Ehe wir uns erneut verrennen, schicke ich voraus, dass ich nicht erneut über "Leitung" sprechen will, sondern von einem Korrektiv. Das war der Grund für den m.E. erfolglosen Exkurs, aber ich sagte schon voraus, dass es gar nicht der Kern dieses Themas ist.
Wozu hat Gott die Schrift überhaupt gegeben? Zum Lehrsätze aufstellen? Damit du deinen Dr. theol. bald erhältst? Nicht, dass ich das geringschätze, ich wäre auch gerne einer geworden und gönne dir das von Herzen, aber damit alleine kann man für Gott nicht einmal ein Butterbrot streichen.
Was verstehe ich unter Korrektiv? Die Schrift soll mich korrigieren, verbessern, gläubiger machen, Jesus ähnlicher, demütiger, aber auch stärker Im Geist und für das Evangelium in jeder Hinsicht dienstbar, oder wie die Schrift sagt:
Du wunderst dich vielleicht, dass ich dazu gerade diese Verse zitiere, nicht wahr? Aber ich versuche den Text nicht aus seinem Kontext zu reißen. Damit klarer wir, was ich als Korrektiv meine, findet man auch diese Auassge, die das innere Wesen zu unserer Vebesserung anspricht, oder auch das Ziel angibt:2. Timotheus 3:14-17 hat geschrieben: Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift, gottgehaucht und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit ist (gegeben), damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt.
Dorthin soll unsere Reise gehen, um "ihm gleich werden", Das ist ein Prozess, über den ich schon geredet habe. Und noch ein drittes Wort habe ich, damit durch zweier oder dreier Zeugnisse klarer wird, was ich in eigentlich diskutieren will:1. Johannes 3:2 hat geschrieben: Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
Dazu meine ich, haben wir die Schrift erhalten. So ist sie auch Prüfungsinstanz. Ich brauche die Schrift nicht um korrekte Lehssätze aufstellen zu können, oder bestehende zu verbessern, sondern dass sie mich (!) korrigiert. Theologische Lehren korrigieren ist auch ein Thema, aber nicht eines, das ich zur Glaubensgewissheit brauche.Römer 12:2 hat geschrieben: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Das ist dein Dogma und mir ausreichend vertraut und bekannt. Aber damit kann man auch Schiffbruch erleiden. Woran würde das liegen? Darum kurz zur Erinnerung: Ich sehe drei Korrektive, die zusammen festigen. Wenn ich sagen soll, wie ich Sinn und Zweck der Schrft ausdrücken würde, dann zitiere ich eines der Worte, die ich gerade zitert habe, denn diese enthalten das.
Wenn ich mich aber auf dieses Dogmendreschen mit dir schon einlasse, dann lautet es sinngemäß: "Für alles, was ich glauben und tun soll, soll Gottes Wort meine Denk- und Handlungsgrundlage sein. So erfülle ich das höchste Grundgebot, das Sh'ma Jisrael":
Du kannst es nun mein Dogma nennen, ich hätte kein Problem damit. Eine Frage: Wie kannst du mit meinem "Dogma" umgehen und welche groben Unterschiede würdest du zu deiner Auffassung sehen?5. Mose 6:4-5 hat geschrieben: Höre, Israel: JHWH, unser Gott, ist ein JHWH! Und du sollst JHWH, deinen Elohim lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
Nur bleibt das m.E. mehr Nebensache. Die aktuelle Themenfrage wäre: Ist die Schrift auch für dich ein Korrektiv, oder nicht? Die Hauptfrage bleibt weiter, ob du damit Glaubenssicherheit erhältst.