Wie widerstehen wir dem Teufel?

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Helmuth
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Mi 17. Jun 2026, 11:20 Was bedeuten nun die einzelnen Gegenstände?
Ich sehe, du hast das Thema für dich neu aufgesetzt. Paulus sagt, dass uns die ganze Waffenrüstung gegen die listigen Anschläge des Teufels gegeben wird. Aber gut, es sind anderseits Glaube, Gerechtigkeit, Wandel und Heil durchaus auch andere Aspekte, auf die du eingehen kannst.

Dann konzentriere ich mich auf die Teile, die Paulus der spezischen Abwehr der Attacken des Teufals widmet. Zuvor macht er eine wichtige Feststellung:
Epheser 6:12 hat geschrieben: Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern.
Es geht grundsätzlich nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut. Das vergisst man oft rasch, wenn es nämlich um den Glaubenskampf unter Brudern geht. Dies ist eine Sache, auf die ich später noch eingehen möchte, weil ich das auch zu seinen listigen Anschlägen rechne.

Paulus erwähnt das finstere Reich, dass Satan für sich in Anspruch nimmt. Wie ich gesagt habe, verführt er nicht jeden einzeln Menschen, weil es ein Unding zu glauben wäre, dass sich ein einzelnes Geschöpf gleichzeitig zu allen Menschen Zugang verschaffen kann.

Hier erkennt man eine der listigen Taktiken, dass er die bereits Verführten für sich arbeiten lässt. Und letztlich ist jeder Mensch, solange er unerlöst ist, sein Handlanger und Mitstreiter. An anderer Stelle sagt Paulus:
Kolosser 1:13 hat geschrieben: Der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt hat in das Reich des Sohnes seiner Liebe.
So ist jeder unerlöste Mensch schon von seiner Jugend an in der Gewalt dieser Finsternis boshafter Mächte, weil er das aufgrund seiner Sünde ist. Das wissen die Menschen gar nicht.

Man muss nur an sich zurückdenken, auch wir wussten es nicht. Erst der Glaube, der uns mit der Umkehr und insbesondere Neugeburt gegeben wird, ist imstande diese Wahrheit zu erkennen und dagegen nun wirksam vorzugehen:
Epheser 6:16 hat geschrieben: Indem ihr über das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit dem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen.
Paulus bedient sich der Bildsprache der Waffengattung Pfeil und Boden, mit denen im geistlichen Sinne gekämpft wird. Es sind dies all die Lügen, die Menschen gegen das Wort Gottes zu uns reden bzw. womit sie gegen uns vorgehen. Ich sage nun bewusst "Menschen", weil es diese sind, die zu uns in ihrem Unglauben sprechen oder uns angreifen.

So ergreifen wir den Schild, um diese abzuwehren. Duch unseren Glauben beginnen wir die Wahrheit zu erkennen und können diesen wie einen Schild dagegen halten. Diese Abwehr ist keine Tat an sich, sondern ein zunächst geistlicher Widerstand. Die effektive Kraft es umzusetzen kommt vom Heiligen Geist und nicht von unserem Fleisch.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mi 17. Jun 2026, 14:17 Dann konzentriere ich mich auf die Teile, die Paulus der spezischen Abwehr der Attacken des Teufals widmet. Zuvor macht er eine wichtige Feststellung:
Epheser 6:12 hat geschrieben: Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürstentümer, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern.
Es geht grundsätzlich nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut. Das vergisst man oft rasch, wenn es nämlich um den Glaubenskampf unter Brudern geht. Dies ist eine Sache, auf die ich später noch eingehen möchte, weil ich das auch zu seinen listigen Anschlägen rechne.
Wenn der Kampf nichts mit Menschen aus Fleisch und Blut zu tun hat, dann wäre es aber auch gar nicht unser Kampf. Paulus sagt nicht, dass das nichts mit Menschen zu tun hat. Menschen sind mehr als nur Fleisch und Blut.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Philippus
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Philippus »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 02:21

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Das steht zwar in den Apokryphen, im Buch Sirach, es ist aber dennoch wahr.



