Johncom hat geschrieben: ↑Do 9. Apr 2026, 00:56
Ja, alle habe das Staatsprojekt für den rein jüdischen Staat damals gefördert. Sogar das böse Nazi-Deutschland. Übersiedlungsprograme nach Palästina wurden noch in Kriegszeiten bezuschusst.
Natürlich hatten die USA/ England auch Eigeninteressen, als Palästina geteilt wurde.
Man sollte aber das Leid der Displaced Persons nicht ignorieren.
50 000 - 70 000 Juden hatten die Konzentrationslager überlebt. Viele konnten nicht zurück in ihre alten Wohnungen, weil diese zerstört oder von Fremden besetzt waren oder, weil ihre Heimat nicht mehr zu Deutschland gehörte. Viele wollten auch nicht in dem Land bleiben, das ihnen und ihren Familien so schreckliches Leid angetan hatte. Der Antisemitismus/ Judenhass war ja mit dem Ende des Kriegs nicht ausgestorben.
Und dann flohen noch über 100 000 Juden aus Osteuropa nach Deutschland.
Niemand wollte sie in großen Zahlen aufnehmen. In Deutschland wurden sie nach wie vor von den Ex- Nazis gehasst.
Die Entscheidung, diesen Menschen in Israel eine Heimat zu geben, war richtig.
Es sind übrigens nicht nur Palästinenser vertrieben worden, und zwar war das
nach dem Angriffskrieges der arabischen Nachbarn 1948/1949 und Israels erstaunlichem Sieg.
Sondern auch Juden. Hunderttausende. Wenn nicht noch mehr.
Der Gedenktag am 30. November- Nakba-
... soll auch daran erinnern, dass die Hälfte der heutigen Bewohner Israels allesamt Juden aus den arabischen Ländern und deren Nachkommen sind. Sie kamen mit der gleichen Hoffnung nach Israel, wie zuvor die vertriebenen Juden Europas: in der Hoffnung, eine Heimat zu finden, in der sie geschützt sind vor Judenhass, Mord und Vertreibung.
welt.de
Und was hatten die Juden aus dem Irak, aus Syrien oder dem Libanon verbrochen, sodass sie verfolgt und vertrieben wurden?
Wo hätten sie denn hin sollen?
Israel wurde seit der Staatsgründung vielfach terrorisiert und angegriffen. Raketen aus Gaza... Selbstmordattentäter mit Nagelbomben, die sich beispielsweise in Einkaufszentren oder in Linienbussen oder an Bushaltestellen inmitten wartender Schüler in die Luft sprengten. So etwas ist BESTIALISCH und an Grausamkeit kaum zu überbieten- alles schon vergessen?
Heute leben etwa 10 Millionen Menschen in Israel.
Was man vom Krieg in Gaza, dem Iran und dem Libanon halten soll, das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass einige der arabischen Feinde, die die Juden in ihren Ländern verfolg(t)en, ihre Einstellung nicht geändert haben. Sie wollen das kleine Israel nicht tolerieren, sondern von der Landkarte löschen.
Ob Gott hinter Israel steht?
-- Er ist ein Gott der Gerechtigkeit. Wenn Israel
recht handelt, lautet die Antwort: Ja.
Ich weiß es nicht, ob das "recht" ist, was Israel da macht. Da habe ich auch Zweifel, wir wissen aber nur, was der Staatsfunk geruht, uns mitzuteilen.
Mein Eindruck ist, Israels Regierung setzt auf das Fleisch. Auf säkulare "Hilfe". Da die Feindschaft/ der Hass aus Gaza und dem Iran jedoch geistlicher Natur sind, muss Israel einen geistlichen Kampf führen, d.h., es muss auf Gott hören, wenn es den Sieg erringen will.
In der Haut der 10 Millionen Menschen möchte ich nicht stecken. Täglich sind sie mit Terror und dem Tod bedroht. Irgendwann liegen die Nerven blank. Wo nehmen die nur all die Soldaten her, um so lange Krieg zu führen? Und wer bezahlt das?
Der Iran und die Terroristen im Libanon sind jedenfalls
auch nicht "im Recht".
LG