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Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Do 17. Nov 2022, 14:36
von Oleander
19 Denn ich bin durchs Gesetz ⟨dem⟩ Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe;

ich bin mit Christus gekreuzigt, 20 und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;

was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben⟨, und zwar im Glauben⟩ an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
https://www.bibleserver.com/ELB/Galater2%2C20


Meine Frage dazu wäre, wie man an sich selber erkennen kann (nicht die anderen an einem erkennen) ob Christus im eigenen Leben immer mehr Gestalt angenommen hat?

Die Schwächen des Fleisches kennt man ja selber...

Und was genau an einem selber IST mit Christus gekreuzigt worden? (ich mein die Praxis) nicht so theologische Aussagen wie: Der alte Mensch...

Ich gebe offen zu, dass die "Sprache" des biblischen Paulus manchmal schwer verständlich/nachvollziehbar sein kann, also was genau(in der Praxis) er damit meint...

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 13:46
von Lea
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Damit ich Gott lebe....
Ich finde diese Aussagen auch ziemlich schwierig zu verstehen. Vor allem, so zu verstehen, um Antworten auf deine Fragen zu finden.
Darum wollte ich erst mal abwarten, was an Erklärungen so vorrätig ist. Da aber scheinbar niemand eine Antwort darauf findet, versuche ich es einfach mal ..... zunächst mit dem Bibelvers:
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36
19 Denn ich bin durchs Gesetz ⟨dem⟩ Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe;

ich bin mit Christus gekreuzigt, 20 und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;

was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben⟨, und zwar im Glauben⟩ an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
https://www.bibleserver.com/ELB/Galater2%2C20
Das Gesetz ist ja quasi eine Art "Gebrauchsanweisung", wie man leben sollte, um es "richtig" zu machen. Ich sehe darin eine Art Hilfsmittel für Menschen, um Wege aufzuzeigen - und Grenzen markieren.

Wenn man mit Gott lebt, braucht es (eigentlich) kein Gesetz mehr. Dann kann Gott durch den Menschen wirken und das tun, was nützlich ist - für einen selbst und für andere.
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36
Meine Frage dazu wäre, wie man an sich selber erkennen kann (nicht die anderen an einem erkennen) ob Christus im eigenen Leben immer mehr Gestalt angenommen hat?
Ich denke, das wird hier schon schwieriger. Weil "der Geist weht wo er will" (frei zitiert aus Joh.3). Mit Gott zu leben bedeutet ja auch, mal Grenzen zu überwinden. Es bedeutet, aus dem Herzen heraus zu handeln. Oder einfach, Gott *durch mich* wirken zu lassen.
Ich denke darum, dass man das nicht nach einem "Gesetz" beurteilen kann. Bestenfalls an dem Ergebnis, welches erzielt wird. Das ist allerdings auch nicht immer so deutlich für Menschen erkennbar.

So denke ich, kommt es für den Gläubigen selbst auf das Vertrauen an, welches er zu Gott hat. Das Vertrauen, welches sich darauf verlässt, dass Gott das eigene Herz lenkt und vor den falschen Weg schützt. Was aber auch zur Folge haben kann, dass es andere Menschen nicht beurteilen können, ob man richtig oder falsch liegt.

Natürlich funktioniert das nicht deutlich GEGEN das geschriebene gesetz Gottes. Aber es kann schon auch an etlichen Stellen unterschiedlich verstanden werden. Wie man es auch am Leben von Jesus und seinen Umgang mit den Menschen, die Hilfe bei ihm suchten, erkennen kann. Die Gesetzestreuen waren mehr als einmal wütend auf Jesus, weil er quasi ihre eigene Interpretation der Gesetze außer Acht ließ und nach einem Maßstab handelte, den sie nicht kannten.
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Und was genau an einem selber IST mit Christus gekreuzigt worden? (ich mein die Praxis) nicht so theologische Aussagen wie: Der alte Mensch...
Jesus hat sein Leben hingegeben für "die Welt" ... mit seinem Leben und seinem Sterben. Er hat immer auf seinen Vater hingewiesen. Also nicht nach Selbstverwirklichung gesucht, sondern die Menschen im Blick gehabt, mit dem Ziel, dass diese Gott den Vater kennen lernen.

Vielleicht geht es hier einfach darum, das Leben ganz und gar auf Gott auszurichten. So dass es nicht mehr in erster Linie um *mich selbst* geht, sondern darum, dass *ich* mit und für Gott - und durch ihn für die Menschen lebe.

Das verstehe ich für mich persönlich so, dass ich erst einmal ein "Gefäß" sein darf, welches selbst von Gott gefüllt wird.... und dann quasi überfließen kann, also "Kanal" wird, zu anderen Menschen hin.
Das "Ich" ist dabei im Hintergrund - zwar noch vorhanden, aber (freiwillig) als "Werkzeug" oder "Bote".
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36 Ich gebe offen zu, dass die "Sprache" des biblischen Paulus manchmal schwer verständlich/nachvollziehbar sein kann, also was genau(in der Praxis) er damit meint...
Ich denke, die geistlichen Dinge und Taten, durch die Menschen zu Gott finden und mit Gott leben, sind auch nur sehr schwer mit Worten erklärbar. Darum tritt in den Momenten, in denen man in der Gegenwart Gottes lebt und handelt, das Gesetz und sonstige Regeln in den Hintergrund. Dann sieht man nur mit dem Herzen gut.... wie es der "kleine Prinz" ausdrückt.

