Laodizea hat geschrieben: ↑So 24. Mär 2019, 21:29Du hast scheinbar in jüngeren Jahren in der Gärtnerei gearbeitet!
Ja, dort habe ich die Ausbildung gemacht. Fachrichtung Zierpflanzen.
Ich war im Gartencenter und habe viel Baumschulwaren und Saisonblüher gepflegt und verkauft.
Wow, dann kennst du ja auch ziemlich viele Gewächse.
und der Mond, naja, der kommt und geht.
Ja, sicher.
Da gibt es so Leute, die erstellen nach den Mondrhythmen einen Kalender und geben genaue Zeiten an, wann man dies und das säen oder ernten "darf".
Als ich noch nicht um die Wurzeln dieser Praktiken wußte- eine Tante hatte mir den Mondkalender empfohlen- bearbeitete ich unseren Garten ein Jahr lang oder so nach dieser Methode.
Später natürlich nicht mehr.
Fazit: Die Kosten für den Mondkalender kann man sich sparen. Nachdem ich mich dann wieder am Wetter orientierte und nicht an irgendwelchen Mondphasen wuchsen meine Pflanzen dann viel besser.
Und mein Leben war auch nicht mehr so düster.
Noch etwas. Die Tante war eigentlich eine nette Frau, und sie hatte gewiß kein leichtes Leben gehabt. Aus meiner Perspektive war sie Namenschrist (evangelisch). Keine Hexe oder Kräuterfrau. Was sie außer dem "Mondkalender" noch an "alternativen Rezepten" hatte oder lebte, ist mir nicht bekannt.
Die Freikirche, zu der ich in den 80ern zählte, galt in der landeskirchlich registrierten Bevölkerung als "Sekte", von der Abstand zu halten war. (Baptisten, Vertriebene).
Wir sind 1984 dort weggezogen, und einige Jahre später dann teilte mir ein Verwandter mit, dass sie über mich in einer bestimmten Sache ein Urteil abgegeben hatte, das nicht zutraf- ohne über die genauen Umstände informiert zu sein.
Das wunderte mich dann schon. Nach dem Umzug hatte ich keinen Kontakt mehr, und vorher war der eigentlich auch distanziert gewesen.
Der Ehemann dieser Tante ist sehr früh verstorben. Und ihr älterer Sohn beging Anfang der 90er Suizid.
Es tut mir echt leid. So etwas.
Vor allem schmerzt mich der frühe Tod meines Cousins, welcher etwa in meinem Alter war. Wenn ich etwas
geahnt hätte... hätte ich mit ihm reden können.
Mich hat man damals nicht für voll genommen. "Hippie" und so. Gescheiterte Beziehung. Zwei Kleinkinder.
Wir haben Hunde und Katzen frei auf dem Gelände laufen, die bringen meinen gärtnerischen Leistungen nicht immer den gebührenden Respekt!
Früher hat man die Viecher frei laufen lassen und den Garten eingezäunt.
Katzen haben hier auch schon viel kaputt gemacht. Es sind aber nicht meine.
Ich versuche, die Beete abzudecken. Mit Folien, Reisig, Steinen...bis die Pflanzen groß genug sind. Es macht viel zusätzliche Arbeit. In dieser egoistischen Überflussgesellschaft gibt es viel zu viele Katzen. Diese sind eine Gefahr nicht nur für die Gemüsebeete der Nachbarn, sondern vor allem für Vögel und andere Kleintiere. Rettet die Bienen?
Rettet die Vögel!
Deine Pflegetipps sagen mir das ich es doch ganz gut gemacht habe.

Bestimmt.
Du hast mir was echt wichtiges gesagt, von wegen meine Obstbäume tragen heute für andere Menschen...das hat gepasst und gesessen!
Hm, eine Freude ist das nicht für mich.
Die meisten meiner "Nachfolger" wissen es nämlich absolut nicht zu schätzen, was ich ihnen "hinterlassen" habe. Pflegeleicht, nahezu unkrautfrei und gute Bepflanzung.
Nach Jahren war ich einmal wieder an einem unserer ehemaligen Wohnorte.
Mein Kirschbaum (Sauerkirschen) ist ein prächtiger Baum geworden, einen der beiden Apfelbäume haben sie auch stehen lassen.

- 2005.S.jpg (71.99 KiB) 2049 mal betrachtet
Die beiden Apfelsorten sind resistent gegen Feuerbrand. In der Gegend dort ist das wichtig. Gekauft hatte ich sie in einer renommierten Baumschule- auf dem Foto sind sie 7 oder 8 Jahre alt. Ende 2006 zogen wir weg.
Getragen haben sie ja nicht schlecht...

- 2005 .S.jpg (72.25 KiB) 2049 mal betrachtet
Ach und die hiesigen Hühner, alle Freilaufende die muss ich mal für dich vor die Linse bringen, da wirst du staunen.
Hast du auch Hühner? Die würde ich gerne sehen.
LG