Re: Melchisedek und das königliche Priestertum
Verfasst: Fr 1. Mai 2026, 14:31
Das lateinische Wort Minister bedeutet Diener. Wie definiert man den Unterschied zu "obed" ?
Community für Menschen auf der Suche nach Gott
https://4religion.org/
Das lateinische Wort Minister bedeutet Diener. Wie definiert man den Unterschied zu "obed" ?
Das ist schon klar, ich wollte die Frage zur Anregung einstellen.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 14:29 Es geht um die Art und Weise, wie Melchisedek Priester war im Gegensatz zum levitischen Priestertum nach dem Gesetz Israels.
Kannst du mir zeigen, wo ich dagegen geschreiben haben soll?ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Do 30. Apr 2026, 19:10 Ich habe mir eine Bedeutung bereits erschlossen und dagegen kam nur ein pauschaler Widerspruch von dir und Larson.
Indem du aus der Person Melchisedek einen abstrakten Akteur König der Gerechtigkeit machst und diesen dann auf David verschiebst. Das ist unvereinbar mit dem, was ich hier in meinem ersten Beitrag sagte und somit ist dein Beitrag hier im NT Forum auch eigentlich unangebracht. Meine Erschließung sehe ich nicht im Widerspruch zum AT, aber ich machte sie nicht ohne das NT.
Auf gut Deutsch: du interpretierst mit vielen Worten bei mir etwas hinein, was ich nicht gesagt habe, und Unterstellst mir damit Dinge.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 16:13Indem du aus der Person Melchisedek einen abstrakten Akteur König der Gerechtigkeit machst und diesen dann auf David verschiebst. Das ist unvereinbar mit dem, was ich hier in meinem ersten Beitrag sagte und somit ist dein Beitrag hier im NT Forum auch eigentlich unangebracht. Meine Erschließung sehe ich nicht im Widerspruch zum AT, aber ich machte sie nicht ohne das NT.
Ps 35,27 Lass jubeln und sich freuen, die Lust haben an meiner Gerechtigkeit, und lass sie stets sagen: Erhoben sei der HERR, der Lust hat an seines Knechtes Wohlfahrt!
1.Kön 3,6 Und Salomo sprach: Du hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, große Güte erwiesen, so wie er vor dir gewandelt hat in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in Geradheit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Güte bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es an diesem Tag ist.
Du hast mit deiner Übersetzung die Person Melchisedek aus 1. Mose 14 entfernt:
Wenn du sie meinst, wieso dann die Auflösung des Namens in seine Bedeutung ? Ich sehe nicht, dass es darum geht, dass David ein König der Gerechtigkeit wäre, wie es zufällig auch Melchisedek seines Namens nach war. Und es stimmt auch nicht, dass Psalm 110 "an" David gerichtet war, sondern er ist genau so "von" David, wie die anderen Psalem "von" den genannten Personen verfasst sind und nicht "an" sie. Wenn das לֹ immer als "an" zu verstehen ist, dann bleibt überall unklar, von wem welcher Psalm verfasst ist.
Das siehst nur du so, dass sie mit der Tenach nicht harmonieren. Für mich ist relevant, dass das NT zum AT nicht im Widerspruch ist. Und nur weil der Hebräerbrief über das, was im AT steht, hinaus geht, ist das noch kein Widerspruch. Es gibt echt viel schwerere Kopfnüsse in der Schrift, als sowas Banales.
Stimmt überhaupt nicht, denn was heisst „Melki-Zedek? König der / in Gerechtigkeit.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Du hast mit deiner Übersetzung die Person Melchisedek aus 1. Mose 14 entfernt:
Larson hat geschrieben: ↑28.04.2026, 16:00
Ja, es ist Interpretation, aber sehr naheliegend, denn :
„Du bist Priester für die Ewigkeit לְעוֹלָ֑ם (lᵉʽolām) , bist nach (meinen) Wort / Sache (von דָּבָר (dāvār) ) „(mein) König in Gerechtigkeit“
Genau, Namen haben eine Bedeutung, und die ist in diesem Fall besonders wichtig.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Wenn du sie meinst, wieso dann die Auflösung des Namens in seine Bedeutung ? I
Das war aber David…. Aber du willst es nicht sehen oder erkennen.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Ich sehe nicht, dass es darum geht, dass David ein König der Gerechtigkeit wäre, wie es zufällig auch Melchisedek seines Namens nach war.
