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Die Überheblichkeit des Christen - Oder Miteinander statt Gegeneinander?

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 06:25
von PastorPeitl
Woher kommt eigentlich immer die Überheblichkeit des Christen, daran zu glauben, es einfach besser zu wissen, als der andere. Mich immer als etwas besseres zu sehen, als der andere.

Beide Menschen können Jahre lang bereits die Bibel lesen. Und obwohl beide daher ungefähr gleich viel Erfahrung mit dem Lesen der Bibel haben, geht eigentlich beinahe ein jeder Christ davon aus, dass er die Bibel besser verstanden hat, als der andere.

Passiert es selten, dass wir uns mit einem anderen Christen, oder einer anderen Konfession auf eine Stufe stellen, uns anhören, was der andere zu sagen hat um dann nicht mit Aussagen wie "Ich bin der Lehrer, Du der Schüler", sondern mit Sachargumenten ein Thema zweier gleichwertiger Diskutanten zu behandeln.

In meinen Augen handelt es sich nämlich bereits bei der Einstellung an sich um eine Verletzung der goldenen Regel:
Matth. 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. 13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!
Und das führt ja, wenn wir dieses Gesetz verletzen, zweifelsfrei zum Tod.

Oder: Glaubt Ihr nicht?

Re: Die Überheblichkeit des Christen - Oder Miteinander statt Gegeneinander?

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 11:14
von Zippo
PastorPeitl hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 06:25 Woher kommt eigentlich immer die Überheblichkeit des Christen, daran zu glauben, es einfach besser zu wissen, als der andere. Mich immer als etwas besseres zu sehen, als der andere.

Beide Menschen können Jahre lang bereits die Bibel lesen. Und obwohl beide daher ungefähr gleich viel Erfahrung mit dem Lesen der Bibel haben, geht eigentlich beinahe ein jeder Christ davon aus, dass er die Bibel besser verstanden hat, als der andere.

Passiert es selten, dass wir uns mit einem anderen Christen, oder einer anderen Konfession auf eine Stufe stellen, uns anhören, was der andere zu sagen hat um dann nicht mit Aussagen wie "Ich bin der Lehrer, Du der Schüler", sondern mit Sachargumenten ein Thema zweier gleichwertiger Diskutanten zu behandeln.

In meinen Augen handelt es sich nämlich bereits bei der Einstellung an sich um eine Verletzung der goldenen Regel:
Matth. 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. 13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!
Und das führt ja, wenn wir dieses Gesetz verletzen, zweifelsfrei zum Tod.

Oder: Glaubt Ihr nicht?
Unsere Gedanken sollen immer bemüht sein, dem anderen zu helfen. 1 Thess 5,11; Eph 4,29. Das entspricht einem guten Geist und läßt unsere Worte zum Wohlklang werden, ansonsten wird der Ton eher blechern. 1 Kor 13,1

Ich will nicht sagen, daß ich das immer schaffe, aber wenn sich jemand beklagen will, dazu haben wir ja diese PN.

Jeder hat sich eben eine Meinung gebildet, was ja auch nicht verwerflich ist. Und wir dürfen hier im Forum unsere Meinung kund werden lassen. Wir hoffen natürlich, respektvoll behandelt zu werden. Mißverständnisse sind manchmal nicht zu vermeiden.
Deswegen muß nicht unbedingt quantitativ viel gedacht werden, aber qualitativ so, daß der andere eine Chance hat die Gedanken nachzuvollziehen.
Da hatte ich in der letzten Zeit bei dir Probleme. Dir selbst scheint klar zu sein, was du sagen willst, aber ich komme da zunehmend nicht mehr ganz mit.
Du scheinst sehr schnell zu denken, ohne dir Gedanken zu machen, ob andere das verstehen. Z. Bsp. im thread "Wiedergeburt-christlich" komme ich einfach nicht mehr damit klar, was du eigentlich sagen willst.

Könnte das vielleich auch in anderen Fällen zu Mißverständnissen, Frust und Ärger geführt haben ?
Satan nutzt jede Gelegenheit, um ein Gegeneinander auszunutzen. Es lohnt sich auch oft mal nicht direkt zu antworten, sondern eine Nacht drüber zu schlafen, vor allen, wenn man sich geärgert hat. Dann geht man wieder viel entspannter an die Sache heran. Immer, wenn ich das nicht beherzigt habe, hat sich etwas Übles aufgeschaukelt.
Jak 1,19

Gruß Thomas

Re: Die Überheblichkeit des Christen - Oder Miteinander statt Gegeneinander?

Verfasst: Sa 5. Nov 2022, 02:23
von Johncom
PastorPeitl hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 06:25 Woher kommt eigentlich immer die Überheblichkeit des Christen, daran zu glauben, es einfach besser zu wissen, als der andere. Mich immer als etwas besseres zu sehen, als der andere.

Beide Menschen können Jahre lang bereits die Bibel lesen. Und obwohl beide daher ungefähr gleich viel Erfahrung mit dem Lesen der Bibel haben, geht eigentlich beinahe ein jeder Christ davon aus, dass er die Bibel besser verstanden hat, als der andere.
Du sagst: besser verstanden. Mit dem Verstand bleibt man ein weltlicher Normalo.
Wer die Bibel jahrelang mit dem Verstand liest, wird bestenfalls ein Bibelkenner.

Wiedergeburt, Befreiung, Erlösung kommt nicht aus dem Verstand (der alles besser weiß, besser als alle anderen)
sondern aus der Überverantwortung des Herzens!
Aus dem tiefsten Innersten.

Das Ich ist der Verstand, das Ego. Das Ego prahlt gerne herum, will Chef werden, will andere führen.

Das Herz, wenn es gereinigt ist, wird lieben und dienen.
Jesus hat es 100 mal gesagt.
Und das führt ja, wenn wir dieses Gesetz verletzen, zweifelsfrei zum Tod.

Oder: Glaubt Ihr nicht?
Wir sollten es so sehen: Im Moment sind wir noch tot.
Solange wir in Stolz und Besserwisserei verstrickt sind.

Noch leben wir nicht:
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg,
der zum Leben führt,
und wenige sind’s, die ihn finden!