oTp hat geschrieben: ↑Di 25. Aug 2026, 04:37
Wenn ich also sage: Vergiss bei deiner Euphorie für Nahtoderlebnisse nie, dass du auch die Existenz einer Hölle berücksichtigen musst, ist ein fester Standpunkt von mir, den ich nicht verwässert und untergraben dargestellt haben möchte. Du verharmlost zu sehr. Jedenfalls meinst du, angemessen damit umzugehen. Das sehe ich eben nicht so.
Musst du auch nicht. Aber ich bin nicht nur für Nahtoderlebnisse euphorisch sondern auch für das Leben hier. So wie Paulus sagt, ich sterbe täglich. (Nicht dass ich mit Paulus vergleiche, nur zitiert) Das täglich sterben ist bereits nahe am Tod sein. Wer täglich in sich geht, zieht einen Schluss mit seinem Leben. Gelingt nicht immer, aber kann geübt werden. Man muss nicht auf einen physischen Tod warten um "ins Reine" zu kommen. -- Ja, ich verharmlose (deine) Höllenbilder wahrscheinlich, weil ich wahrhaftig davon überzeugt sind, dass 1) auch die Abgründe eine Station ist, die wir durchmachen müssen, aber 2) der Weg immer zum Heil weist, ob langsamer oder schneller. Und es ist wirklich jedem freigestellt, jeden Tag neu: diene ich jetzt dem Heil oder dem Unheil.
Und wie das Urteil von Menschen nun mal ist: Gefallen einem wichtige Kernaussagen von Jemand nicht, hat man ihm Gegenüber nun mal Bedenken. Klar, Jeder beurteilt das, was Jemand sagt, anders.
Schon richtig, aber im dauerndem Beurteilen kann man auch Lebenszeit vergeuden. Anstatt alles zu bedenken kann man auch geniessen. Heute Mozart, morgen Bach, sich ganz auf jeden einlassen, davon habe ich sicher mehr, als wenn ich beurteile, oder? Beurteilen ist Verstandesdenken, es hindert daran, aus himmlicher Höhe zu schauen. Aber vielleicht weigert man sich, in diese "Fülle" zu gehen, dann bleibt alles schwierig.
Gut, du sagst Streitgeist. Mir passt es gar nicht, wie du mit allem umgehst, was "die dunkle Seite" angeht. Ich finde es nicht passend.
Ich finde, man geht am besten auf die eigene dunkle Seite zu, ganz entschlossen. Jesus lehrt sehr deutlich, zuerst mit sich selber in Reine zu kommen. Dann geschieht Vergebung. Manche kommen nur bis oh Herr, oh Herr. Das geht auch, aber es geht noch weiter, nämlich besser mit sich und anderen umgehen. Und die Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber!