Nach dem Mittagessen, das ich immer am Couchtisch auf einem Kissen vor dem Sofa hockend einnehme, während ich dabei eine aufgezeichnete TV-Sendung ansehe, bemerke ich rechts neben mir mitten auf der Sofadecke einen erbsengroßen „Knös“. Ich denke mir, „da hab‘ ich wohl mit dem Essen gematscht“, zumal ich darin auch einen Sonnenblumenkern zu sehen glaubte, von denen einige im Salat waren.
Ich entferne den vermeintlichen Essensrest mit einem Papiertaschentuch und tupfe dann nochmal nach, da die Decke an dieser Stelle auch etwas feucht war. Als ich zur Kontrolle an dieser Stelle der Sofadecke rieche, denke ich: „Komisch, das riecht doch irgendwie nach Kotze…“
Zuerst wollte ich die Decke nur auf dem Balkon lüften und hatte sie dort auch schon über einen Wäscheständer gelegt, warf sie dann aber doch in die Waschmaschine. In der Hoffnung, dass die feinen Härchen nicht gleich verfilzen und die Decke anschließend noch genauso „kuschelig“ ist wie vorher, benutzte ich ein Feinwaschmittel, das schon jahrlang da rumstand, weil ich es normalerweise nie verwende. Anschließend trocknete ich die Decke auf der Wäscheleine mit Unterstützung eines Ventilators und war überrascht, dass sie schon nach 2-3 Stunden trocken war. Aufgrund ihrer Dicke hätte ich mit einer viel längeren Trocknungszeit gerechnet. Erfreut war ich auch darüber, dass die Decke noch genauso schön kuschelig war wie vorher.
Auch heute, 3 Tage danach, kann ich mir nicht wirklich erklären, woher die „Kacke“ gekommen sein kann. Habe ich vielleicht vom Balkon Vogelscheiße reingeschleppt? Meine Nachbarin über mir füttert ja fleißig die Vögel, und einiges an Dreck landet dabei auch auf meinem Balkon, darunter auch Vogelscheiße. Allerdings war ich an diesem Tag bis zu diesem Vorkommnis noch nicht auf dem Balkon gewesen. Oder waren es doch Essensreste und mein Geruchssinn hat mir einen Streich gespielt? Es bleibt rätselhaft…
Der Vorfall erinnert mich an einen anderen mysteriösen Vorfall an Pfingsten vorletztes Jahr, als ich in zwei unterschiedlichen Räumen meiner Wohnung großflächige bräunliche Verfärbungen an der Wand entdeckte, die „über Nacht“ entstanden sein mussten, da sie wenige Tage zuvor noch nicht zu sehen waren. Auch hier kann ich mir deren plötzliches Auftauchen bis heute nicht erklären. Damals führte ich das Phänomen auf eine geistliche Ursache zurück, zumal mir der Heilige Geist dann auch die Bedeutung offenbarte.
War das vielleicht auch diesmal so? Hatte die „Kacke“ auf der Sofadecke vielleicht eine geistliche Ursache? Handelte es sich gar um einen „Gruß“ des „Feindes“
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Genau in diesem Moment, wo ich dies hier aufschreibe, höre ich wieder dieses nervige Klodeckelgeklapper
So geht das nun schon mehrere Jahre, ohne dass sich etwas geändert hätte. Vielleicht hat sich dadurch im geistlichen Bereich ja irgend etwas Negatives aufgestaut, das sich nun auf meiner Sofadecke „manifestiert“ hat? Immerhin besteht ja ein „inhaltlicher Zusammenhang“ zwischen der Geräuschursache
Mir ist ja klar, dass das kein Dauerzustand sein kann und sollte, aber was tun? Entweder muss sich an den Umständen etwas ändern, oder ich brauche einfach mehr Gelassenheit, so dass mir das „scheiß Klappern“
So wie ich die nur oberflächlich gereinigte, aber noch müffelnde Sofadecke zuerst nur ein wenig lüften wollte, sie dann aber doch gründlich wusch, genügt es auch bei meinem Ärger über die Lärmbelästigung nicht, ihm immer nur „Luft zu machen“
Und so wie ich bei der Decke überrascht war, wie schnell sie wieder trocken war, obwohl ich dachte, es würde viel länger dauern, weil sie ja doch ziemlich dick ist, werde ich wahrscheinlich auch überrascht sein, wie schnell und gründlich, aber gleichzeitig auch schonend und feinfühlig (Feinwaschmittel!) Gott die Sache verändern wird, wenn ich seinem „Fingerzeig“ folge, obwohl ich mir momentan noch nicht vorstellen kann, wie das geschehen soll, da sie ja schon so lange andauert.
Aber auf jeden Fall bin ich überrascht, wieviele „Analogien“ in dieser Geschichte versteckt sind, die ich erst nach und nach entdeckte, und wie kreativ Gott ist, um mich – im wahrsten Sinne des Wortes – mit der Nase