Oha, Du bist aber belesen, ich habe mich schon oft gefragt, ob das überhaupt in der Bibel steht...... obwohl, die katholische Kirche hat ja quasi die Apokryphen der Bibel als gleichwertig erachtet. Ich sehre das anders, Luther war da schlauer und hat das von vornherein abgelehnt.
Wenn man mal "Jesus Sirach" liest und was dort für ein hanebüchener Unsinn drin steht. Mit Jesus Sirach kann man alles und gar nichts beweisen, sie sind ähnlich gehalten wie die Horoskope der Sternzeichen Theorie und außerdem oft sehr menschen- und frauenfeindlich....
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Helmuth
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

Philippus hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 21:29 Oha, Du bist aber belesen, ich habe mich schon oft gefragt, ob das überhaupt in der Bibel steht...... obwohl, die katholische Kirche hat ja quasi die Apokryphen der Bibel als gleichwertig erachtet. Ich sehre das anders, Luther war da schlauer und hat das von vornherein abgelehnt.
Für mich sind weder die RKK noch Luther relevant. Man kann aber die Anerkennung der Apokryphen durchaus zu den satanischen Einflüsse hinzurechnen. Es wird die reine Gotteslehre damit entweder verwässert oder umgedeutet. Schlechte Übersetzungen der Schrift tun das Übrige hinzu.

Die Anspielung auf Frauen in Jesus Sirach habe ich verstanden, womit das Buch schon dafür ausscheidet, wenn es auch m.E. nicht die größte Gefahr darstellt. Ich sehe den Angriff aber auch auf den offiziellen Kanon, wenn er immer noch fehlerhafte Stellen hat, sei es vom Text oder von der ÜS her, die nie bereingt worden sind.

Man kann es aber auch so sehen, dass solches Gott darum zugelassen hat, um uns zu prüfen. Dazu dieses Wort:
5. Mose 13:4 hat geschrieben: So sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat; denn JHWH, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr JHWH, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt.
Wenn mir jemand mit Stellen kommt, die für mich nachweislich strittig sind und sie mit der Irrtumslosigkeit aller Schrift begründen will, dann stufe ich ihn als einen solchen falschen Propheten ein, der mir im Namen Jesu etwas einreden will. Prüft mich Gott also, ob ich Gott wirklich mit ganzen Herzen und mit ganzen Seele liebe?

So handhabe ich das mittlerweile auch, wenn jemand meint, er könne aus den Apokryphen etwas als Beleg zitieren, um damit seine persönliche Glaubensauffassung zu rechtfertigen. Die Liebe zur Wahrheit prüft daher auch alles.

Es laufen heute schon viele verwirrte Christen herum, die alles mögliche glauben. Man muss in der Tat dabei auch auf sich selbst achten, ob man nicht auch schon selbst in einem solcher Fallstricke des Satans infolge erfolgreicher Indoktrination gefangen wurde.
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Sunbeam
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Sunbeam »

Helmuth hat geschrieben: Fr 19. Jun 2026, 09:40
Philippus hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 21:29 Oha, Du bist aber belesen, ich habe mich schon oft gefragt, ob das überhaupt in der Bibel steht...... obwohl, die katholische Kirche hat ja quasi die Apokryphen der Bibel als gleichwertig erachtet. Ich sehre das anders, Luther war da schlauer und hat das von vornherein abgelehnt.
Für mich sind weder die RKK noch Luther relevant. Man kann aber die Anerkennung der Apokryphen durchaus zu den satanischen Einflüsse hinzurechnen. Es wird die reine Gotteslehre damit entweder verwässert oder umgedeutet. Schlechte Übersetzungen der Schrift tun das Übrige hinzu.

Die Anspielung auf Frauen in Jesus Sirach habe ich verstanden, womit das Buch schon dafür ausscheidet, wenn es auch m.E. nicht die größte Gefahr darstellt. Ich sehe den Angriff aber auch auf den offiziellen Kanon, wenn er immer noch fehlerhafte Stellen hat, sei es vom Text oder von der ÜS her, die nie bereingt worden sind.

Man kann es aber auch so sehen, dass solches Gott darum zugelassen hat, um uns zu prüfen. Dazu dieses Wort:
5. Mose 13:4 hat geschrieben: So sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat; denn JHWH, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr JHWH, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt.
Wenn mir jemand mit Stellen kommt, die für mich nachweislich strittig sind und sie mit der Irrtumslosigkeit aller Schrift begründen will, dann stufe ich ihn als einen solchen falschen Propheten ein, der mir im Namen Jesu etwas einreden will. Prüft mich Gott also, ob ich Gott wirklich mit ganzen Herzen und mit ganzen Seele liebe?

So handhabe ich das mittlerweile auch, wenn jemand meint, er könne aus den Apokryphen etwas als Beleg zitieren, um damit seine persönliche Glaubensauffassung zu rechtfertigen. Die Liebe zur Wahrheit prüft daher auch alles.

