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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 15:27
von SilverBullet
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:24Beweisen ist Quatsch. So etwas kann man nur erkennen.
Also gut, dann übe ich mich in der hohen Kunst des Erkennens und siehe, es wird mir geoffenbart (die Kraft des Guten legt es mir dar), dass dein Herauslesen zum Ist-Zustand des Schlechten gehört.
Deine Ansicht ist kein Fortschritt, sondern ein Verschleierungsversuch.
"Weiche von mir du Anti-...<irgendwas>...."
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 16:34
von Philippus
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:24
Stimmt - deshalb kennt die katholische Kirche den Begriff "Erbsünde". Nicht im Sinne "Du hast etwas Konkretes ausgefressen", sondern im Sinne von "Es ist ein Attribut des Menschseins schlechthin".
Das sehe ich auch so wie die katholische Kirche... und erlöse uns von dem Bösen...damit ist nicht gemeint, erlöse uns von all den bösen Menschen die uns umgeben sondern von dem Bösen was
in uns selber wohnt.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 15:02
von Sara Funkelstein
Philippus hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 22:45
Oh, vielen Dank, dass Du mir zur Hilfe kommst
Das sehe ich auch so, warum gibt es solch eine Angst vor Zauberinnen ?
Was anderes kann ich dir dazu nicht schreiben. Ich habe keine Angst vor ihnen. Weder vor den weiblichen noch den männlichen Vertretern dieser Zunft.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 15:09
von Sara Funkelstein
SilverBullet hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 10:12
Ob das der Ursprung für die religiöse Vorstellung von "besonderer Macht" ist, weiss ich nicht, aber ich finde es ein Stück weit entlarvend, dass es in so einem Religionstext zu Vernichtungsfantasien kommt wie "die Zauberin darfst du nicht am Leben lassen".
Aber ist das nicht genau das? Es wird der Frau die Schuld gegeben. Ich bin kein Mann und kann es mir schwer vorstellen, dass es im Kopf aussetzt beim Anblick des anderen Geschlechts. Du schreibst von "hypnotisierend" und ich kenne diesen Blick von euch. Dasselbe Phänomen kennen wir im Islam. Frauenhaar kann Dschinn anlocken, deswegen muss sie sich verschleiern. Bis zur Unkenntlichkeit. Diese Männer geben der Frau die Schuld dafür, dass sie so auf ihren Anlick reagieren, das ist die Wahrheit dahinter.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 15:17
von Sara Funkelstein
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:32
Das wäre (im besten Fall) die Wirkkraft des Göttlichen im Dasein = DIE Ruah alias Heiliger Geist.
Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Hiob hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:32
Interessanterweise ist dies heute kein geistiges Thema mehr, da das Idol der androgyne Typus ist: Mann = Frau, nur dass da halt einige lustbringende körperliche Unterschiede sind. Damit ist aber der Konflikt nicht gelöst, sondern nur beerdigt.
Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 15:35
von Ziska
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:17
Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Mit welchem Bibelvers würdest du diese Aussage begründen?
Welcher Bibelschreiber sagt:
Frauen verbinden das Irdische mit dem Geistigen?
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 16:20
von Hiob
SilverBullet hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 15:27
Deine Ansicht ist kein Fortschritt, sondern ein Verschleierungsversuch.
Egal, wie ich oder Du das sehen. - Unsere scheinaufgeklärte Zeit auf Basis des Existenzialismus ist egozentrisch gepolt, macht also das Ich zum Telos, statt das zum Telos zu machen, was das Ich erkennen soll. Insofern ist "Meinung" oder gar "Haltung" (die veredelte Form von Meinung) ontisch total unwichtig. Wichtig ist allein das Erkennen(-Wollen). Alles andere zeigt sich dann.
Philippus hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 15:27Das sehe ich auch so wie die katholische Kirche... und erlöse uns von dem Bösen...damit ist nicht gemeint, erlöse uns von all den bösen Menschen die uns umgeben sondern von dem Bösen was in uns selber wohnt.
Richtig - interessant, dass man es anders verstehen kann.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Bei allen problematischen Bibelstellen, was Frauen angeht, darf man das nicht vergessen. Gott hat uns die Aufgabe gegeben: Wir verbinden das Irdische mit dem Geistigen.
Das sehe ich genauso, aber ich kann es nur so sehen, wenn ich erkenne, dass Mann und Frau urbildlich verschieden sind. Dies ist in unserer westlichen Kultur aus der Mode.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.
In der durchschnittlichen Bevölkerung gab es diesen Hype nie. Man möge das Frauen- und Männerbild in Soaps studieren - das pure Gegenteil zu narrativ-lobbyistischen und medialen Auffassungen, die die öffentliche Wahrnehmung dominieren.
Sara Funkelstein hat geschrieben:Ich kenne diesen Blick von euch. Dasselbe Phänomen kennen wir im Islam. ... Diese Männer geben der Frau die Schuld dafür, dass sie so auf ihren Anblick reagieren.
Beides ist richtig. Da gibt es diesen männlichen Blick, für den die Männer die Frauen verantwortlich machen können. - Die positive Version wäre: Weil die Frauen diese macht haben, geht man damit sorgsam um. -- Das alte Thema: So wie "remedium" im Lateinischen sowohl "Heilmittel" als auch "Gift" bedeuten kann, kann die Anziehungskraft von Mann und Frau zu Heilmittel oder Gift werden.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 16:27
von Hiob
Ziska hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:35
Mit welchem Bibelvers würdest du diese Aussage begründen?
Wörtlich steht es nicht genauso. Aber es gibt Anknüpfpunkte:
1. Lukas 1,26–38 – Maria als Verbindung zwischen Gott und Mensch
Der Engel Gabriel verkündet Maria, dass sie durch den Heiligen Geist ein Kind empfangen wird. Maria antwortet:
„Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lukas 1,38)
Hier wird die Frau gewissermaßen zur Schnittstelle zwischen Himmel und Erde: Durch Maria nimmt das Göttliche menschliche Gestalt an.
– Eva als Mutter alles Lebendigen
2. Genesis 3,20
„Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.“
Eva verkörpert die Weitergabe des Lebens. In einer theologischen Deutung verbindet die Frau damit das von Gott geschenkte Leben mit dessen irdischer Fortsetzung.
Die Frau zwischen Himmel und Erde
3. Offenbarung 12,1
„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.“
Das ist vielleicht die bildlich eindrucksvollste Stelle. Die Frau erscheint als himmlische Gestalt und bringt ein Kind zur Welt.
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 16:34
von Oleander
Hiob hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 16:20
Egal, wie ich oder Du das sehen...
Im Prinzip: Ja - denn
nur die Wahrheit zählt.
Und trotzdem hat des öfteren(nicht immer) jemand das Bedürfnis,
seine Wahrnehmung von ... kundzutun.
Das Bedürfnis: Ich hätt dazu auch was zu sagen....versteht ihr mich? Könnt ihr das
nachvollziehn, was ich denke?
Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?
Verfasst: Di 20. Okt 2026, 17:17
von Hiob
Oleander hat geschrieben:Und trotzdem hat des öfteren(nicht immer) jemand das Bedürfnis, seine Wahrnehmung von ... kundzutun.
Geht mir genauso. Der Punkt ist, dass man Meinungen als Ausdruck des eigenen Erkenntnisstandes verstehen sollte: "So weit bin ich gerade". Meinung kommt zwar vom Ich, hat aber nicht das Ich zum Ziel - zumindest sollte es so sein