1.Chr 18,14 Und David regierte über ganz Israel; und er übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk.
Was du mitnichten wissen kannst …ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Und es stimmt auch nicht, dass Psalm 110 "an" David gerichtet war, sondern er ist genau so "von" David,
Meist bedeutet das Lamed für, zu wie auch in Ps 110,1 לַֽאדֹנִ֗י (laʽdonij) zu meinem Herrn.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Wenn das לֹ immer als "an" zu verstehen ist, dann bleibt überall unklar, von wem welcher Psalm verfasst ist.
Es ist fakt, dass NT und Tenach nicht harmonieren und somit im Widerspruch steht. Der Hebräerbrief missbraucht die Tenach für eine neue Lehre, welche so nicht in der Tenach steht, und somit verstösst der Schreiber auch gegen Jesu, welcher sagte, dass kein Jud….ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Das siehst nur du so, dass sie mit der Tenach nicht harmonieren. Für mich ist relevant, dass das NT zum AT nicht im Widerspruch ist. Und nur weil der Hebräerbrief über das, was im AT steht, hinaus geht, ist das noch kein Widerspruch. Es gibt echt viel schwerere Kopfnüsse in der Schrift, als sowas Banales.
Missbrauch der Tenach ist nichts banales….ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 1. Mai 2026, 19:47 Es gibt echt viel schwerere Kopfnüsse in der Schrift, als sowas Banales.
Man geht davon aus, dass die Adressaten dieses Briefes Judenchristen waren, die aufgrund ihrer Hinwendung zu Jesus Christus Anfeindungen und Verfolgung litten. So, wie der Brief geschrieben ist mit den vielen Anspielungen auf das AT, setzte der Verfasser vermutlich die Schriften des AT als bekannt voraus.
König der Gerechtigkeit: z.B. Jes. 11,5;Hebr. 7, 1-3 (LUT): Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester des höchsten Gottes; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige zurückkam, und segnete ihn; ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem, das ist: König des Friedens. Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit.
Identifizieren schon, aber eine Identität herstellen? Wie sollte man diese Aussage anders auslegen? Ginge es um eine Identität mit dem Sohn Gottes, hätte der Autor des Briefes schreiben müssen, dass Melchisedek der Sohn Gottes ist. Also ist und nicht gleicht, wie er aber geschrieben hatte. Er denkt also so.Magdalena61 hat geschrieben: ↑Sa 2. Mai 2026, 02:28 Es gibt Ausleger, die Melchisedek aufgrund "so gleicht er dem Sohn Gottes" nicht mit dem Sohn Gottes identifizieren.
Jeder Familienvater, der Gott dient, soll für sie ihr königlicher Priester sein. Priesterschaft war nie als exklusive Aufgabe des Stammes Levi gepant. So erwählte Gott Abram wieder dazu ein Vater vieler Nationen zu werden. Was war er dabei, Jude oder Aaronit? Er war weder noch, oder schlicht beides, darum dieses Wort mit den Lenden:2 Mose 19:6 hat geschrieben: Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein ...
Ich sehe die Aufforderung Isaak zu opfern ebenfalls als prophetisches Zeichen. War Isaak aber ein Jude? Er lag auch noch in seinen Lenden. So gleicht Isaak nun ebenfalls dem Sohn Gottes, der geopfert werden sollte. Und ich denke, auch das wusste Abraham damals nocht nicht. Gott fügt alle Dinge nach seinem Ratschluss, den tieferen Sinn versteht man erst viel später.7:10 hat geschrieben: Denn er (Levi) war noch in den Lenden des Vaters, als Melchisedek ihm entgegenging.