Es laufen heute schon viele verwirrte Christen herum, die alles mögliche glauben. Man muss in der Tat dabei auch auf sich selbst achten, ob man nicht auch schon selbst in einem solcher Fallstricke des Satans infolge erfolgreicher Indoktrination gefangen wurde.

Wenne man deine Beiträge einmal subsumiert (und der hier schlange stehenden christlichen Spökenkiecker), so hat der Teufel nicht nur in deinem etwas speziellen Glauben alle Trümpfe in der Hand und Jesus verliert einen Stich nach dem anderen.

Manchmal möchte man denken, dein Christentum (und das der von ihren finsteren Dämonen selbst Gejagten) ist nichts anderes als eine Sekte, hier dann speziell eine Versammlung von dämonischen Somnambulen im Wartesaal vor dem letzten Kreis der Hölle.
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Helmuth
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mi 17. Jun 2026, 14:46 Wenn der Kampf nichts mit Menschen aus Fleisch und Blut zu tun hat, dann wäre es aber auch gar nicht unser Kampf. Paulus sagt nicht, dass das nichts mit Menschen zu tun hat. Menschen sind mehr als nur Fleisch und Blut.
Was willst du damit sagen? "Fleisch und Blut" ist in dem Fall eine Umschreibung für den Menschen und soll andeuten, dass wir nicht mit pyhsischen Waffen kämpfen. Die Verletzung oder gar Tötung eines Menschen besiegt auch nicht den Satan.

Wir sehen es sogar andersum. Die Tötung Jesu hat den Satan besiegt. Das klingt aus rein menschlicher Prespektive zwar paradox, aber es ist die geistliche Wahrheit Gottes. Nur ist er immer noch nicht tot, sondern mal beseigt.

Ich denke, Paulus will uns sagen, dass unser Gegner eben keiner aus Fleisch und Blut ist, den man töten kann, sondern böse Geister. Diese haben keine solche Schöpfungsmerkmale eines Menschen.

Es geht m.E. auch nicht darum, dass die Tötung eines Verbrechers nicht durchaus gerechtfertigt sein kann, weil ansonsten Gott keine Todesstrafe fordern könnte, sondern dass dies keine Lösung ist, um den Satan von uns fernzuhalten. Es wird zwar einer der Bösen und Handlanger Satans vom Erboden vertilgt, aber der Satan selbst lebt weiter.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 17:29 Was willst du damit sagen?
Gerade dein Verweis auf den Kreuzestod Jesu spricht eher für eine Ebenenverschiebung als für eine Akteursverschiebung.

In den Passagen zu Jesu Kreuzestod (Hebräer 2,14-15 ; Kolosser 2,15 ; Apostelgeschichte 4,25-27) sehe ich ein durchgehendes Muster: Menschen, wie Herodes, Pontius Pilatus, so wie die Nationen und die Völkern Israels, handeln auf der Ebene von "Fleisch und Blut", und das letztliche Ergebnis des Geschehens wird als Sieg über den Tod bzw. den Teufel gedeutet.

Ich sehe darin keine Ersetzung der historischen Akteure durch eine andere Gegnerklasse, sondern eine Deutung derselben Ereignisse auf einer zweiten Ebene.

Die Phrase "Fleisch und Blut" bezeichnet diesbezüglich eindeutig reale physische Gewalt gegen Jesus, die zugleich auf einer anderen Ebene gedeutet wird. Wenn Paulus dieselbe Denkstruktur in Epehser 6,12 verwendet, ist "nicht gegen Fleisch und Blut" zunächst eine Aussage über die Ebene des Kampfes, nicht automatisch über die ontologische Natur der Gegner. Aus einer Aussage über die Kampfform liest du eine Aussage über die Gegnerklasse, weil du "(nicht gegen) Fleisch und Blut" funktional als Umschreibung für Menschen verstehst
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Helmuth
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von Helmuth »

Ich verstehe Bahnhof, echt. Kannst du auch normal reden? Und ich dachte, ich sei intellektuell. :mrgreen:
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Re: Wie widerstehen wir dem Teufel?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 21:48 Ich verstehe Bahnhof, echt. Kannst du auch normal reden? Und ich dachte, ich sei intellektuell. :mrgreen:
Ich versuche es.

Paulus negiert den Kampf auf physischer Ebene und verschiebt ihn in eine geistige Ebene. Er wechselt damit aber nicht auch gleichzeitig die Gegner.
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