Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 06:59 Prima. Weil das deine Einstellung dazu ganz gut erklärt.

Ich allerdings kann der Frage nach dem Bösen nicht umgehen.
Ich umgehe es auch nicht, ich sehe es jeden Tag, es ist ein Element, ohne das wäre diese Welt nicht. Das Böse ist "normal". Ich glaube, jeder, der das Böse auch in sich weiß, ist auf dem Weg, es aufzulösen.
Es ist demnach absolut nicht zu übersehen eine bedeutende bestimmende Kraft im menschlichen Leben. (Wovor Jesus dementsprechend auch nachdringlich warnt)
Er zeigt es auf. Warnen hieße: Geh da nicht hin! Aber wir sind ja schon da. Wir alle haben das Böse noch in uns, mehr oder weniger. Was ich an deiner Einstellung nicht teile, ist dass es gute und böse Menschenseelen gäbe. Es gibt, glaube ich, sehr wenige wirklich heilige Menschen, das sind nicht unbedingt die Oberfrommen, die Gesetzestreuen, die sich was Besseres fühlen. Heilige Menschen sehen in bösen Menschen leidende unfreie Menschen und empfinden eher Mitleid mit ihnen.
Du möchtest ja anhand von Nahtoderlebnissen quasi beweisen, dass das Böse nur so eine Art Papiertiger ist, unbedeutend und nur in den Genen des Menschen vorhanden, aber nicht im Jenseits.
Das erste stimmt wieder mal nicht, das zweite auch nicht. Das Böse ist nicht "absolut", es gibt keine ewige Verdammnis, und "das Ewige" ist jenseits von gut und böse. Auch Gott ist nicht entweder gut oder böse. Was wir gut nennen, das ist die Entwicklung heraus aus dem Egoismus hin zum Erkennen, mein Ich und dein Ich ist das gleiche, jedenfalls tief drinnen. Und Streit, Konkurrenz, wetteifern ist "noch" normal, hier im Irdischen, aber man überkommt es irgendwann. Vielleicht werden wir im Jenseits erlöst von allen Egoismen, das weiß ich nicht, aber das Bekennen zu Jesus, ihm auch innerlich nachfolgen, kann eine Vorbereitung sein auf ein "gnadenhaftes" Erlöst werden. Zunächst ist notwendig: bekennen und bereuen.
Wahr daran ist immerhin, dass man sich gegen das Böse in einem wehren kann und es "entwaffnen kann".
Ja, wenn man es aufgibt. Wenn das Herz dabei ist.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 08:09 Die angebliche Lichtfalle in der Nahtoderfahrung | Gnosis-Experte Prof. Dr. Enno Edzard Popkes

Behandelt wichtige Fragen zu Nahtoderlebnissen.


Die sogenannten Lichtfallen-Warner kenne ich selber gar nicht, nur mal was gehört.

Sie sollen aus der Szene des Remote-Viewing kommen, das ist eine Technik, die das US-Militär ausgebildet hat: Fernwahrnehmung. Chinesen und Russen ebenso, nur machen die es nicht publik. Kurzgefasst: All das wunderbar Herrliche, von dem die NT-Zurückkehrer berichten, sei eigentlich eine teuflische Falle. Angeblich von den frühen Gnostikern bestätigt. Für die Gnostiker hatte der Demiurg, der "böse" Gott diese Welt erschaffen. Der Ur-Gott sei der "unergründliche Vater", den auch Jesus meinte.

Die Gnosis ist keine "Irrlehre", meine Meinung .... aber die Kirche damals wie heute wehrt sich gegen so manche Erkenntnis-Systeme, die das Volk verwirren könnten. Die frühen Gnostiker haben dann ihre Schriften vergraben, so wie es der Nag Hammadi Fund vermuten lässt, damit sie in besseren Zeiten irgendwann wider ans Licht kommen.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Ich glaube auch nicht, dass Nahtoderlebnisse alles dämonische Täuschungen sind. Das sagen ja schon Christen, weil wenn sie nicht glauben können, dass man dabei verstorbenen Menschen begegnen kann.


Aber ich muß auch nicht alles glauben, was Popkens sich zu Nahtoderlebnissen denkt.
Vor allem müsste ich wissen, warum er anscheinend auch an Reinkarnation glaubt. Behauptet wird viel, und bei allem Material zum Thema Reinkarnation ist mir nämlich noch kein plausibler "Beweis" zu Augen gekommen. Ob er das bei Nahtoderlebnissen meint gefunden zu haben oder noch sucht ?
Und auch Sundar Singh und Swedenborg haben nichts davon beobachtet.

Soviel auch zur objektiven Wissenschaftlichkeit, die behauptet wird im Zusamnenhang mit seiner Forschung. Da müsste ich schon von entsprechende beweiskräftige Beobachtungen von Popkes erfahren.

Was sagt Popkes zur Reinkarnation ?
Hier ein Artikel:
https://zeitschrift-info3.de/artikel/di ... vangelium/

Popkes:
Ich bin tatsächlich der Überzeugung, dass die Idee der Allversöhnung die zentrale Hoffnung des Christentums werden sollte – und diese Hoffnung ist meines Erachtens ohne die Vorstellung von Wiederverkörperungen, die einem Wachstum der Seele und einer Versöhnung dienen, nicht zu denken. Wie bereits gesagt: Seelenwanderung als Seelenwachstum zur Allversöhnung.
Naja, seines Erachtens, solch eine Überzeugung ist noch keine Wahrheitsfindung dazu.
Insofern die unsterblichen Anteile der Seele während der Inkarnation in einem sterblichen Körper wachsen, um immer mehr die Wesensmerkmale Gottes wie Liebe, Güte und Gerechtigkeit zu praktizieren – und dadurch immer mehr mit Jesus wesenseins zu werden. Das ist die Verheißung des Thomas-Evangeliums.
Das sind erst mal nichts weiter als Behauptungen, Vermutungen.

Da jeder so seine Meinungs- Tendenzen und persönlichen Deutungen mitbringt, gibt es bei dieser "Forschung" viele persönliche Deutungen. Wo logisch verschieden geschlußfogert wird, wo Hinweise nicht ausreichen.

Ich habe noch nichts gefunden, was er aussagt, was von Reinkarnation zeugt.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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