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 14:30
von Spice
Oleander hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 14:36
19 Denn ich bin durchs Gesetz ⟨dem⟩ Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe;

ich bin mit Christus gekreuzigt, 20 und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir;

was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben⟨, und zwar im Glauben⟩ an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
https://www.bibleserver.com/ELB/Galater2%2C20


Meine Frage dazu wäre, wie man an sich selber erkennen kann (nicht die anderen an einem erkennen) ob Christus im eigenen Leben immer mehr Gestalt angenommen hat?

Die Schwächen des Fleisches kennt man ja selber...

Und was genau an einem selber IST mit Christus gekreuzigt worden? (ich mein die Praxis) nicht so theologische Aussagen wie: Der alte Mensch...

Ich gebe offen zu, dass die "Sprache" des biblischen Paulus manchmal schwer verständlich/nachvollziehbar sein kann, also was genau(in der Praxis) er damit meint...
Paulus hat sich die Wahrheit zu eigen gemacht, dass ein Mensch, der sich mit seinem physischen Körper identifiziert, unmöglich heil werden kann, auch nicht durch das Einhalten der Gebote. Das ist das Gesetz der Vergänglichkeit, von dem er V. 19 spricht. Diesem will er willentlich nicht mehr folgen, sondern sich stattdessen mit Gott identifizieren, damit die Werke Gottes in und durch ihn geschehen.
Wir haben also erstens bei Paulus die Erkenntnis der genannten Wahrheit, die zweitens zu einem Entschluss führte. Da eine Wahrheit sich aber nur innerhalb der Zeit realisiert, fühlt und erlebt er diese Wahrheit nicht sofort und in all ihrer Fülle (die Christus) ist, sondern glaubt ihr zunächst "nur", damit sie durch Glauben zum Erlebnis wird.

Im Grund beschreibt er da die Wiedergeburt.

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 17:07
von Abischai
Ich habe als kleiner Bub gelernt, mit solchen Fragen direkt ins Gebet zu gehen, Gott danach zu fragen und nur auf ihn zu hören, dann erkennt man auch, wer von den Menschen einen dazu passenden Beitrag leistet und der Heilige Geist "schließt" einem das Verständnis für das Wort auf, nicht gleich vollständig, aber süchtigmachend :D Die Bibel IST das Wort Gottes, wir verstehen das nur nicht umfassend, mancher gar nicht, mancher schon recht viel, niemand alles.

Wie weit Gott in Deinem Leben schon gekommen ist, kann Dir niemand von den Menschen erklären, das merkst Du selbst. Wenn Du es nicht merkst, bist zu zu oberflächlich und nimmst Dir keine Zeit mal wirklich zu beten und auf Gott zu hören, oder aber da ist nicht viel. Beides ist möglich. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 17:42
von Oleander
Vorerst mal ein Danke an jene, die darauf eingingen und mir ihre Sichtweisen mitteilten...

Ich habe sie erst mal nur gelesen und werde bei Gelegenheit inteniver darüber sinnen...
Im Moment habe ich noch nicht wirklich den "Kopf" dafür frei :)

Vielleicht kommen ja noch Inputs von anderen usern, was sie diesbezüglich selbst erlebten...oder so...

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 17:45
von PastorPeitl
Ja, Jesus hat in seinem Leben immer mehr Ebenbildlichkeit Gottes angenommen. Das können wir bei Lukas klar nachlesen:
Lk 2,52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
Jesus nahm an Weisheit bei Gott und den Menschen zu.

Ein Grund, warum schon die Templer mit Gott Vater immer mehr eins werden wollten. Die Einstellung:

Wir sind auch nicht besser als Jesus.

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 17:56
von Oleander
PastorPeitl hat geschrieben: Fr 18. Nov 2022, 17:45 Ein Grund, warum schon die Templer..
Ich bitte dich im Sinne der Forenleitung (keine Werbung für..) diese "Templer" mal aus deinen Beiträgen raus zu lassen und mir wäre es auch recht, wenn sie hier nicht zum Thema werden....danke :)

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 17:58
von PastorPeitl
Du hast mich doch gerade gefragt, wer aller beim Institut mitwirkt. Wie soll ich die Fragen beantworten, wenn ich nicht sagen darf, wer wir sind?

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 19:13
von Oleander
PastorPeitl hat geschrieben: Fr 18. Nov 2022, 17:58 Du hast mich doch gerade gefragt, wer aller beim Institut mitwirkt.
Aber in einen anderen Thread, wo man darüber austauschen kann...

Wie lebst du Gott? Was von dir ist mit Chrsitus gekreuzigt worden?
Musst ned antwortn, aber das ist mitunter das, was hier für mich von Interesse wäre...
Oder wie du die Bibelstelle(Kontext) verstehst.

Re: Galater 2 - Damit ich Gott lebe....

Verfasst: Fr 18. Nov 2022, 20:42
von Abischai
PastorPeitl hat geschrieben: Fr 18. Nov 2022, 17:45 Jesus hat in seinem Leben immer mehr Ebenbildlichkeit Gottes angenommen.
Das ist schlicht falsch. Jesus war das Ebenbild Gottes, wie wir in Joh. 1 lesen. Er wurde im Laufe seines Lebens nicht irgendwie besser oder perfekter, nur älter und als Mensch erwachsener, aber nicht sündloser, denn er war gänzlich sündlos. Ein Mensch, so er Jesus nachfolgt, wird ihm ähnlicher, stet. "Hineingestaltet in sein Bild". Das gilt für gefallene Menschen, von neuem geboren, auf dem Wege, nicht ffür den König selbst.