihn zum Mittler, der nicht umgangen werden kann. Mit der Sendung Jesu wurde er dieser MIttler und zum Zentrum des Glaubens.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Fr 27. Mär 2026, 15:32
Andererseits möchte ich aber nicht, dass der Eindruck entsteht, es sei "egal", was man glaubt.
Darum mache ich das. Mir ist auch nicht egal, was man glaubt. Darum sollte aufgezeigt werden, was von dem, was man für sich betont, auch für Gott dieselbe Wichtigkeit hat. Problem ist das Kollektiv. Sobald es eine ganze Gruppe ist, die etwas glaubt, was aber irrelevant für Gott ist, treten sie nicht selten gegenüber anderen hochmütig auf.
Wir stehen bei vier dogmatischen Ansätzen. Welche davon würdest man als nicht nötig sehen, oder sind sie unumgänglich? Der Satz mit den Geboten könnte gestrichen werden, meine ich. Und von den anderen vier? Einer kam ja von dir.
Zielführender wäre, du sagt, was zwingend nötig ist. Ich will hier keinen theolgischen Diskurs um einzlene Positionen, sondern den Beleg aus der Schrift, aus dem hervorgeht, dass ohne ein Bekenntnis dazu der Glaube kein Heil bedeuten kann. Dann kommen wir auch vorn.
Bei einem Punkt wäre ich unschlüssig, die Auferstehung. Viele Bekenntnisse beinhalten sie. Jesus sagt darüber:
Joh 11,25-26 hat geschrieben: Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?
Jesus forderte Martha damit heraus mit der Frage:
"Glaubst du dies?" Sie glaubte, hatte aber die Vorstellung, dass es nichts mit ihrem Bruder zu tun hätte. Der war tot, Jesus hätte früher kommen müssen.
Die Auferstehungshoffnung ist sicher zentrales Glaubensgut, und ich gaube daran, aber ist es zwingend dies zu bekennen. Martha hatte offensichtlich eine andere Vorstellung davon, nicht falsch, aber anders.
Das zeigt recht gut unser Dilemma. Man glaubt eine Sache, hat aber nur eine bestimmte theologische Sicht darauf, nicht die, welche Jesus unmittelbar und unzweifelhaft vermittelt.
Jedenfalls finden wir keinen Beleg, der das Gegenteil sagt, dass der, der nicht an die Auferstehung glaubt, nicht errettet werden kann. Ich denken, ist es eine Folge davon, dass man gar nicht an den Jesus glaubt, der selbst gestorben und auferstanden ist. Es fehlt dann die Grundlage, von der ich hier rede.