stereotyp hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 09:20
Aber "Jesus und die KI" könnte man vielleicht mit "Jesus und die historisch kritische Methode" vergleichen, oder Schlimmeren wenn man sich vor Augen führt, dass die KI dir alles mögliche nahe legen würde.
Der Vergleich ist sehr gut, und ich bin auch kein Gegner der HKM, sondern nutze sie, eben was sie kann und das ist gut. Und was sie nicht kann, was sollte daran dann gut sein? Ich meine, das ist dann nicht gleich böse, sondern einfach nur nutzlos.
Es gilt m.E. sinngemäß dasselbe wie bei der KI. Die HKM ist ein Werkzeug, das man sinnvoll zur Exegese nutzen kann. Die Abneigung mancher Christen gegen sie hat dieselben irrationalen Gründe wie man sie gegen eine KI hegt. Was aber auch auffällt ist mit welcher Vehemenz manche sich dagegen wehren. Sie haben zwar keine Ahnung, aber sie "wissen", dass sie schlecht ist. Woher nun? Das ist nicht mein Zugang zur Schöpfung Gottes.
Ich komme zum Schluss, das so mit vielen Dingen umgegangen wird. So hatten auch beim Herrschaftsthema viele Bedenken, dass herrschen schlecht sei. Aber Gott hat uns nun mal befohlen die Erde zu beherrschen. Wie soll ich das nun tun, wenn mir jeder Angsthase Prügel vor die Füße wirft oder sonst wie bedroht?
Gott weiß besser als jeder Mensch, dass mit seiner Schöpfung auch Missbrauch betrieben werden kann und wir leiden genug darunter. Dennoch gäbe es keinen Fortschritt, hätte man nicht auch geforscht. Wir würden sonst heute noch mit Steinen klopfen und eher wie ein sibirischer Strafgefangerer leben als ein freier Mensch.
Die geistliche Gesetzmäßigkeit sehe ich darin so: Man schüttet das Kinde mit dem Bade aus, indem man meint ein Missbrauchsfall genüge alles zu verbieten und abzudrehen. Mir fällt grad Jesu Gleichnis mit den Talenten ein, bei dem einer nur ein Talent erhält und es vergräbt. Dabei hat er gar kein anderes erhalten. Die anderen hingegen setzen alles ein, was sie haben.
Lea hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 10:22
Ich denke, bei dem "prüfen" geht es
nicht darum, den Wahrheitsgehalt zu erforschen, sondern darum, was es (
für mich) bewirkt.
Es geht um die KI. In dem Sinn vestehe ich die Prüfung so, dass das Ergebnis, das mir eine KI auf eine Anfrage liefert, nicht bedenkenlos hingegenommen werden darf, sondern einer Prüfung unterzogen werden muss, und zwar unbedingt. Damit sei auch gesagt, dass die KI eben keine Intelligenz hat, sondern dass sie allein bei mir lieigt wie ich Informationen bewerte.
Welche Prüfungsmethode dabei angewandt werden soll, ist wieder ein anderes Thema. Man sollte sich bewusst sein, dass die KI nur ein Computer ist, der Information verarbeit wie jeder andere Computer und das mit "Wahrheit" nichts zu tun hat. Die KI reagert rein logisch wie sie trainiert worden ist und ob das etwas Sinvolles ist, was sie ausspuckt, muss der Mensch feststellen.
Im Grunde repräsentiert sie die Summe aller Auffassungen mit denen sie trainiert worden ist und stellt Parallelen her. Dass man sie "intellignt" nennt, ist eben nicht korrekt, es ist künstlich. Wem das nicht klar ist, der macht daraus etwas, was es nicht ist.
Am Anfang dieser Entwicklung stand tatsächlich der Versuch im Raum menschliche Intelligenz in Form eines eletronischen Netzwerkes nachzubilden. Man meinte, das könne in etwa wie ein neuronales Netzwerk funktionieren. Unser neuronales Netzwerk im Gehirn samt den Nervenleitungen ist von der physischen Beschaffenheit ein elektrochemisches System, das Pulse weiterleitet und unsere Motorik steuert bzw. zu Wahrnehmungen in unserem Geist führt.
Was dabei nicht bedacht wird ist, dass es ohne Geist nichts ist. Es wäre ein lebloses Netzwerk wie ein Computer-Chip, der für sich auch keine Intelligenz hat, sondern nur Impulse nach gesetzmäßigen Vorgängen erzeugt. Die Intelligenz besitzt der Geist und ist auch eine Gabe Gottes. Auf welche Weise unser Nervensystem mit dem Geist interagiert, hat bislang noch keine Wissenschaft eruieren können, dies bleibt uns verborgen.
Hier denke ich lässt sich Gott nicht in die Karten schauen, er offenbart uns dieses Geheimnis nicht. Wir können nur Wechselwirkungen beobachten und Schlüsse ziehen oder einfach nutzen was Gott uns damitermöglicht, ohne es zu verstehen. Und ja, dafür müssen wir eben unsere Intelligenz einsetzen, was das rein neuronale Netzwerk alleine gar nicht kann. So ist auch die elektronische KI nur ein Schalt-Netzwerk und weiter nichts.
Man wollte tatsächlich Intelligenz künstlich erzeugen, was rein schöpfungsbedingt m.E. nicht möglich ist. Ich denke der Gläubige kann das verstehen, dass er nicht Gott ist, hingegen meinen Atheisten immer wieder, dass der Mensch alles kann, dass er sozusagen Leben schafft. Die KI kann klarweise so zum Götzen werden, wie andere Holz und Stein befragen.
Was aber mögich ist, dass sie Abläufe schneller macht, für die man im Grunde ja nicht denken muss, sondern nur anhand von Suchabfragen ermittelt. Aber schon das ist eine enorme Weiterentwicklung weil das mit einer Geschindigkeit erfolgt, die unsere Fähigkeiten weit übersteigt. Und weil man sie sprachsteuert, so könnten mache meinen, da werke tatsächlich ein denkendes Wesen. Irrtum, es ist eine Maschine.